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Diener & Diener


Biografie

Das internationale Schweizer Architekturbüro Diener & Diener mit Sitz in Basel nahm diesen Namen 1980 an, als Roger Diener (1950) offiziell in die Firma seines Vaters Marcus Diener (1918-1999) einstieg.
Das 1942 von Marcus Diener gegründete Büro errichtete zwischen den 1950er und 1960er Jahren eine Vielzahl von Bauten (Häuser, Büros, Palais, Kinos).

Mit dem Eintritt von Roger Diener und seinen Projekten, die zusammen mit J. Erb, D. Righetti, A. Rüedi und W. Schett durchgeführt wurden, nahm die „zweite Generation“ des historischen Büros in wenigen Jahren eine internationale Dimension an. Neben Basel verfügt Diener & Diener Architekten heute über ein Planungsbüro in Berlin mit einem Team von rund 50 Fachleuten unterschiedlicher Nationalität.
Dieter Righetti (1946) ist seit 1985 Mitglied der Geschäftsleitung, seit 2011 sind Terese Erngaard, Michael Roth und Andreas Rüedi Partner.

Roger Diener unterrichtet auch an der Ecole Polytechnique in Lausanne (EPFL), Harvard, Amsterdam und an der Royal Academy in Kopenhagen (1987-1994) und war von 1999 bis 2015 Professor an der ETH in Zürich.
Spezialisiert auf städtische Wohnkomplexe und große Büro- und Geschäftshäuser „mit einfachen Volumen und inspiriert von einem Minimalismus in ständiger Spannung mit dem umgebenden Raum“ (Treccani), wird das Architekturbüro „mit dem Bau von 4 Wohnkomplexen berühmt, die die historische Struktur des Arbeiterquartier Kleinbasel vervollständigen und die für Auftragsarbeiten im 19. Jahrhunderts typische Dichte neu interpretieren“ (Bideau).

Bereits mit den ersten Arbeiten in Basel verfolgte das Büro eine „grammatikalische Rekonstruktion“ (auch in den Gebäuden St. Alban und Burgfelderplatz sichtbar), die „den Zitaten ein starkes sprachliches Potenzial verleiht, um den urbanen Kontext, in dem sie agieren, kritisch nachzulesen“.

Ein Beispiel ist das Bürohaus in der Hochstraße (1988), wo „die neomoderne Sprache einem minimalistischen Ausdruckssystem Platz macht“.
Es folgen eine Reihe von Projekten (Palazzo Fides, Palazzo am Picassoplatz, SBV Training Centre), in denen die Spannung des Bauens, die vor allem durch die besonderen Lösungen bei Fenstern und Öffnungen umgesetzt wird, den Fokus des Büros auf plastische und morphologische Fragestellungen offenbart.

Mit italienischen Einflüssen (A. Rossi, G. Grassi) zielen Diener & Dieners urbane Projekte darauf ab, „einzelnen großen, anonymen Konstruktionen eine metaphysische Präsenz zu verleihen“.
Hervorzuheben sind auch die Galerie Gmurzynska in Köln (1991) und die Zusammenarbeit mit dem Maler Helmut Federle und dem Architekten Gerold Wiederin für den Novartis Hauptsitz in Basel (2005).

Der Kontext, in dem sich ein Gebäude befindet, ist ebenfalls eine Priorität bei ihren Arbeiten. In der Entwurfsphase stellt sich das Büro „Fragen, die über die reine Form hinausgehen und versucht, einen Zusammenhang zwischen dem Bauvorhaben und dem sozialen Zusammenhalt der Stadt herzustellen. Die Schlussfolgerungen dieses Prozesses bilden den Rahmen für Architektur und Stadtplanung für das jeweilige Projekt. Folglich muss das Bauvorhaben bzw. der Zusammenhang zwischen dem Bauprogramm und des Ortes jedes Mal von Grund auf neu definiert werden".

Seit dem Jahr 2000 baut das Studio nicht nur Wohnprojekte, sondern arbeitet auch an Erweiterungen wie der Schweizer Botschaft in Berlin (2002), der Galleria d’Arte Moderna in Rom (2004) und dem Museum für Naturkunde in Berlin (2010).
Roger Diener erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter die Grande Medaille d'Or de l'Académie d'Architecture de Paris (2002), den Swiss Prix Award Meret Oppenheim (2009) und die Heinrich-Tessenow-Medaille (2011).

Roger Diener ist seit 2013 aktives Mitglied der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege und seit 2014 Mitglied des Baukollegiums Berlin. Darüber hinaus war er Vorsitzender von Jurys bei wichtigen internationalen Wettbewerben, darunter die Verleihung des Kanal - Centre Pompidou in Brüssel (2018), die den Studios noAarchitecten (Brüssel), EM2N (Zürich) und Sergison Bates (London) übertragen wurden.

Zu den Ausstellungen, die sich der architektonischen Arbeit des Büros widmen, gehören „From city to detail" (London, 1992), „Das Haus und die Stadt“ (Luzern, Zürich, 1995) und „Diener & Diener - Architecture as urban development“ München (2005).
Im Jahr 2011 erschien eine detaillierte Monographie, herausgegeben von Roger Diener, Joseph Abram und Martin Steinmann, Phaidon Edizioni.
 
Diener & Diener: Berühmte Werke und Projekte
 
- Uffici Swiss Re Next, Zurigo (Svizzera), 2017
- Maison Davidoff, Basilea (Svizzera), 2017
- Appartamenti, Champfèr (Svizzera), 2013
- House Rewers Rahbek, Falster (Danimarca), 2011
- Shoah Memorial Drancy (con E- Lapière e J.L. Cohen), Drancy (Francia), 2011
- Mobimo Tower, Zurigo (Svizzera), 2011
- Estensione dell’ala est, Museo di Storia Naturale, Berlino (Germania), 2010
- Music House, Monastero Benedettino Einsiedeln (Svizzera), 2010
- Novartis, Campus, Forum 3, Basilea (Svizzera), 2005
- Ampliamento della Galleria d’Arte Moderna, Roma (Italia), 2004
- Ampliamento dell’Ambasciata svizzera, Berlino (Germania), 2002
- Museo della Ruhr Zeche, Essen (Germania), 2002
- Complessi residenziali KNSM-Java-Island, Amsterdam (Paesi Bassi), 2001
- Centro Culturale PasquArt, Biel (Svizzera), 2000
- Migros Shopping Center, Lucerna (Svizzera), 2000
- Costruzione di immobili multifunzionali Neue Promenade, Berlino (Germania), 1998
- Complesso per abitazioni e uffici, Warteckhof, Basilea (Svizzera), 1997
- Abitazione in Rue de la Roquette, Parigi (Francia), 1996
- Centro di formazione Sbv, Basilea (Svizzera), 1994
- Complesso amministrativo Picassoplatz, Basilea (Svizzera), 1993
- Galleria Gmurzynska, Colonia (Germania), 1991
- Palazzo per uffici in Hochstrasse, Basilea (Svizzera), 1988
- Residenze multifamiliari St. Alban-Tal, Basilea (Svizzera), 1986
- Immobili sulla Hammerstrasse e sul Riehenring, Basilea (Svizzera), 1981-1985
 
Offizielle Webseite
 
www.dienerdiener.ch


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