09-01-2003

Die U-Bahn von Neapel, Gae Aulenti, Alessandro Mendini

Alessandro Mendini, Gae Aulenti,

Paris, Rom, Neapel,

U-Bahn, Sport & Wellness, Bar, Museen, Halle,

Stein,

Die "Wiedergeburt" Neapels schreitet mit Erfolg weiter voran. Nachdem die herrliche Stadt Süditaliens jahrelang vernachlässigt und dem Verfall überlassen worden war, scheint sie nun dank eines neu erwachten Interesses der lokalen Behörden für die architektonischen Schätze und die städtischen Dienstleistungen Schritt für Schritt zur einstmaligen Pracht des Hofes der Bourbonen zurückzukehren



Die U-Bahn von Neapel, Gae Aulenti, Alessandro Mendini Der griechisch-italienische Bildhauer Jannis Kounnelis dagegen nagelte mit Metallschienen in einer langen Linie Schuhe an die Wände der Station; von Michelangelo Pistoletto wiederum ist das auf einem Spiegel aus Metakryl geschaffene Gemälde Intermediterraneo zu sehen, während zwei weitere Gemälde auf Leinwand vom neapolitanischen Maler Carlo Alfano stammen. Die Mosaikarbeiten schließlich, die die Korridore der Station schmücken, sind das Werk von Nicola De Maria.

Achille Bonito Oliva kommentiert seine Selektion wie folgt: "Durch die Auswahl von fünf Künstlern von internationalem Ruf, die jeweils unterschiedliche Kunststile vertreten, ist es gelungen, auf eine würdige Weise der Architektur von Gae Aulenti zu entsprechen, deren Arbeit sich darauf richtete, eine Beziehung zwischen innen und außen, zwischen oben und unten, zwischen Licht und Schatten herzustellen und, ganz nach Dante, eine Art der wechselseitigen Folge eines Abstiegs in die Unterwelt zu zelebrieren, der gleichzeitig zu einem Aufstieg und umgekehrt wird".

Gae Aulenti zeichnete ebenfalls für die Gestaltung der ehrwürdigen Piazza Dante verantwortlich. Auf diesem Platz bringt ein aus Steinen des Ätna angelegter Boden die aus dem 17. Jahrhundert stammende Originalzeichnung von Luigi Vanvitelli wieder ans Licht, in die sich der überdachte, vollkommen verglaste Eingang zur U-Bahnstation mit großer Eleganz harmonisch einfügt.

"Es handelt sich um eine unmittelbare Art, den Bürgern zu ermöglichen, einen Bezug zur modernen Kunst herzustellen: Wir wollen dazu beitragen, eine geistige Schranke abzubauen, die für viele Menschen typisch ist, die gewohnt sind zu denken, daß moderne Architektur nur in heiligen Stätten ohne jeden Zugang vorkommt", kommentiert Aulenti, die bereits einschlägige Erfahrungen mit dem Entwurf von für die Kunst konzipierten Räumen hat. Zu ihrem Arbeiten zählt der Entwurf des Musee d'Orsay in Pars sowie der jüngste Umbau des römischen Palastes Scuderie Papali, der zu einem Museum für wechselnde Ausstellungen umgebaut wurde.

Flores Zanchi

Foto: Barbara Jodice

Link: http://www.interviu.it/gallery/fermariello/metro2.htm

Il nostro sito web utilizza i cookie per assicurarti la migliore esperienza di navigazione.
Se desideri maggiori informazioni sui cookie e su come controllarne l’abilitazione con le impostazioni del browser accedi alla nostra
Cookie Policy

×