03-02-2010

Farewell Chapel: Ein Tor auf das Territorium

OFIS architects,

Janez Martincic,

Ljublijana, Slowenien,

Landschaft, Kirchen & Friedhöfe,

Zement, Holz,

Das Büro OFIS hat eine Kapelle für den Friedhof eines slowenischen Ortes entworfen. Durch Grabungen im Hügel wurde der Platz geschaffen, um das Bauwerk aufzunehmen, das sich heute als natürliche Verlängerung des Territoriums gibt.



Farewell Chapel: Ein Tor auf das Territorium

2005 hat der kleine Ort Krasnja in Slowenien mit wenig mehr als 300 Einwohnern in der Nahe von Ljubljana, den Wettbewerb fur den Bau der Friedhofskapelle ausgeschrieben und das Projekt von Rok Oman und Spela Videcnik (OFIS arhitekti) gewahlt. Au?er dem Friedhof, der sich zu Fu?en eines Hugels am Ende des Dorfes befindet, wurde ein 350 m2 gro?es Grundstuck bestimmt, auf dem der Bau stehen sollte. Da ein leichtes Gefalle zu berucksichtigen war, haben die Planer beschlossen, dieses zu nutzen, um die Verbindung zwischen der Kapelle und ihrem Umfeld zu behaupten. Ein Teil des Hugels wurde in der Tat so abgegraben, dass die Mauern dort stehen konnten, die begleitend zu den Kurven der Hohe entworfen wurden.Die Strukturen aus unverputztem Zement folgt den drei Kurven, die den Raum definieren und teilen: Eine umarmt das Erdreich des Hugels, die andere setzt die erste fort und verlangert sich in die Rampe, die zum Dachgarten fuhrt und die dritte markiert den heiligen Raum. Der Raum ist mit Larchenholzlatten verkleidet, die dem Ort Bedeutung verleihen. Dieser und das gro?e kreuzformige Oberlicht sind die einzigen Merkmale des Raumes, in dem die Feierlichkeiten stattfinden.

Die Morphologie der Gegend liest sich in den Formen der Architektur, die ebenfalls auf die Metamorphose der Grotte als Kultort anspielen, erst fur die Heiden, dann fur die Christen. Anders als bei den Grotten oder Kultbauten, die traditionsgema? in sich gesammelt liegen und zuruckhaltend sind, ist diese Kapelle hingegen komplett auf den Blick nach Au?en geoffnet, wie ein auf das Gebiet hin offenes Tor.Die Holzverkleidung setzt sich namlich auf der Au?enwand fort und die Bodenfliesen unterscheiden sich nur leicht von der Zementfarbe. Nur die gro?e Glaswand definiert die raumliche Grenze, ist aber komplett durchsichtig, sodass – wenn man sich unter dem Licht des Kreuzes befindet - das Ambiente offen und luftig erscheint. Fur die Abendstunden sind vier Spots unter der Uberdachung au?en angebracht, wahrend als Ersatz fur das Sonnenlicht ein Lichterrahmen dem Weg des Kreuzes folgt und dieses mit einem speziellen mystischen Effekt beleuchtet. Entlang der Wand an der Hugelseite sind die offentlichen Toiletten untergebracht, die von au?en zuganglich sind, eine Garderobe und ein Technikraum. Von der Stra?e geht eine Rampe ab, die zur Spitze der Kapelle fuhrt, wo der Hugel sich in das begrunte Dach erstreckt: Von hier aus kann man den Ort betrachten und sich im Gebet zum Friedhof hin wenden.Die Verwendung des Zements, der von den Holzverkleidungen abgemildert wird, nimmt der Naturlichkeit nichts, mit der dieses Bauwerk sich in die Landschaft einfugt. Nur 180.000 Euro Ausgaben, um von den Erdarbeiten bis zum Dach ein ansprechendes und praktisches Projekt zu realisieren, das in seinen Tonen und Abmessungen dem Kontext und seinem Bestimmungszweck angemessen ist.

Das interessante formale Ergebnis der Friedhofskapelle des kleinen Ortes Krasnja ist ein Beispiel dafur, dass die Architektur keine gro?en Auftraggeber oder Stararchitekten benotigt, um ein Ort von Interesse zu werden.
von Mara Corradi

Projekt: OFIS (Rok Oman, Spela Videcnik, Andrej Gregoric, Janez Martincic, Magdalena Lacka, Katja Aljaz, Martina Lipicer)
Auftraggeber: Gemeinde von Krasnja (Slowenien)
Ort: Krasnja (Slowenien)
Tragwerksplanung: ELEA iC
Bruttonutzflache: 210 m2
Grundstucksgro?e: 350 m2
Grunflache: 140 m2
Einladungswettbewerb: 2005
Beginn der Bauarbeiten: 2008
Ende der Bauarbeiten: 2009
Strukturen aus Zement und Glas
Verkleidung aus Larchenholz
Fotografie: Tomaz Gregoric

www.ofis-a.si


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