04-10-2006

David Chipperfield. Das Literaturmuseum der Moderne. Marbach am Neckar.

David Chipperfield,

Deutschland,

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Gemeinsam mit dem Deutschen Literaturarchiv, dem Schiller-Nationalmuseum und dem Denkmal des Dichters Friedrich Schiller dominiert es die Schillerhöhe im Inneren des Parks von Marbach: Das Literaturmuseum der Moderne fügt sich perfekt in die natürliche und bebaute Umgebung ein.



David Chipperfield. Das Literaturmuseum der Moderne. Marbach am Neckar. Die ca. 12 Mio. Euro teure Struktur wurde nicht nur zur Unterbringung der wertvollen Werke der Sammlungen konzipiert und entworfen, sondern auch, damit sich jeder Besucher hier wohl fühlt.
Die beiden auf unterschiedlichen Quoten stehenden Blöcke zeichnen sich durch wesentliche Linien aus, bei denen das minimalistische Aussehen der Säulenfolge anvertraut ist, die - perfekt ausgerichtet - das Herz der Gebäudes säumt. Der Standort ist besonders sorgfältig untersucht worden, um den Übergang vom tiefer gelegenen Teil des Parks und dem Platz zu markieren, der sich vor dem Schiller-Museum öffnet. Von daher also die beiden verschiedenen Höhen, auf denen die beiden Volumen errichtet wurden und somit einen Terrasseneffekt erzeugen.
Der Zutritt kann sowohl vom oberen als auch vom unteren Teil erfolgen. Im ersten Fall führt der Weg nach unten, durch die Ausstellungsräume und die Archive. Im unteren Teil des Baus konzentrieren sich die Säle, in denen die Manuskripte ausgestellt sind und sich die Kataloge befinden. Diese mit Holz ausgekleideten Räume werden nur mit Kunstlicht beleuchtet, was durch die Empfindlichkeit der Exponate notwendig ist.
In diesen Sälen öffnen sich aber auch Durchgänge zu verglasten Loggien, die den Blick auf das Neckartal frei lassen.
Neben Holz und Glas gehört Beton zu den wichtigsten benutzten Baustoffen, in einem hellgrauem Farbton, der dazu beiträgt, einen extrem einfachen, aber entschlossenen Charakter zu schaffen.
Die Geradlinigkeit dieser Architektur, die aber nur auf den ersten Blick "aseptisch" wirkt, ist in jedem Fall gewollt, um der Ausstellung zu dienen und um sich harmonisch in das Umfeld einzufügen.
Das Museum, das bereits den Spitznamen "LiMo" trägt, ist nicht nur ein neues Puzzelstück im deutsche Literaturpark, denn außer seinen Ausstellungsfunktionen bietet es auch den Wissenschaftlern mehr Annehmlichkeiten, die sich heute bequem zwischen den Archiv- und den Museumsbereichen bewegen können, ohne unter der Fragmentierung der Bereiche leiden zu müssen. Der Bau ist nicht nur ein Behälter, sondern auch ein offenes ¿Fenster¿ auf die herrliche Aussicht des Parks von Marbach.

Laura Della Badia

GALLERY


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