15-09-2004

FLUID,
Architetti Associati

Michele Marchese,

Rom,

Freie Zeit, Bar,

Holz,

"Die Verherrlichung des Tastsinnes. Besser gesagt: Die Verherrlichung der taktilen Bedürfnisse", so freut sich vergnügt Michele Marchese, 46 Jahre, Architekt catanesischer-amerikanischer Herkunft, während er mit einem Montblanc-Bleistift spielt.
Seine neueste Schöpfung heißt Fluid.
Hundertvierzig Quadratmeter Lokal - eine spektakuläre Music-Bar mit Djset - eröffnet im Leib eines römischen Gebäudes, das auf seine Weise "historisch" ist: der Palazzo in der Via del Governo Vecchio beherbergte in den 70er Jahren den radikalsten Feminismus und dessen tiefgreifenden politisch-soziologischen Diskussionen.



FLUID,<br> Architetti Associati Die lange gebogene Theke - 12 Meter, die sich in die Tiefe erstrecken und dem Volumen des Raumes folgen - ist Materie im reinsten Zustand: wei?e Flusskiesel, glatt und poliert, eingefangen - aber mit einer gewissen Bewegungsfreiheit - in einer gitterartigen Struktur aus Rundstahl in der Form eines Flugzeugflugels.
Kiesel, mit denen man spielen kann, Kiesel, die man streicheln kann, wenn man seinen Drink an der Theke gelehnt genie?t. Die Theke versteckt eine technologische Seele, die kaum von dem wei?en Licht enthullt wird, das merkwurdige Formen auf den Fu?boden aus schwarz gestrichenem Wenge-Holz projiziert.
Materischer Gegensatz also, aber auch farblicher Kontrast, der nur ein wenig von einem atherischen Nebel abgeschwacht wird, der weich und untastbar uber dem gesamten Fu?boden wabert.

Fluid ist spielerisch. Jedes Element, jedes Detail dient dazu, uns daran zu erinnern. Wie die der Theke entgegen gesetzten Wande: Stroh und Schlamm, von Hand geknetet und auf riesige runde Kulissen gegossen, die nur durch eine Lichtexplosion von der Wand entfernt sind. Spielobjekte, ja, aber immer funktionell - sie verstecken ein technologisches Inneres, das pulsierende Herz der Klimaanlage.
Wie die Lampen von Catellani&Smith: enorme Kugeln aus glanzendem Eisendraht, die auf halber Hohe hangen und von reinwei?en LED durchzogen sind. Wie die kleinen Eisendrahtknauel, die auf der Theke und auf den Tischen stehen. Sie sind einladend: man muss sie nur anfassen und schon gehen sie an. Noch eine sanfte Beruhrung, und sie schalten sich wieder aus.
Das richtige "Spiel" spielt sich aber auf der Ruckwand ab. Buhnenwirksam und beleuchtet fasziniert sie einen schon beim Betreten des Lokals: eine Kaskade blauen Wassers, "das essentielle Lebenselement", so Michele Marchese.

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