18-02-2015

Dorte Mandrup Arkitekter gestaltet das Råå Day Care Center in Schweden

Dorte Mandrup Arkitekter,

© Adam Mørk,

Øresund,

Schule, Kindergärten,

Holz,

Sanierungs,

Dorte Mandrup Arkitekter schaut auf die traditionellen Wohnhäuser der Fischer von Råå ohne dabei in den ortseigenen Stil zu verfallen. Das Råå Day Care Center an der schwedischen Küste der Meerenge vom Öresund ist ein Bauwerk für Kinder, das nach den Grundsätzen eines kreativen Spiels und gemäß dem in der Landschaft integrierten Wohnen konzipiert wurde.



Dorte Mandrup Arkitekter gestaltet das Råå Day Care Center in Schweden

Das Råå Day Care Center nach einem Entwurf des dänischen Büros Dorte Mandrup Arkitekter entsteht aus der Beobachtung des Ortes als erstem Kapitel der Kindererziehung. Im Råå Day Care Center des Büros Dorte Mandrup Arkitekter wird mit Kreativität ein Aspekt der Geschichte von Råå nachvollzogen, das einst ein Fischerdorf an der Meerenge vom Öresund auf der schwedischen Seite war. Diese Geschichte wird hier in einem architektonischen Stil interpretiert, der uns nahe ist und sich durch eine besondere Dynamik auszeichnet.
Der neue Kindergarten befindet sich an einer Ecke des bereits vorhandenen Schulgebäudes und liegt auf einer Erdzunge, die das Bauwerk von der Bucht trennt. Hier standen die Bootshäuser, mit ihren Giebeldächern und dem großen Tor, um die Boote zu verstauen. Ein verlorener Horizont, der trotzdem der Erinnerung derjenigen angehört die hier leben oder diesen Ort besuchen. 

Diese kulturelle Basis wurde hier zur Gelegenheit der Sanierung dieses Teils der Bucht dank einer neuen Architektur, die sich an den alten Fotos der Strandpromenade anlehnt, in der die spitzen Dächer der Bootshäuser, eines neben dem anderen, sich in einer gezackten Linie vom Horizont absetzen. So besteht der Grundriss des Råå Day Care Center aus einzelnen, geschlossenen Volumen, die von gemeinschaftlich genutzten Räumen und Plätzen verbunden werden und sich alle unter der schützenden Umarmung eines einzigen großen Daches befinden. Die vier Tympanons zwinkern der einheimischen Tradition zu, trotzdem verändern die Struktur, die Verkleidung der Fassaden und die gesamte Form des Daches, das einen einzigen Holzmantel bildet, der bis zum Boden reicht, komplett die Stilsprache des Projekts. Das Gebäude scheint aus einem einzigen Block gehauen zu sein – wie en Objekt in architektonischem Maßstab als Ergebnis der 3D-Modellierung. Dieses ist wahrscheinlich das Element, welches das Bauwerk in unserer Zeit verankert und es uns als aktuell wahrnehmen lässt und somit definitiv von seinem historischen Modell entfernt. Das alte Tor wird hier zu einem große Fenster: der Holzmantel aus Robinie weist große verglaste Öffnungen auf, von denen zwei nach Innen und zur Schule hin blicken. Im Dach befinden sich vier große Oberlichter.

Die Tageslichtbeleuchtung und die visuelle Beziehung mit der Landschaft gehören zu den wichtigsten Themen des Projekts und lassen sich beide anhand der verglasten Flächen nachvollziehen. Diese sind nämlich extra so ausgelegt, dass sie das ganzjährig verfügbare Sonnenlicht genießen und die Natur – die Bucht und die Aussicht, die einst die Fischer hatten – in den Alltag der Kinder einbeziehen.
Fenster und Oberlichter entsprechen dann den vier Räumen, in denen sich die Kindergruppen befinden. Diese Räumlichkeiten sind frei im Grundriss des einzigen Stockwerks angeordnet und werden von als Regalen gestalteten Wänden begrenzt. Sie blicken auf die Gemeinschaftsbereiche, die einen weitläufigen und vielgestaltigen Spielpfad beschreiben. Im Inneren verleihen die Farbtöne des Furnierschichtholzes, mit dem alle Einrichtungsgegenstände und die Bücherwände gestaltet sind, den Räumen besondere Wärme und stehen im Farbkontrast zum erbsengrünen Linoleumboden. Die als Trennwände fungierenden Regale umrahmen überraschende Ausblicke zwischen diesen Räumen, während die unterschiedlichen Neigungen des Daches abgeschiedene und versteckte Orte schaffen, die zum Spielen und zur gemeinsamen Nutzung anregen.


Bei der Außengestaltung, die einen Spielplatz mit Sandkasten und autochthonen Pflanzen umfasst, gehört auch das große Dach, das eine künstliche und teilweise, über zwei extra für das Kletterbedürfnis integrierte Treppen begehbare Landschaft bildet.

Mara Corradi

Entwurf: Dorte Mandrup Arkitekter 
Bauträger: Stadt Helsingborg 
Ort: Kustgatan 1, 252 70 Råå, Skåne (Schweden)
Tragwerksplanung: Tyréns AB 
Landschaftsplanung: Marklaget AB 
Bruttonutzfläche: 525 Quadratmeter
Planungsbeginn: 2008
Ende der Bauarbeiten: 2013
Bauunternehmen: Tyréns AB
Türen und Fensterrahmen aus eloxiertem Aluminium
Tragwerk aus Stahl und Holz
Linoleumfußböden
Interne Einbauwände aus Kerto-Funierschichtholz
Externe Verkleidung aus schwedischer Robinie
Bildnachweis: © Adam Mørk

http://www.dortemandrup.dk

Skåne’s Architecture Prize - 2014


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