27-11-2013

JDS (Julien De Smedt architects): Strandpromenade von Kalvebod Brygge in Kopenhagen

Julien De Smedt JDS,

Kopenhagen, Dänemark,

Sport & Wellness, Urban Architecture, Direkt am meer,

Zement,

Sanierungs,

Julien De Smedt architects gehört zu einer Gruppe von Planern, die nach dem Projekt für den Islands Brygge Park in Kopenhagen 2003 einen weiteren wichtigen urbanen Eingriff getätigt haben. Die gegenüberliegende Seite des Kanals ist heute dank eines Weges am und auf dem Wasser für sportliche Aktivitäten und Open-Air-Events neu gestaltet. Ziel ist es, das Stadtzentrum mit dem Hafen zu verbinden und somit ein historisches Industriegebiet neu zu beleben.



JDS (Julien De Smedt architects): Strandpromenade von Kalvebod Brygge in Kopenhagen

Kalvebod waves ist ein Fußgängerweg am Ufer von Kopenhagen. Das Sanierungsprojekt der Gegend begann 2008 mit einer öffentlichen Ausschreibung und wurde einer Planungsgruppe bestehend aus KLAR, JDS (Julien De Smedt architects) Niras, Sloth Møller gestaltet. Das Werk setzt ideell das berühmte Projekt auf der anderen Seite des Kanals fort: Der Islands Brygge Park wurde vor zehn Jahren vom Büro PLOT realisiert, das sich später in zwei bekannte Architekturfirmen aufsplittete: JDS und BIG (Bjarke Ingels). Mit seiner in dieser Gegend gemachten Erfahrung hat das Büro Julien De Smedt architects die Möglichkeit gehabt, einen vormals der Industrie vorbehaltenen Abschnitt der Küste in einen Ort des Vergnügens umzugestalten, der an den wärmsten Tagen des Jahres sowohl von den Bewohnern der Hauptstadt als auch von Touristen frequentiert wird.

Bei den “Wellen von Kalvebod”, so der neue Name der Gegend, sind lange Gehsteige auf das Meer entworfen worden, die Plätze zum Verweilen und Betrachten enthalten mit Punkten, die sich erheben und dabei über geschlossene Bereiche schauen, die für verschiedene Wassersportarten vorgesehen sind. Wie der Islands Brygge Park auf der gegenüberliegenden Seite des Kanals, der das Publikum zum Schwimmen, Sonnen oder einfachen Betrachten des Kanals von den Bänken aus einlädt, kann man hier auch Sport betreiben, wie beispielsweise Kajak fahren. Der geschwungene Verlauf der Molen von Kalvebod waves möchte die Funktionen des Bereichs diversifizieren und auch überdachte Räumlichkeiten schaffen, wie diejenige, in der sich der Kanu-Club befindet.

Die Struktur aus Ortbeton und Corten-Stahl des Kais, der zum Teil mit Kiefernholzdielen verkleidet ist, verlängert sich auf das Wasser hinaus und beschreibt einen neuen urbanen Weg auf der Höhe des Wassers, der manchmal höher führt und somit unterschiedliche Ausblicke auf den Kanal bietet. Der Bodenbelag eignet sich für das Begehen und das Verweilen, denn es gibt hier auch Terrassen, auf denen man sich ungezwungen in die Sonne legen kann.

Dieser grundlegende gestalterische Gedanke – die Freiheit, mit der die Planer die Planimetrie der Gegend entwickelt und dabei vom Ufer gelöst und auf den Kanal gebracht haben – hat es verstanden, die uneingeschränkte Nutzung durch die Anwender zu vermitteln, so dass sich hier zahlreiche spontane Tätigkeiten entfalten können und der Ort sich deshalb hervorragend für die Organisation von Open-Air-Events eignet.


Das von JDS und den anderen Mitgliedern der Gruppe vollendete Werk löst die größte Einschränkung dieser Zone: Der Schatten, den die wuchtigen Industrie- und Dienstleistungsgebäude werfen, die am Ufer von Kalvebod Brygge stehen. Nachdem die Planer den Verlauf der Schatten auf dem Wasser während des Tages und im Laufe des Jahres untersucht hatten, haben sie einen Weg entworfen, der diese Schatten umgeht und so liegen die beiden großen Plätze - Herz des Projekts - immer in der vollen Sonne. Von den offenen Plätzen zwischen den am Ufer stehenden Gebäuden hat man Zugang auf die beiden schwimmenden Plätze, die über einen langen Gehweg miteinander verbunden sind, der zwischen den künstlich geschaffenen internen Becken und dem Kanal schwebt.

Es ist nur bedauerlich, dass das Projekt für die verbindenden Infrastrukturen zwischen diesem Bereich, dem l’Islands Brygge park und dem Stadtzentrum aus Kostengründen aufgegeben wurde.

Mara Corradi

Entwurf: KLAR, JDS (Julien De Smedt architects) Niras, Sloth Møller
Bauträger: Copenhagen Municipality, Lokale og Anlægsfonden
Ort: Kalvebod Brygge, Copenhaghen (Dänemark)
Grundstücksgröße: 4000 m2
Wettbewerb: 2008
Planungsbeginn: 2008
Ende der Bauarbeiten: 2013
Struktur aus Corten, Ortbeton und imprägniertem Holz
Bodenbelag aus unbehandeltem Kiefernholz
Bildnachweis: © Henning Stuben, JDS, KLAR Architects, Ursula Bach

jdsa.eu


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