01-08-2002

Frederick Fisher
P.S. 1 Contemporary Art Center
New York

USA,

Schule, Museen, Sport & Wellness, Halle, Art Center, Institutionen,

Messen,

Projektentwurf: Frederick Fisher & Partners, mit D. Coriaty und D. Prendergast
Auftraggeber: Institute for Contemporary Art, New York
Bauunternehmung: Foundation Construction Consultant
Standort: Long Island City, Queens, New York
Entwurfsjahr: 1995
Baujahr: 1997
Gegenstand des Projekts: Umstrukturierung eines Schulgebäudes für Ausstellungszwecke
Bebaute Fläche: 11.612 m2
Kosten: $ 8.500.000



Frederick Fisher<br> P.S. 1 Contemporary Art Center<br> New York Die karge, funktionale Ästhetik des Komplexes erscheint dem ästhetischen und konzeptionellen Programm des Auftraggebers besonders angemessen: Auch wenn das PS 1 1999 in den Verband des MoMa aufgenommen wurde, war nämlich der ursprüngliche Auftraggeber das Institute for Contemporary Art: Seit 1971 verfolgt diese Institution die Absicht, künstlerische Werke und Installationen in Räumen auszustellen, die nicht der offiziellen Kultur gehören, sondern in improvisierten Räumen oder aufgelassenen Gebäuden bestehen. Das ICA, das bis zu diesem Zeitpunkt nicht über einen ständigen Sitz verfügt hatte, wählte gezielt Orte wie den unter Brooklyn Bridge gähnenden Raum, um die Freiheit der Avantgarde-Kunst zu verteidigen, die sich jeder doktrinären oder kommerziellen Logik entzieht: eine Art von Werkstätte in progress in der Stadt, die sich für die Sesshaftwerdung angemessenerweise für die Ästhetik einer "Kunst-Werkstätte" entscheidet.
Die Direktorin des ICA, Alanna Heiss, hatte den Schulkomplex 1976 erworben, doch aus Budget-Gründen begann sie sofort mit der Ausstellungstätigkeit, ungeachtet des schlechten Bauzustandes, dem in Folge nur durch begrenzte Maßnahmen entgegengewirkt wurde.
In den Neunziger Jahren entschloss sie sich jedoch schließlich zu einer umfassenden Restaurierung und verpflichtete Fisher als Architekten.
Das Ergebnis des Projekts ist ein Mauergehäuse, das den Eindruck einer zerkratzten und bruchstückhaften Haut vermittelt und die Komplexität der verschiedenen Bauschichten nicht verbirgt, sondern vielmehr ihren archäologischen, abwechslungsreichen, ja als délabré zu bezeichnenden Aspekt hervorhebt. So wird vermieden, dass die Räumlichkeiten sich mit den Exponaten (darunter Werke von Turrell und Serra) messen, sondern Anregung zu anderen Formen der Kreativität liefern.
Fisher verfügt im Übrigen nicht nur über große Erfahrung in den Bereichen der Ausstattung und Museographie, sondern auch in der direkten Zusammenarbeit mit Künstlern: Zu seinen Arbeiten gehören nicht nur berühmte Museen wie der Launder Wing des Colby Museum of Art, Kalifornien, oder die L.A. Lover Gallery in Venice, sondern auch Studios, Lofts und Wohnhäuser von Künstlern, wie das Herman Residence and Studio.
In all diesen Projekten beweist der Architekt denselben kohärenten Ansatz, der das PS 1 prägt: das Anliegen, einen unaufdringlichen Kontext zu schaffen, in dem emphatische Gesten vermieden werden, um einen häuslichen, neutralen, introspektiven Raum zu erzielen. Jener "Spiritual Space" (wie schon der Titel der ersten ihm gewidmeten Monographie lautete), der aus einer Sensibilität für den Kontext und die Benutzungsbestimmung entsteht und ihn veranlasst, wie Fisher selbst erklärte, "die Ästhetik des Architekten" aufzugeben, um "die Auferlegung einer rationalen Ordnung zu vermeiden. Denn dies ist immer eine riskante Sache."

Elena Franzoia

PS1 Contemporary Art Center
22-25 Jackson Av.
11101, Long Island City, NY
tel. 718.784.2084
e-mail: mail@ps1.org
LInk: www.ps1.org

FREDERICK FISHER &amp;PARTNERS, Architects
12248 Santa Monica Blvd.
90025-2518,Los Angeles, California
USA
tel. +1 310 820 6680
fax +1 310 820 6118
e-mail: fredf@ff-p.com

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