18-05-2010

Der finnische Pavillon auf der Expo von Shanghai 2010

JKMM,

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Der vom Büro JKMM Architects geplante Pavillon ist eine Synthese der Merkmale der finnischen Natur und Architektur und schafft ein Bild, das direkt das Herz der Bürger und all derjenigen anrührt, die die Kultur dieses Landes lieben.



Der finnische Pavillon auf der Expo von Shanghai 2010 Eine Ausstellungsarchitektur muss auf direkte und unmittelbar verstandliche Weise den Geist einer Nation vermitteln. Die Anordnung der internen Wege so wie das Muster der externen Fassaden spielen hier eine sekundare Rolle, wenn man einen Pavillon entwirft, der einen hoheren Wert darstellt, wichtiger als die Architektur selbst verstanden als begehbaren Ort, wichtiger als die Definition der Besonderheiten und die funktionale Organisation der Raumlichkeiten. Der Pavillon, der einen Staat auf der Weltausstellung vertritt, wird nie als Gesamtheit der Details genutzt, sondern als monumentale Anlage in Erinnerung an eine Spiritualitat, die am Ende der Expo aber nicht abgebaut wird, sondern an die in diesem Bild erinnert wird.
Der Pavillon von Finnland, der vor wenigen Tagen auf der Weltausstellung von Shanghai eroffnet wurde, erreicht dieses Ziel auf gelungene Weise und setzt das Gefuhl der Einheit, der Vereinigung und der Soliditat um, die mit der Stimmung des Landes verbunden sind.
Die architektonische Form, die aus der Ferne wie eine kompakte Schale aussieht, besteht – genau wie bestimmte finnische Architekturen der Meister – in Wirklichkeit aus einem Stahltragwerk und aus einer Verkleidung in Modulen aus recycelbarem Verbundmaterial, eine Haut aus synthetischen “Schuppen”, die industriell hergestellt werden, auch durchsichtig bei Bedarf, um kleine Fenster zu schaffen und das Licht nach Innen dringen zu lassen. Diese kompositorische Entscheidung nimmt nichts von der Gewichtigkeit der Form, hinter der die Idee steht, eine Welt in der Stadt zu schaffen, ein kleines Finnland in dem chaotischen Viertel der Weltausstellung, wo die Losung der „Schale“ das Gefuhl verleiht, hier geschutzt und isoliert zu sein und wo die Stille und die Musik von Sibelius die einzigen Begleiter sind. Der Zugang erfolgt durch das breite und niedrige Tor in der Basis der kompakten Schale. Eine Brucke fuhrt direkt zur Mitte des Pavillons, wo sich der gro?e Innenplatz auftut, der von einem Fu?boden aus finnischem Holz markiert wird und von den Wanden aus reinwei?em gespannten Stoff, der den Blick in den offenen Himmel lenkt.
Inspiration jeder Form ist die Natur, vor allem die lokale Natur: Die starke Sonne, die an jenen Orten ein volles und strahlendes Licht schenkt und der flie?ende Grundriss als Fuhrung auf einem Entdeckungsweg, der derjenige zu sein scheint, wie man ihn zwischen den unzahligen einsamen Inseln des Golfs von Helsinki findet. Der Einsamkeit der Leere dieser wei?en und nicht definierten Raume steht der Inhalt hochster Technologie entgegen, wie sie heute von den finnischen Firmen geliefert werden: Der Ausstellungsbereich auf drei Etagen besteht namlich aus einem interaktiven Weg, wo die Bildschirme auf die Prasenz der Personen reagieren und Bilder und Videos mit Szenarios eines in der nahen Zukunft moglichen Lebens zeigen, dank der verfugbaren und im Dienst der Gesellschaft stehenden Technologien.
Dieser Pavillon fasziniert auf den ersten Blick, weil es ihm gelungen ist, zahlreiche wesentliche Aspekte des Landes einzufangen, das er vertritt: Die weitlaufigen Kurven im Querschnitt erinnern an die des Stuhles Tulip oder des TWA-Terminals des Flughafens von New York, entworfen von Eero Saarinen, wahrend die totalisierende Wahl der Farbe Wei? an die einzige Kirche erinnert, die Alvar Aalto in  Italien realisiert hat – die Kirche von Riola in der Nahe von Bologna, aber auch an das Licht, das die Kathedrale von Tuomiokirko auf den Treppenaufgang wirft, der sich ihr gegenuber befindet.
So wird einem dieser Pavillon sofort vertraut, den Architekten ebenso wie den finnischen Burgern.
 
von Mara Corradi
 
Progetto: JKMM Architects(Teemu Kurkela, with Eero Kontuniemi, Marko Pulli, Edit Bajsz, Johanna Raukko, Paivi Meuronen, Tero Hirvonen, Klaus Stolt)
Committente: Finpro
Luogo: Shanghai (Cina)
Local architect: SCSAD, Shanghai
Progetto delle strutture: Aaro Kohonen Oy  
Progetto degli impianti: Climaconsult Oy
Progetto elettrico: Projectus Team Oy
Progetto acustico: Akukon
Progetto espositivo: Muotohiomo, Fantasiarakenne, Partanen & Lamusuo Partnership
Artista: Aimo Katajamaki
Superficie utile lorda: 3000 mq
Numero dei piani: 3 m
Concorso: 2008-2009
Inizio progetto: aprile 2008
Inizio lavori: aprile 2009
Fine lavori: dicembre 2009
Rivestimento esterno in moduli di materiale composito riciclabile
Pareti interne in tessuto
Pavimenti in legno
 
http://www.jkmm.fi


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