22-10-2014

Die Weinkellerei Bulgari von Alvisi Kirimoto in San Casciano dei Bagni (Siena)

Alvisi Kirimoto + Partners,

Fernando Guerra,

Okazaki,

Keller, Unternehmen,

Metall, Zement,

Nachhaltigkeit,

Alvisi Kirimoto + Partners hat die Weinkellerei Cantine Podernuovo Bulgari in der Gegend von Siena, in San Casciano dei Bagni entworfen. Die Architektur verbindet eine sorgfältige Interpretation des Gebiets und seiner von dem traditionellen Weinbau eingeprägten Zeichen mit Nachhaltigkeit. Die Weinkellerei Podernuovo Bulgari von Alvisi Kirimoto stehen für Respekt und Aufwertung des Territoriums.



Die Weinkellerei Bulgari von Alvisi Kirimoto in San Casciano dei Bagni (Siena)

In der Weinkellerei Cantine Podernuovo Bulgari von Alvisi Kirimoto + Partners in San Casciano dei Bagni verbindet sich die Lesart und die Aufwertung des Gebiets von Siena mit der Nachhaltigkeit und führt zu einer Architektur, die man als Tochter der Landschaft bezeichnen kann. Gemäß den Wünschen der Bauträger hat das Büro Alvisi Kirimoto die toskanische Landschaft von San Casciano dei Bagni genau untersucht und bei der Kellerei Podernuovo Bulgari die klaren Kontraste eben dieser Landschaft zum Ausdruck gebracht.

Das italienische Gebiet ist in vertikaler Richtung getaktet, von der Oberfläche bis in die Tiefen der Erde – Linien, die von der Schichtung der Jahrhunderte und der Geschichte erzählen. In der Horizontalen finden wir die Zeichen der urbanisierten oder landwirtschaftlich genutzten Landschaften. Die Gegend von Siena ist ein deutliches Beispiel der Vorherrschaft des Menschen und seiner Geschichte, nicht nur aufgrund der künstlerischen Schichten, aber auch im Hinblick auf die Landwirtschaft, auf welche die Architektur hier, wo sie als Integration dienen soll, nicht verzichten kann.

Die markanten Muster der Eichen und Linden, die die Grundstücke abgrenzen oder der Rebstöcke, welche dem Verlauf der berühmten Hügel folgen – dies alles sind Zeichen, die das Projekt der Weinkellereien Bulgari von Alvisi Kirimoto + Partners bestimmen. Die atavische Beständigkeit, welche jene Spuren fixiert hat, liest man in den wichtigsten Linien des Projekts, das aus vier geradlinigen und parallelen Trennwänden aus pigmentiertem Sichtbeton bestehen und die sich in ein von Rebzeilen umgebenes Gelände einfügen. Die so bestimmten Räume werden von den Innenwänden unterbrochen und aufgeteilt. Einige dieser Wände sind verglast, um den Blick auf die Umgebung zu gewährleisten, andere ausgefacht und als Abtrennung der technischen Räume gedacht, wo der Wein reift und lagert.

Ein strenger Gestaltungsansatz, bei dem alles sichtbar ist: von der Ausrüstung über die Anlagen bis hin zum Mauerwerk, wo die nackte Architektur – ohne Schmuck oder gestalterische Zierde – an den Einsatz und die Schwierigkeit der Weinbereitung erinnern möchte. Da die Kellereien Podernuovo Bulgari auch für den Besuch und die Kenntnis konzipiert wurden, finden wir im zweiten Geschoss den Saal für die Weinproben mit zwei raumhoch verglasten Wänden, wo man auf der einen Seite die Barriques sehen und auf der anderen die Aussicht auf die Landschaft von Siena genießen kann, deren Gelände mit Macht in den Raum eindringt, der von den beiden tragenden Trennwänden markiert wird, die sich in ihr verankern.



Alvisi Kirimoto liest die Poetik dieses harschen und lebendigen Gebiets, das sich von den ordentlichen Reihen der Rebzeilen dominieren lässt und setzt diese dann in einer Architektur der Kontraste um. Kontraste, die sich zwischen der nicht perfekten Fläche der unbehandelten Terrakotta zeigen, die für die Bodengestaltung sowohl im Innen- als auch im Außenbereich benutzt wurde, und den perfekten Geometrien der Fenster, der Tore und der Geländer aus lackiertem Metall oder zwischen den massiven Volumen der Trennwände aus pigmentiertem Sichtbeton und der Leichtigkeit der Vordächer mit Metallblechen, welche die Sonneneinstrahlung verringern.

Dieses letztgenannte Detail gehört zu jenen nachhaltigen Entscheidungen, auf die zu Beginn verwiesen wurde. Darüber hinaus tragen die Masse der Trennwände aus Stahlbeton und das begrünte Dach zur Steigerung der Wärmeträgheit des Gebäudes bei, das auch über eine Erdwärmeanlage verfügt.

Mara Corradi

Entwurf: Alvisi Kirimoto + Partners Srl
Bauträger: Podernuovo a Palazzone von Giovanni und Paolo Bulgari
Ort: Località Le Vigne, Ortsteil Palazzone - San Casciano dei Bagni, Siena (Italien)
Tragwerksplanung: ESAPROGETTI Srl - Ing. Cianfrini, TECNO STUDIO - Ing. Lattini
Anlagentechnik: Studio Tecnico Emanuele Mucci und Fabrizio Corridori
Bruttonutzfläche: 4500 Quadratmeter
Planungsbeginn: 2009
Ende der Bauarbeiten: 2013
Bauunternehmen: ALTO soc. coop
Fenster und Türe aus lackiertem Stahl und Aluminium
Struktur aus pigmentiertem Sichtbeton
Begrüntes Dach
Fußböden aus Terrakotta, Klinker
Bildnachweis: © Fernando Guerra | FG+SG fotografia de arquitectura ultimasreportagens.com

www.alvisikirimoto.it


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