20-05-2015

Dominique Coulon renoviert das städtische Hallenbad von Bagneux Paris

Dominique Coulon associés,

© Clément Guillaume,

Paris,

Sport & Wellness,

Zement, Holz, Stein,

Sanierungs,

In Bagneux, einem Vorort von Paris, hat Dominique Coulon das städtische Hallenbad renoviert und erweitert und eine Architektur im Dialog mit dem Stadtviertel geschaffen. Dominique Coulon stellt dem alten Schwimmbad einen neuen Betonbaukörper voran, der die Eingangshalle und die Sonnenterrasse beherbergt.



Dominique Coulon renoviert das städtische Hallenbad von Bagneux Paris

Bagneux ist ein Vorort der südlichen Peripherie von Paris und hat jetzt ein neues Hallenbad – das Ergebnis der Renovierung und Erweiterung durch das Architekturbüro Dominique Coulon et associés nach dem Sieg bei einem Wettbewerb. Fünf Jahre Arbeit, von den ersten Zeichnungen bis zur Vollendung der erneuerten Sportstruktur in Bagneux: ein Eingriff in einem mindestens 60 Jahre alten Bestand, der unter schlechter Instandhaltung gelitten hatte. Das städtische Hallenbad von Bagneux war Ausdruck einer anonymen Bauform, die die Wohnanlagen und Fabriken, öffentliche wie private Bauten kennzeichnete und dabei die Landschaft ihrer Identität beraubte - aufgrund des Mangels an erkennbaren Orten der Gemeinsamkeit. Das Schwimmbad aus Beton unterschied sich von den linearen Wohnanlagen, die jetzt wie eine Reihe von Schnitten im Grundriss aussehen, nur weil das Gebäude als solches niedrig und fensterlos ist.

Aufgrund der Notwendigkeit den Bestand vor allem aus Kostengründen zu bewahren, hat Dominique Coulon ein Sanierungsprojekt der Räume und des Bildes der Architektur sowie eine Erweiterung der Funktionen konzipiert. So wurde ein Baukörper auf zwei Etagen in den Bereich vor dem alten Block eingefügt und beherbergt nun die neuen Räume, die mit den Aktivitäten des Schwimmbads verbunden sind, wie der Hammam, die Sauna, der Entspannungsbereich usw. Dieser Baukörper verlängert sich in einem niedrigeren und schwebenden Körper, in dem die Eingangshalle im Erdgeschoss zu finden ist, überragt von einer großen Freiluftterrasse mit Holzdecke auf der Höhe der Becken. Beide Gebäude, das Alte wie das Neue, sind aus Beton und bewahren ihre jeweilige Autonomie, die von einem Vakuum betont wird, das die Anlage durchquert und wo ein großer Bogen gestaltet wurde, der von den messerartig angeordneten Pfeilern durchbrochen wird. Diese Pfeiler verjüngen sich zur Basis hin und sind abwechselnd geneigt. Ein Zitat der bestehenden Pfeiler, die das Dach der Schwimmbecken tragen.
Der ursprüngliche Baukörper wurde mit einem Dämmmantel und mit einer durchgehenden Fassade mit Sonnenschutz versehen, die den Bau auf der Eingangsseite markiert. Der große Bogen, der jetzt auf der Vorderseite ist, trägt zum Schutz der Innenbecken vor der Besonnung bei und zeichnet lange Schatten auf der Terrasse – zur Entspannung der Badegäste.


Die Farbe Wasserblau wird in vielen Details dekliniert: Es ist die Tonart der großen Ostwand des alten Körpers, wo der “stumme” Beton farblich vibriert und zum Hauptdarsteller im Viertel wird; die Farbe Blau ist auch im Luserna-Stein der Fußbodengestaltung “ad opus incertum”, d.h. mit unregelmäßiger Verlegung, und bei einigen anderen Oberflächen zu finden; Blau sind auch die vorhandenen Tribünen, im Gegensatz zum Weiß im Bereich der Schwimmbecken und der Pfeiler. 
Die geraden Linien und die spitzen Winkel, die die Baukörper extern kennzeichnen, weichen im Inneren der Spa, beim Hammam, bei der Sauna und dem Ruhebereich auf, wo die räumlichen Grenzen nicht mehr definiert sind und das Konzept des Raums als schützender Hülle vorherrscht.
Mit der verglasten Halle, der Terrasse, die von oben auf das Stadtviertel schaut und mit der durchgehenden Fassade, die den Menschen den Blick auf das Innere ermöglicht, geht das Schwimmbad von Bagneux den Dialog mit dem Umfeld ein und öffnet sich der gemeinsamen Nutzung der Sportanlagen, die zuvor in ihrer Anonymität eingeschlossen waren. 

Mara Corradi

Project: Dominique Coulon et associés, Architects
Project Management: Dominique Coulon, Benjamin Rocchi
Collaborators: Arnaud Eloudyi, Sarah Brebbia, Gautier Duthoit
Client: Communauté d’agglomération Sud de Seine
Location: 1 avenue de Stalingrad 92 220 Bagneux (France) GPS : 48.804271, 2.317933
Construction site supervision : Agence Olivier Werner

Engineering and Consulting
Structural Engineer : Batiserf Ingénierie
Mechanical Electrical Plumbing Engineer : Alto Ingénierie
Cost Estimator : E3 Economie
Acoustics : Euro Sound Project
GFA: 3431 m2
Start of planning phase: 2009
End of works: 2014

Firms
CARI (structure), DBS (water proofing, roofing), Reithler (exterior joinery), SPR Bâtiment et industrie (external insulation), Myrtha Pools (stainless steel metalworks), Darbois (interior wood work), ERI (metal works), Luso plaque et plâtre (plastering and painting works), Koehler & Fils (tiled and screed works), Etandex (resin floors), Euro-ascenseur (elevator), Huard (electricity), Guiban (heating, ventilation, water treatment), Suede Sauna (sauna – hammam)

Photography: © Clément Guillaume, David Romero-Uzeda


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