09-01-2003

Die Wohnviertel Zen in Palermo und Corviale in Rom werden vielleicht abgerissen

Vittorio Gregotti,

Palermo, Paris, London, Rom,

Residenzen,

Der Wohnkomplex des Corviale von Mario Fiorentino in Rom und das Viertel Zen von Vittorio Gregotti in Palermo könnten dem Abriß geweiht sein.



Die Wohnviertel Zen in Palermo und Corviale in Rom werden vielleicht abgerissen Die Nachricht über die mögliche ?bauliche Verschrottung?, wie sie durch den Nationalverband der Bauunternehmer, die INU und durch die Legambiente definiert wurde, hat zwischen Zustimmung und Polemik, eine lebhafte Debatte über das Schicksal ausgelöst, das den beiden Komplexen des öffentlichen Wohnungsbaus zugedacht werden soll, die mit Sicherheit zu den weniger funktionellen und humanen unseres Landes gehören, jedoch aber gleichzeitig ein Puzzlestein in der Entwicklung der Geschichte unserer Architektur darstellt.

Paris, Berlin und London waren bereits Schauplatz von städtebaulichen Erneuerungen und nicht zufällig wurden Architekten wie Lucien Kroll und Maurice Culot nach Rom eingeladen, um gemeinsam mit der Region Latium, der IACP und der Fakultät für Architektur an der Universität La Sapienza über die Zukunft des Corviale zu diskutieren.

Radikalen und äußerst interventionistischen Meinungen, d.h. fast endgültigen Urteilen, seitens der nationalen Rechten, die tout-court vorschlägt, den Corviale ?wie die Berliner Mauer? abzureißen (wobei auch die Unterschiede im Umfeld ignoriert werden, die hinter den beiden Ereignissen stehen), haben sich mit gewiß gemäßigteren, jedoch vor allem analytischeren und klügeren Verhaltensweisen abgewechselt und auseinander gesetzt, wie die des Architekten Roberto Palumbo, dem Dekan der Fakultät für Architektur von Valle Giulia, der behauptet:

?Corviale ist ein städtebauliches, jedoch vor allem gesellschaftliches und wirtschaftliches Problem, weil viele Häuser durch Personen mit niedrigem Einkommen bewohnt werden. Es wäre ein Fehler anzunehmen, daß ein bauliches Maquillage genügen würde. Man muß an mehreren Seiten arbeiten: der baulichen und der sozialen, durch Eingreifen der Sozialfürsorge und der Assessoraten der verschiedenen lokalen Behörden?.

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