12-11-2019

Jean-Pierre Lott Architecte Villa Troglodyte Monaco

Jean-Pierre Lott,

Loïc Thebaud,

Monaco,

Ville,

Ein interessantes Projekt von Jean-Pierre Lott Architecte wurde kürzlich in Monaco abgeschlossen. Es handelt sich um eine Privatresidenz, die aufgrund ihrer einzigartigen und ungewöhnlichen Lage wichtige Probleme für Architekten mit sich bringt, die es ihnen ermöglichen, die Beziehung des Menschen zur Natur und der Natur zur Kultur zu erforschen und zu untersuchen.



Jean-Pierre Lott Architecte Villa Troglodyte Monaco

Im Fürstentum Monaco hat das Pariser Büro Jean-Pierre Lott Architecte eine außergewöhnliche Privatresidenz entworfen: Villa Troglodyte. Die Architekten griffen in einem sehr dichten Stadtgebiet mit einem wirklich atypischen, aber leistungsstarken Projekt ein. Nutzung natürlicher erneuerbarer Energien wie Geothermie und Solarenergie; Sammlung von Regenwasser und Verwendung natürlicher, recycelbarer oder regionaler Materialien. AIf diese Weise überwindet Villa Troglodyte Umweltprobleme, wie die bereits erhaltenen wichtigen Energiezertifizierungen zeigen: OR-Niveau für die Bâtiments Durables Méditerranéens und “das Niveau Excellent” für der angelsächsischen Zertifizierung BREEAM.

Villa Troglodyte ist ein komplexes Projekt und hat sich zu einem echten Umweltlabor entwickelt, um den ökologischen Fußabdruck des Gebäudes unter Kontrolle zu halten, wobei leistungsstarke Produkte und technische Lösungen zur Energieeinsparung eingesetzt werden.
Das Gebäude ist auch aus architektonischer Sicht ein wichtiges Labor, das es den Gestaltern ermöglicht hat, sich mit einem Thema zu beschäftigen, das immer relevant ist: der Beziehung des Menschen zur Natur und der Natur zur Kultur.
Eine grundlegende Frage steht am Anfang des Projekts: "Wie kann man ein Haus in einen Felsen und in die Landschaft einbauen, ohne es zu verändern, aber unter Beachtung der Volumen, der Frakturen und der natürlichen Vegetation? Die Architekten beschlossen buchstäblich, ein Haus in der Landschaft zu bauen, wobei der natürliche Charakter sowie die visuelle und materielle Stärke der Felsbank erhalten bleiben, aber ein hohes Maß an Innenkomfort für jeden Raum gewährleistet wird.

Das Projekt wurde daher nicht für den Bau realisiert, sondern umgekehrt: es wurde von innen heraus gehauen. Es wird durch Subtraktion aus dem Gestein gewonnen, der Raum wurde dann durch Graben in das Gestein und Nutzung der natürlichen Risse gebaut. Der Eingang zum Haus zum Beispiel sieht aus wie ein Bruch in der Felsbank. Über den Eingang gelangt man zu einer großen Halle, die den Blick auf das darunterliegende Schwimmbecken freigibt. Die Idee der Höhle wird durch den Weg, die Felswände und das Vorhandensein von Wasser deutlich hervorgerufen, das von den geschwungenen Formen des Beckens eingeschlossen ist und an einen unterirdischen See erinnert. Das Wasser reflektiert das natürliche Licht, das durch den großen Hohlraum, Fenster und verglaste Brüstungen in den oberen Stockwerken einfällt. Die Lücke ist wie ein großer Felsbruch, der sich im Inneren über die gesamte Höhe des Hauses bis hin zum oberen Oberlicht entwickelt und alle fünf Etagen optisch und physisch verbindet. Dieser leere Raum bietet eine ganz besondere Perspektive, die es ermöglicht, den Weg zu begreifen, der alle Teile des Hauses verbindet. Durch die Treppe und den verglasten Aufzug, die sich im Hohlraum entwickeln, gelangt man in die oberen Stockwerke, in denen sich das Wohnzimmer des Hauses und die Schlafzimmer sowie andere Betriebsräume befinden. Alle Räume haben Fenster oder Terrassen, die im Fels versteckt sind und für die verschiedenen Funktionen ausreichend groß sind. Draußen wirkt die Felsenbank völlig natürlich, dabei entspricht nur das Erdgeschoss dem natürlichen Teil. In den oberen Stockwerken wird das Gestein mit einer Struktur und Textur neu zusammengesetzt, die mit der natürlichen identisch ist. Die Arbeit der Architekten in der Landschaft ist komplett und perfekt. Das Gestein wird nicht als Verkleidung von gebauten Mauern wahrgenommen, sondern spiegelt alle Eigenschaften, Brüche und natürlichen Hohlräume wider und wurde sogar von lokalen Pflanzen- und Tierarten besiedelt.

(Agnese Bifulco)

Client: JB Pastor & Fils
Project management
Architects: Jean-Pierre Lott, Atelier Raymond www.jplott.fr
Landscape architect: Atelier Jacqueline Osty & Associés
Structure: E&G
M&E Engineer: Somibat
Electricity: JB Pastor & Fils Électricité
High Environmental Quality: Oasiis
Building company: JB Pastor & Fils
Name of the project: Villa Troglodyte
Program: Private housing
Surface: 500 m² (5381,96 sq ft)
Calendar: Delivery 2019
Photo credits: © Loïc Thebaud


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