09-09-2020

David Chipperfield Architects Carmen Würth Forum Künzelsau, Deutschland

David Chipperfield,

Simon Menges,

Künzelsau, Germany,

Kulturzentrum, Art Center, Museen,

Das vom Berliner Büro David Chipperfield Architects für Adolf Würth in Künzelsau entworfene Kultur- und Kongresszentrum "Carmen Würth Forum" ist seit dem 28. Juni für die Öffentlichkeit zugänglich. Bei der soeben abgeschlossenen Intervention handelt es sich um eine "zweite Phase", eine Erweiterung mit Kongressbereich und Kunstmuseum, die die 2017 eröffneten Konzert- und Veranstaltungssäle vervollständigt, die ebenfalls von David Chipperfield Architects Berlin entworfen wurden.



David Chipperfield Architects Carmen Würth Forum Künzelsau, Deutschland

Der zweite Bauabschnitt des "Carmen Würth Forums", das für das Unternehmen Adolf Würth in Künzelsau, Deutschland, vom ArchitekturbürosDavid Chipperfield Architects Berlin entworfen wurde, ist abgeschlossen. Der Erweiterungsbau ergänzt die 2017 eröffneten Konzert- und Veranstaltungsräume, die ebenfalls von David Chipperfield Architects Berlin entworfen wurden, um einen flexiblen Konferenzbereich und ein Kunstmuseum mit Foyer und Café. Nach Aussage des Architekten David Chipperfield, erfüllt das fertiggestellte Forum die Vision von Reinhold Würth in vollem Umfang. Der Unternehmer wollte einen Treffpunkt für die Mitarbeiter des Unternehmens und die Gemeinschaft im Allgemeinen schaffen, ein Zentrum, das zu einem Symbol für die Verbindung zwischen einem Arbeitsplatz, seiner Gemeinschaft und seiner Umgebung werden sollte. Aus diesem Grund übernahm das Büro David Chipperfield Architects Berlin für das Carmen Würth Forum die klaren Formen und die für die Industriearchitektur typische Sprache und schuf einen einzigen Komplex, der sich auf die weite grüne Landschaft, die ihn umgibt, und die Würth-Siedlung auf der gegenüberliegenden Straßenseite bezieht.
Der Komplex ist in der Tat Teil der Orographie der Landschaft, wobei der Saal für Kammermusik und die untere Etage des Veranstaltungsraums im Hügel versteckt sind, die obere Etage vollständig verglast ist, die Außenräume von der Landschaft und den Stützmauern eingerahmt werden und schließlich der Innenhof, der zum Treffpunkt der verschiedenen Nutzungen wird.
Das Museum beherbergt die wichtigen Werke, die Teil der Sammlung Würth sind. Eine der bedeutendsten privaten Kunstsammlungen in Europa, die in den 1970er Jahren von Reinhold Würth gegründet wurde und heute über 18.000 Werke moderner und zeitgenössischer Kunst sowie eine bedeutende Anzahl spätmittelalterlicher Gemälde und Skulpturen umfasst. Es gibt Werke von Künstlern wie zum Beispiel Max Beckmann, Max Ernst, Ernst Ludwig Kirchner, Edvard Munch, Emil Nolde und Pablo Picasso. Bedeutend ist die Präsenz von Skulpturen von Künstlern wie Eduardo Chillida, Tony Cragg, Alfred Hrdlicka, Robert Jacobsen, Anish Kapoor, Henry Moore und Bernar Venet. Und grosse Sammlungen mit Werken von Hans Arp, Horst Antes, Georg Baselitz, Max Bill, Christo und Jeanne-Claude, Anselm Kiefer, Bernhard Luginbühl und anderen. Zu den spätmittelalterlichen Werken gehört eine 2003 erworbene Sammlung von Gemälden Fürstlich Fürstenbergs und seit 2012 "Die Madonna von Jakob Meyer zum Hasen" (Darmstädter Madonna) ein berühmtes Gemälde von Hans Holbein d.J. aus den Jahren 1526-28.
Jeder Raum des Komplexes hat seinen eigenen individuellen Charakter und seine eigenen räumlichen Qualitäten, die durch natürliches und künstliches Licht hervorgehoben werden, bis hin zum hellen, voll verglasten Belvedere. Durch den Aussichtspunkt öffnet sich das Museum zur Landschaft hin und schafft einen Dialog zwischen Kunst und Natur, der sich im Skulpturenpark im szenischen Kontext des Forums fortsetzt.

(Agnese Bifulco)

Images courtesy of David Chipperfield Architects Berlin, photos © Simon Menges

Facts and data
Location: Am Forumsplatz 1, 74653 Künzelsau, Germany
Site area: 170,000 m²
Gross floor area: 5,500 m² (Phase 2), 13,300 m² (Phase 1 and 2)
Length x width: 46 m x 140 m (ground floor)
Max. occupancy: 700 persons (conference area)
Floor areas: Exhibition hall, 763 m² / Graphics art gallery, 200 m² / Conference area, 750 m² / Bookshop, café, foyer, 1050 m² / Inner courtyard, 215 m²
Competition: 2006-2007
Phase 1: 2011 – 2017, Chamber music hall and event hall
Phase 2: 2018 - 2020, Conference centre, museum

Client: Adolf Würth GmbH & Co. KG
Project controlling: Drees & Sommer AG, Stuttgart

Architect: David Chipperfield Architects Berlin
Partners: David Chipperfield, Harald Müller, Martin Reichert, Alexander Schwarz (Design lead)

Competition - Project architect: Annette Flohrschütz
Competition team: Sandra Badji, Markus Bauer, Jan Blaurock, Ute Burdelski, Mirjam von Busch, Florian Dirschedl, Ulrike Eberhardt, Hannah Jonas, Hjördis Klein, Barbara Koller, Martina Maire, Jana Raudnitzky, Stefanie Schleipen, Marika Schmidt, Moritz Uhlmann; Grafik, Visualisierung: Dalia Liksaite, Antonia Schlegel, Ute Zscharnt

Phase 2 - Project architect: Marcus Mathias (Preparation and brief to Technical design, Site design and construction supervision, Procurement)
Project team: Alexander Bellmann, Leander Bulst, Bernhard Danigel, Dirk Gschwind, Christopher Jonas, Linda von Karstedt, Maximilian Lohmann, Thomas Schöpf, Nils Stelter;
Graphics, Visualisation: Dalia Liksaite, Ken Polster
In collaboration with
Executive architect: Kraft + Kraft Architekten, Schwäbisch Hall (Procurement, Construction supervision) represented by Gerd Eckert and Markus Masseretti
Structural engineer: Mayer-Vorfelder und Dinkelacker Ingenieurgesellschaft für Bauwesen GmbH und Co KG, Sindelfingen
Services engineer: ZB Zimmermann und Becker GmbH, Heilbronn
PBS Ingenieurgesellschaft mbH, Aalen (Electrical consultant)
Building physics, Acoustics: Horstmann + Berger, Altensteig
Fire consultant: Halfkann + Kirchner, Stuttgart
Façade consultant: Reba Fassadentechnik AG, Chur
Lighting consultant: Arup Deutschland GmbH, Berlin (Daylight consultant)


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