24-01-2008

Die Zugangsbrücke zum Triennale Design Museum, Michele De Lucchi, Mailand, 2007

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Am vergangenen 6. Dezember wurde in Mailand das so lange erwartete und oft heiß diskutierte Triennale Design Museum eröffnet.



Die Zugangsbrücke zum Triennale Design Museum, Michele De Lucchi,  Mailand, 2007 Das Museum fügt sich in ein umfassenderes Sanierungs-, Ordnungs- und Anpassungsprogramm des gesamten Triennale-Palazzo unter der Leitung von Michele De Lucchi ein.
2002 wurde der Architekt damit beauftragt, den ursprünglichen Formen des Baus, der 1931 von Giovanni Muzio entworfen wurde, wieder neuen Glanz zu verleihen, mit großer Aufmerksamkeit bezogen auf die Wesentlichkeit der Räumlichkeiten, der Verteilung des Tageslichts und der heiklen Beziehung zwischen Innen- und Außenräumen.
Alle Ausstellungsräume der Triennale wurden den internationalen Museumsstandards angepasst und die Arbeiten haben zur Überholung der elektrischen und der mechanischen Anlagentechnik, der Klimaanlage des Ehrensaals, zur Realisierung der Projekt-Bibliothek und eines Magazins für die Werke der Sammlung geführt, sowie zur Erweiterung der Bodenfläche und zur Rückgewinnung der Originalfenster.
Innerhalb des Gesamtprojekts besteht das innovative architektonische Element aus dem Eingang des Triennale Design Museum, der sich durch ein großes Portal aus Stahl und Glas kennzeichnet und den man nach Überqueren eines hängenden Gehsteigs mit einer freien Spannweite von rund 14 Metern erreicht: Eine Brücke, die es dem Museum ermöglicht, selbst im Inneren der Triennale und dabei ein autonomer und in seiner Funktion sichtbarer Körper zu sein. Die Brücke ist außerdem eine starke visuelle Attraktion und besteht aus einem einzigen gefrästen aus Bambus-Schichtholz von Archlegno realisierten Block, der seitliche Brüstungen hat, die in den kleineren Abschnitt "eingesetzt" sind. Diese Brüstungen sind aus gehärtetem besonders hellem Sicherheitsglas und werden durch zwei dünne Handläufe aus grau lackiertem Stahl verbunden. Die Brücke ist 13,85 m lang, 1,66 m breit, 0,66 m hoch, mit Brüstung 1,76 m und wiegt ungefähr 5000 kg, mit einer Traglast von 400 kg/m². Sie wurde in der Fabrik montiert und bereits in allen ihren Teilen fertig zusammen gebaut, dann in die Baustelle gebracht. Sie ist wie ein Designobjekt, das an seiner vorgesehenen Stelle eingefügt wurde.
Bei der Brücke handelt es sich in der Tat um einen einfach aufgelegten isostatischen Träger aus einem Stück, der aus Leistenbambusholzlatten konstruiert wurde, mit der Schichtholztechnologie miteinander verklebt. Die Endbearbeitung in den beiden Richtungen, längs und quer, wurde mit numerisch gesteuerten Fresen ausgeführt. Der Bambus wurde wegen seiner hervorragenden ästhetischen Eigenschaften und seiner mechanischen Resistenz ausgewählt. Außerdem wurde er ausgewählt, weil er als Baustoff eine erneuerbare natürliche Ressource mit höchster Leistung und besonders hoher Umweltverträglichkeit ist.

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