22-08-2002

Die Botschaften der Nordischen Länder, Berlin
Berger + Parkkinen

Halle, Sport & Wellness, Landschaft,

Holz,

Fünf nordische Länder, Dänemark, Island, Finnland, Norwegen und Schweden, haben beschlossen, ihre Botschaften an ein und derselben Stelle, in der Nähe des Tiergartens in Berlin zu errichten



Die Botschaften der Nordischen Länder, Berlin<br />
Berger + Parkkinen Diese Entscheidung unterstreicht die Gemeinsamkeit und "vereinte Stärke" von fünf Ländern mit gewohntermaßen relativ bescheidenem Image. Zu Gunsten der Einigkeit wird auf die Individualität verzichtet, als weiterer Schritt zur Globalisierung.

Das Grundschema ist eine feste Form, ein "Ganzes", das durch Aushöhlung in ein Wechselspiel aus leeren und vollen Volumen gewandelt wurde.
Die Umrisse dieser ursprünglichen Form sind klar zu erkennen, da sich die Gebäude exakt in ihren Umfang einordnen, ein Kupferband verbindet sie auf den leeren Strecken. Wie eine richtiggehende Haut umgibt dieses Band die innen liegenden Gebäude und verleiht dem Komplex ein einheitliches Aussehen und eine starke Wirkung nach außen.
Die Unterteilung zwischen den einzelnen Gebäuden wird dadurch abgeschwächt, sie werden zu einem Wahrzeichen im Herzen Berlins und erscheinen größer, als sie eigentlich sind.
Die Leerräume, die im Inneren des Komplexes durch die Aushöhlung entstehen, dienen nicht nur der Definition und Funktion der einzelnen Botschaften, sondern stellen vor allem eine Aufforderung zur Kommunikation zwischen ihnen dar.
Diese durch die Fassaden der Gebäude definierten Leerräume schaffen eine schwebende Spannung, die den Originalzustand des "Ganzen" zu beschwören scheinen.

FELLESHUS- "Ein Haus für alle"
Der Zugang zum Komplex wurde als Empfangsstruktur für die Mitarbeiter der Botschaften und Treffpunkt für die Besucher und Einwohner Berlins konzipiert.
Als Ort des kulturellen und des Informationsaustausches ist dieses das meistbesuchte Gebäude, es bietet eine Vielzahl kultureller Einrichtungen: ein Auditorium, Konferenzsäle, Ausstellungsräume und Speiseräume.
Das Volumen des Gebäudes Felleshus wird von der vorwiegend geschlossenen Fassade geprägt, die im Kontrast zu den offenen Räumen im Gebäude selbst steht.
v Das Kupferband, das sechs Bauten umschließt, erscheint als selbständiges Element, das fließende Kontinuität vermittelt und an manchen Stellen frei verläuft, ohne in Kontakt zu den Gebäuden zu treten.
Die Kupferbleche sind auf einen Stahlrahmen montiert, mit der für die Regelung von Lichteinfall, Wind und Ausblick notwendigen Neigung. Insgesamt 3.850 Bleche bilden dieses Band, das eine Länge von 226 m besitzt.

Die Architektur, die nach außen hin mit ihrer Umgebung verschmilzt, im Inneren dagegen klar abgegrenzt erscheint, stellt das Spannungsverhältnis zwischen Natur und verfeinerter Kultur dar.
Der Platz im Zentrum des Komplexes ist mit einer Pflasterung aus Materialien norwegischen und schwedischen Ursprungs versehen. Alle Eingänge dagegen sind durch Holzboden gekennzeichnet, der wie eine Schwelle zwischen urbanem Raum und Innenraum erscheint.
Das Wasser, als Symbol des Meeres, das die Nordischen Länder verbindet, durchfließt den Komplex in geometrischen Formen, und durchquert dabei auch das Kupferband, als wolle es allen Botschaften Möglichkeit zur "Reflektion" zu geben über das Wasser.

Shira Brand

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