20-02-2015

Henning Larsen Architects eröffnet das Kolding Campus in Dänemark

Henning Larsen Architects,

Jens Lindhe,

Danimarca,

Universitat,

Zement, Glas,

Im Herbst 2014 wurde das neue Kolding Campus in Dänemark eröffnet. Es handelt sich um ein Projekt von Henning Larsen Architects. Im Mittelpunkt steht das dynamische Sonnenschutzsystem, das sich den klimatischen Bedingungen anpasst und von Henning Larsen Architects entworfen, um den Aktivitäten des Kolding Campus eine hohe Beleuchtungsqualität zu gestatten.



Henning Larsen Architects eröffnet das Kolding Campus in Dänemark

An einer strategischen Stelle der urbanen Wege gelegen, ist das Kolding Campus von Henning Larsen Architects nach mehreren Jahren der Forschung und Arbeit – angefangen mit dem Wettbewerb der Danish University aus dem Jahr 2008 - nun fertig. Im Mittelpunkt des Projekts steht ein funktionales, ausdrucksstarkes dynamischen Sonnenschutzsystem. 

Die Notwendigkeit des Wettbewerbs, interpretiert von Henning Larsen Architects, war es, einen neuen Sitz der Universität für Künste, Kommunikation und Sprachen zu gründen, der nicht nur ein Anziehungspunkt für die Studenten sein sollte, sondern auch ein Denkmal der Kultur für die Stadt Kolding, in Dänemark. Die strategische Lage im Bereich des Bahnhofs, des Hafens und des Flusses, der in den Fjord von Kolding mündet, erforderten ein Werk, das alle Aspekte beachtet: eine Art Skulptur in architektonischen Maßstab, die auch zur Landmarke wird. Daher auch die radikale Entscheidung beim Grundriss, ein gleichschenkliges Dreieck, das sich über sechs Stockwerke mit drei regelmäßigen und mächtigen Fronten aus Glas erhebt, die allerdings von einer lichtempfindlichen Verkleidung umhüllt sind und deren Bild verändert.

Der Wille, die Dynamik des Universitätszentrums nach außen zu kommunizieren und dabei die höchste beleuchtungstechnische Qualität für die Lektionen und die anderen Tätigkeiten im Inneren zu bieten, hat zur Glasfassade geführt, die hier mit einem lichtdämmenden System aus 1.600 Sonnenschutzpaneelen kombiniert ist. Es handelt sich um modulare gelochte Elemente, die auf einem Rahmen montiert und begleich sind. Sie verfügen über Sensoren, die konstant die Helligkeit und die Temperatur messen und über ein mechanisches System, das ihre Ausrichtung ändert, um die idealen klimatischen Bedingungen zu bewahren.
Die Definition der Modulform kehrt zum Dreieck zurück, dem ikonografischen Element eines auf der Technologie basierenden Projekts, das aber auch über ein sehr markantes Aussehen verfügt. Die lichtempfindlichen Module lassen an die in der Natur vorhandenen Schutz- und Verteidigungssysteme denken und erinnern daran, dass die Architektur ein lebendiger und ausdrucksstarker Organismus ist.  

Der Zutritt erfolgt durch die große Halle, die als regelrechter überdachtet Platz konzipiert wurde, mit seinen Balkonen und Terrassen, mit privateren oder gemeinschaftlichen Ausblicken. Diese Halle erstreckt sich über die gesamte Gebäudehöhe und verbindet auf diese Weise die sechs Stockwerke miteinander. Die Beziehung zwischen den Teilen wird durch eine Drehung des dreieckigen Grundrisses um sich selbst erhalten: das im Zentrum geschaffene Vakuum hat nie die gleiche Form sondern generiert – gewollt – Vorbauten und Einbuchtungen, die mit den Treppen verbunden sind und zur Schaffung der Wohnräume dienen. Ein optischer Strudel, der die Besucher beim ersten Besuch in tiefes Staunen versetzt, so berichten die Planer. 


Das interne Layout der Stockwerke setzt die Aulen an den Rand und lässt die Mitte den Verbindungsräumen: wenn man die Grundrisse betrachtet, dann kontrastiert die regelmäßige Taktung mit dem Vakuum und der totalen Nutzungsfreiheit der zentralen Räumlichkeiten. Zweck war es, die Orte der spontanen Kommunikation und der Interaktion zwischen den Studenten soweit wie möglich auszudehnen und die Plätze zum individuellen Lernen oder für die Gruppenarbeit zu vervielfältigen. Dazu wurden bequeme und abgegrenzte Arbeitsinseln geschaffen, die allerdings in die gemeinschaftlich genutzten Wege eingebaut sind. Studieren wird hier als kollektiver Ritus verstanden, wo jeder durch Betrachten seiner Kommilitonen und Teilen der Ideen lernt.

Mara Corradi

Entwurf: Henning Larsen Architects
Bauträger: The Danish University and Property Agency
Ort: Kolding (Dänemark)
Tragwerksplanung: Orbicon
Landschaftsplanung: Kristine Jensens Tegnestue
Bruttonutzfläche: 13700 Quadratmeter
Wettbewerb: 2008
Planungsbeginn: 2008
Ende der Bauarbeiten: 2014
Fassaden aus Stahl, Glas und Stahl-Sonnenschutz
Betontragwerk 
Außenverkleidung mit Stahl-Sonnenschutz (dynamisches Sonnenschutzsystem)
Bildnachweis: © Jens Lindhe, Martin Schubert


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