17-12-2010

DecaArchitecture: Haus Aloni

Deca Architecture,

Erieta Attali,

Griechenland,

Ville, Housing,

Stein,

Deca Architecture hat ein Ferienhaus auf der Insel Antiparos in Griechenland entworfen, wo die Integration mit dem Umfeld sich in einer mimetischen Architektur umsetzt: Eine Konstruktion aus Trockenmauern die den Schutz des Hügels und des grünen Dachs aus Mittelmeersträuchern ausnutzt.



DecaArchitecture: Haus Aloni Es ist überraschend, wie eine vom Mensch geschaffene Konstruktion in der Natur integriert verschwinden kann – nicht weil die Natur sie diese langsam und sich im Laufe der Zeit “einverleibt” und in diesem Sinn über das Künstliche siegt, sondern hier im Gegenteil als Element, das extra zur Ergänzung der Natur selbst geschaffen wurde und zwar dergestalt, dass sie nicht von dem Kontext getrennt werden kann, in dem sie entstanden ist. Das Haus Aloni auf der Insel Antiparos scheint geschaffen worden zu sein, als Gott die Hügel und das Tal erschuf, wo es liegt, um eine Brücke zu bilden, der Tal und Hügel miteinander verbindet. Man verspürt keine zeitliche oder figürliche Distanz zwischen der kargen Natur der Insel und der niedrigen, unsichtbaren Konstruktion aus Trockenmauern.
Es erfreut einen zu wissen, dass es sich um ein Bauwerk unseres Jahrhunderts handelt, wenn man daran denkt, wie sehr wir daran gewöhnt sind, den Hochbau als einen Bruch in der Landschaft wahrzunehmen, als aufgezwungenes Zeichen, als Umkehr des Bestehenden. Während viel der zeitgenössischen Architektur an einem Ort entsteht, aber auch an einen anderen Teil der Welt versetzt werden könnte, ohne topografische Bezugspunkte, so muss man von diesem Ferienhaus des Büros Deca Architecture sagen, dass es nicht existieren könnte, ohne das Umfeld, in dem es steht. Das Projekt modelliert die formalen Bedürfnisse im Sinne der Landschaft, es annulliert sich und lässt sich kaum erkennen. Nur bei aufmerksamer und naher Betrachtung erschließt sich die menschliche Präsenz. Das Haus besteht nämlich nur aus zwei geraden Steinmauern, die sich auf die Hügel im Norden und im Süden stützen, wie bei der alten Konstruktion lokaler ländlicher Bauwerke, als der Fremdenverkehr die Zykladen noch nicht in vielbesuchte Ferienziele umgewandelt hatte.Als Verlängerungen der Hochebenen nehmen die Mauern die Erde derselben auf, die in das Haus eindringt, um an der Tür des zentralen Salons zu klopfen, um dem herum alle Zimmer organisiert sind. Dieses Zimmer, das nach der Hausachse ausgerichtet ist, empfängt das Licht durch die Glaswand, die die Südfront bildet und durch die vielen Türen und Fenster mit denen es mit den Höfen kommuniziert, einer im Westen talwärts und einer im Osten, der auf das Meer in der Ferne hinzeigt. Das Innere des Hauses sieht aus wie ein Ort der Landschaft, eine Tür, von der aus man die Landschaft in allen Richtungen bewundern kann.
Indem sich das Haus in der Landschaft versteckt, respektiert es nicht nur die Natur, sondern ist auch so konzipiert, deren Ressourcen zu nutzen: Die von zwei Hügeln geschützte Lage, die eingeschossige Struktur und dann das grüne Dach, auf dem lokale Strauchsorten wachsen und das sich praktisch unterbrechungslos von dem umliegenden Gelände fortsetzt, garantieren dem Haus Schutz vor den Witterungseinflüssen, Wärmedämmung und Temperaturregelung.

von Mara Corradi

Design: Deca Architecture (Alexandros Vaitsos, Carlos Loperena, Elena Zabeli, Kyle Gudsell, Katerina Chryssanthopoulou)
Client: Oliaros SA (AntiparosDesignProperties)
Location: Island of Antiparos, Cyclades (Greece)
Structural design: Manos Kyriazis (KYMA)
Mechanical consultancy: George Kavoulakos (TEKEM)
Builder: Kataskevastiki Topometriki Parou ABETE
Landscape design: Thomas Doxiadis (Doxiadis+)
Lot size: 237 m2
Planning: 2006-2007
Construction: 2008
Photographs: Erieta Attali, Ed Reeve, Julia Klimi, decaArchitecture

www.pida.si

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