12-02-2014

GPY arquitectos: SEGAI Research Centre auf Teneriffa

Gpy arquitectos,

© Joaquín Ponce de León,

Tenerife,

Universitat, Institutionen,

Zement, Stahl,

Das SEGAI Research Centre auf Teneriffa wurde als architektonisches Wahrzeichen konzipiert. Dieses Werk des spanischen Büros GPY arquitectos leitet seine Form von der Landschaft ab, in der es steht, mitten in den Feldern der Fakultät für Agrarwissenschaften der Universität von La Laguna. Die benutzten Materialien ergänzen sich gegenseitig und kombinieren dabei Widerstandskraft und Leichtigkeit.



GPY arquitectos: SEGAI Research Centre auf Teneriffa

Das Projekt für das SEGAI Research Centre auf Teneriffa vom Büro GPY arquitectos ist ein leichtes Gebäude, welches das Umfeld respektiert und eine Landmarke auf dem Gebiet wird – eine Gegenwartsarchitektur, die in Kontinuität mit der Umgebung hervortritt.

Unter den bedeutendsten Werke der spanischen Architekten, deren Entwürfe sich durch die Deklination des Sichtbetons auszeichnen, handelt es sich bei dem SEGAI Research Centre um einen Baukörper, der als technisches und zugleich ausdrucksstarkes Element aus der Landschaft hervorsticht. Neben den bestellten Feldern der Fakultät für Agrarwissenschaften gelegen, verfügt das Bauwerk über ein Tragwerk aus Beton und Stahl mit zwei unterirdischen Etagen und einem auf Masten aufliegenden auskragenden Stockwerk. Das auf der Höhe des Bodenniveaus gestaltete Vakuum trennt und vereint gleichzeitig die beiden Bereiche des Projekts: Die Labore in den Kellergeschossen kommunizieren mit der erhöhten Etage, in der die Verwaltungs-, Forschungs- und Kommunikationsbüros untergebracht sind. Die Anwender treffen sich auf der Eingangsebene, die sich hinter einem verglasten Kubus befindet, der auf die Landschaft blickt. Die Terrasse auf der gleichen Höhe beschreibt die Kontinuität der Architektur mit dem angebauten Grün.

Indem die umliegenden Terrassen imitiert werden, besteht die unterirdische Struktur aus Betonfertigbauteilen, die von Rahmen getragen werden. Dies hat die Gestaltung eines modularen und erweiterbaren Layouts mit flexiblen Räumlichkeiten gestattet, wo die Labore um einen Korridor angeordnet sind, der als ringförmige Verbindungsarterie dient. Das geschlossene Betonvolumen wird von zwei linearen Höfen begrenzt, die den Umfang des Gebäudes bilden und dieses von dem umliegenden Erdreich isolieren. Die anliegende Erdmasse sowie das Erdreich des begrünten Dachs wirken als Dämmstoff für die passive Gebäudeklimatisierung.

Das Thema der kontinuierlichen Beziehung zwischen Innen und Außen als zentraler Aspekt des Projektkonzepts wird auch im ersten Stock ausgearbeitet. Hier wird das Volumen mit seiner gleichmäßigen Geometrie aus Betonplatten mit einer doppelten Hülle aus Polykarbonattafeln verkleidet: Das sichtbare Gewicht der Betonstruktur verschwindet hinter der transluzenten Verkleidung, welche das einfallende Licht filtert und so die Konturen in die Farben des Himmels übergehen lässt.


Unter Bezugnahme auf die Anregungen aus der Welt der Botanik stellt das auskragende Element die Zweige dar, während die unterirdischen Etagen die Wurzeln eines künstlichen Baums sind, extra konzipiert, um sich in das Umfeld einzufügen. Auf die gleiche Weise dient die vertikale Entwicklung als Büroturm dazu, ein erkennbares Erkennungszeichen und sich einen optischen Bezugspunkt auf dem Universitätsgelände von La Laguna zu schaffen.

Mara Corradi

Entwurf: Gpy arquitectos (Juan Antonio González Pérez - Urbano Yanes Tuña)
Bauträger: Universidad de La Laguna
Ort: Campus Universitario de Anchieta s/n, La Laguna, Teneriffa, Kanarische Inseln (Spanien)
Tragwerksplanung: Reveriego y Asociados
Landschaftsplanung: José Miguel Navarro García
Bruttonutzfläche: 2017 m2
Grundstücksgröße: 7937 m2
Planungsbeginn: 2008
Ende der Bauarbeiten: 2011
Fassaden aus Zement und Polykarbonat
Tragwerk aus Stahl und Beton
Betonfußboden
Bildnachweis: © Joaquín Ponce de León, gpy arquitectos

World Architecture Festival 2011 - Shortlisted
International Architecture Award 2013, The Chicago Athenaeum


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