10-04-2013

Fernández + Abalosllopis: Kinderhort Can Feliç in Spanien

Enrique Fernandez Vivancos,

© Jose Manuel Cutillas,

Spanien,

Kindergärten,

Holz, Zement,

Die Architekten Fernández -Vivancos und Abalosllopis haben den Kinderhort Can Feliç in Benicàssim in Spanien gebaut. Die Architektur wird zum Botschafter der Werte, die sie beherbergt und schafft dabei einen Ort der Erziehung und der Gemeinsamkeit. Fünf Pavillons um einen überdachten Hof und das Grün des Gartens, das von den perspektivischen Ausschnitten eindringt. Das Werk wird von ausgesuchten Materialien ergänzt, Sichtbeton und Zierholz.



Fernández + Abalosllopis: Kinderhort Can Feliç in Spanien
Der Entwurf für eine Schule oder jedes andere Bauwerk mit erzieherischem Ziel zieht die Analyse des Themas der Koexistenz nach sich. Der Sitz des Kinderhorts Can Feliç, realisiert von Fernández-Vivancos und Abalosllopis in Benicàssim in Spanien, ist ein Werk, das auf dem Grundsatz der Gastlichkeit und der gemeinsamen Nutzung beruht: Die Architektur nimmt ihre Form von den menschlichen Bedürfnissen an, um deren Respekt und die Umsetzung bei der Grundrissgestaltung zu vermitteln. Die gewählten Materialien helfen bei der Rationalisierung dieser Bedürfnisse: Sichtbeton beim Tragwerk und Holz für die Fußböden, Türe und Fenster sind die Kombination des Wesentlichen, das dem Reichtum des menschlichen Elements Raum lässt.
In einem Garten gelegen, gliedert sich der Kinderhort Can Feliç der Gemeinde von Benicàssim in 5 Pavillons, deren unregelmäßige Anordnung - die nicht von geraden Linien markiert wird - es gestattet, unzählige Ausblicke auf die Grünflächen zu haben, hohe Bäume, die von den Ecken des Bauwerks hervorstehen, so als wären sie Teil des Lebens der Kinder.

Bei Betrachten des Grundrisses bilden die Pavillons einen Kreis und zeichnen einen Hof, der von einem Dach mit Zementträgern überdacht wurde, welches das Licht eindringen lässt. Die Metapher ist die einer kleinen Stadt mit ihren Bauten, die auf den Platz schauen oder auch die einer Familie, wo die einzelnen Mitglieder miteinander für das gemeinsame Wohlergehen interagieren.
Die Verwendung von Holz als Fußboden im Kontrast zum Brutalismus des Betons spielt auf das Thema der Beziehung zwischen Außen und Innen an, wo das Holz Wärme und Gemütlichkeit vermittelt und gleichzeitig an die Präsenz der Natur und des umliegenden Gartens anspielt.
Die interne Organisation der Pavillons steht im Zeichen der Effizienz: Zwei oder drei Zimmer, die sich Toiletten und Zusatzräume teilen, liegen auf der einen Seite. Die anderen drei sind hingegen frei und öffnen den Blick auf den Garten. Die Verteilung der 5 Pavillons folgt keinem regulären Raster, sondern jeder ist schräg zu den anderen angeordnet, sodass das Licht an mehreren Stellen und je nach Tageszeit anders einfallen kann, was somit eine zu starke Bestrahlung einiger Stellen und damit ein Überhitzen vermeidet.


Mit dem gleichen Ziel wurden auch die Außenfassaden der Pavillons in Ortbeton gestaltet, die sich durch Mauern mit einer gewissen Dicke auszeichnen, in denen Fenster unterschiedliche Größe realisiert wurden, die das Innen vom Außen isolieren. Die Architekten haben es verstanden, das Thema der tiefen Fenster auszunutzen, die von Holzläden umrahmt sind, um dynamische Frontseiten zu schaffen.
Die kalte Farbe des Betons wird überall von der Präsenz des Holzes abgeschwächt, dessen Tonarten an die des Bodenbelags draußen und natürlich an die Töne des Gartens erinnern.

Mara Corradi

Entwurf: Enrique Fernández-Vivancos und Abalosllopis (Ana Ábalos Ramos, Pablo Llopis Fernández)
Bauträger: Gemeinde von Benicàssim
Ort: Benicàssim (Spanien)
Tragwerksplanung: David Gallardo Llopis
Bruttonutzfläche: 2340 m2
Planungsbeginn: 2009
Ende der Bauarbeiten: 2009
Holzfenster aus Rotkiefer
Zementtragwerk
Holzfußboden aus roter Kiefer
Murales: Victoria Scotti
Bildnachweis: © José Manuel Cutillas

www.fernandez-vivancos.com
www.abalosllopis.com


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