21-08-2013

JKMM Architects: Zentralbibliothek von Seinäjoki, Finnland

JKMM,

Tuomas Uusiheimo, Mika Huisman,

Finnland,

Bibliotheken,

gleichzeitig,

Zement, Glas,

Im Rahmen der Stadtplanung von Alvar Aalto für das Bürgerzentrum von Seinäjoki hat das Büro JKMM Architects den Entwurf für die neue Bibliothek realisiert, die die Funktionen des Werks des großen finnischen Meisters ergänzt. Das neue Bauwerk ist streng und im Stil der zeitgenössischen Architektur gestaltet. Es besteht aus drei Körpern, deren Räumlichkeiten miteinander verbunden sind und der Materialwahl im Zeichen der Nachhaltigkeit steht.



JKMM Architects: Zentralbibliothek von Seinäjoki, Finnland
Die neue Stadtbibliothek von Seinäjoki, Finnland, steht auf einem Grundstück vor der alten Bibliothek, die Alvar Aalto zwischen 1960 und 1965 gestaltet hat. JKMM Architects, Urheber des neuen Werks, haben ein Element mit zeitgenössischen Zügen in die Raumplanung eingefügt, die der finnische Meister ab dem Jahr 1951 entwickelt hatte.
In erster Linie geht das Projekt eine räumliche Beziehung mit dem urbanen Umfeld ein, wo die Kirche und Kirchengemeinde, die Bibliothek und das Theater im Laufe der Jahre eine wichtige Rolle bei der Markierung des Stadtzentrums erlangt haben. Das neue Bauwerk “schaut” im wahrsten Sinne des Wortes auf die Vergangenheit, denn die drei großen bildnerischen Einheiten, in die es aufgeteilt ist, blicken auf den Uhrturm der Kirche Lakeuden Risti und auf die berühmte fächerförmige Fassade der alten Bibliothek. Nur die blütenweiße und helle Fassade des Eingangs erinnert an die unbefleckten Mauern von Alvar Aalto, während die Platten der neuen Gebäudehülle aus dunklem und voroxidiertem Kupfer eine deutliche Zäsur zur Vergangenheit darstellen. Damals wurde Kupfer mit seiner grünen Patina nämlich nur für die Überdachungen benutzt<.span class="text-image-right">Die großen Verglasungen auf den Frontseiten sind ein anderes Zeichen des Bruchs mit der Vergangenheit: Während die Bauwerke von Aalto - enigmatische architektonische Skulpturen, die streng ihre eigenen Funktionen umschrieben - in sich selbst geschlossen waren, darf die Architektur heutzutage - um anerkannt zu werden ? die Landschaft nicht ausschließen. Die vorrangige Funktion einer Bibliothek der Gegenwart ist es außerdem, den Bürgern die zahlreichen Aktivitäten zu zeigen, die hier angeboten werden, da sie zur Wertsteigerung eines Stadtzentrums beitragen. Deshalb also die großen verglasten Fassaden, von denen eine sich über die gesamte Höhe erstreckt: Sie mildern die Strenge der drei geometrischen Körper der neuen Anlage und blicken wie große Augen auf die Stadt und lassen diese gleichzeitig hineinschauen. Dabei erhellen sie die Aktivitäten des öffentlichen Zentrums.
Ein weiteres interessantes Element sind die Proportionen, die sich im gleichen Maßstab mit denen der Baudenkmäler von Alvar Aalto darbieten. Ziel war es nämlich, einen anderen Punkt von visuellem Interesse zu erstellen, eine neue Landmarke, die durch ihre Hommage an den Bestand nicht verschwindet, sondern die in einem Spiel der perspektivischen Weise in diesen eingebunden wird.

In Antwort auf den Wandel bezogen auf die Kommunikation und die Zugänglichkeit der Information verändert sich die Rolle einer Bibliothek: Von einem Hort des Wissens mit Aufbewahrungsfunktion zum Rahmen für Treffen, Veranstaltungen, Kulturaustausch. So muss ? gemäß den Architekten von JKMM ? das Innere des Bibliotheksgebäudes selbst den neuen Rhythmus des Übergangs und der Nutzung mit offenen Räumen und flexiblen Wegen zwischen den kommunizierenden Räumlichkeiten bewältigen können. Wahrzeichen der neuen räumlichen Komposition ist in diesem Fall die große zentrale Treppe, die vom Erdgeschoss zum Kellergeschoss führt, wo sich die Passage befindet, die die neuen Räume mit denen der Bibliothek von Alvar Aalto verbinden. Es handelt sich aber nicht um eine einfache Verbindung, sondern um einen Ort, der zentral und hell ist, wo die Kissen auf den Stufen diese zur Tribüne eines Theaters umwandeln, wo man sich hinsetzen und lesen, reden oder an Konferenzen teilnehmen kann.
Bezogen auf die Klimatisierung kann die Struktur aus Ortbeton auf die thermische Bauteilaktivierung zählen. Die verglasten Fassaden sind vorwiegend nach Norden ausgerichtet und verringern somit die Wärmebelastung der Innenräume durch Sonneneinstrahlung.

Mara Corradi

Entwurf: JKMM Architects
Projektleitung: Asmo Jaaksi
Mitarbeiter: Teemu Kurkela, Samuli Miettinen, Juha Mäki-Jyllilä, Aaro Martikainen, Teemu Toivio, Harri Lindberg, Päivi Meuronen
Bauträger: Stadt Seinäjoki
Ort: Seinäjoki (Finnland)
Tragwerksplanung: Magnus Malmberg Oy / Eero Pekkari
Bruttonutzfläche: 4.430 m2
Wettbewerb: 2008
Planungsbeginn Progetto: 2008
Ende der Bauarbeiten: 2012
Bauunternehmen: Rakennusliike Timo Nyyssölä Oy
Struktur aus Ortbeton
Bildnachweis: © Hannu Vallas, Mika Huisman, Tuomas Uusheimo

www.jkmm.fi


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