08-01-2003

Das sublime Chaos der Italienischen Raumfahrtagentur von Fuksas

Massimiliano Fuksas,

Mailand, Rom,

Ville, Sport & Wellness, Bar,

Der neue Sitz der Italienischen Raumfahrtagentur ASI wird in Rom in der Nähe des Olympischen Dorfs auf einem ehemaligen Militärgrundstück entstehen, unweit des von Zaha Adid geplanten Zentrums für Zeitgenössische Kunst.



Das sublime Chaos der Italienischen Raumfahrtagentur von Fuksas Der markanten Horizontalität des Museums stellt Fuksas eine weitläufige durchscheinende Fassade entgegen, die mit den umstehenden Gebäuden ausgerichtet ist und von dem Flüssigkeitskristallbildschirm dominiert wird, dem Wahrzeichen für die wissenschaftliche und technologische Entwicklung, deren Urheber die Italienische Raumfahrtagentur war. Das Gebäude, ein halbtransparentes Parallelepiped, horizontal durchtrennt von den Klingen der Decken der sechs Stockwerke, aus denen es besteht, ist längs in drei Portionen unterteilt, die identisch miteinander sind, aber unterschiedliche Funktionen ausüben.

Durch dieses steife und archetypische Muster zucken zwei durchgehende Bänder, die mit ihren weichen Linien die öffentlichen Räume des Gebäudes abtrennen. Der Teil des Bauwerks, der dem internen Personal gewidmet ist und in dem vorwiegend verwaltungsbezogene Funktionen ausgeübt werden, auch Sitz der Vorstands- und der Direktionsbüros, hat eine eher herkömmliche organisatorische Anlage, mit gleichmäßigem Muster mit einer Reihe von Zimmern, die von einem Verteilerband bedient werden. Ein System beweglicher Trennwände ermöglicht es, die Größe der Zimmer zu verändern und macht diesen Bereich flexibler. Der zentrale Teil des Gebäudes ist hingegen sowohl den vertikalen als auch den horizontalen Verbindungen zwischen den zwei verschiedenen Funktionsbereichen des Parallelepipeds vorbehalten.

Der dritte Bereich, der für die externen Besucher, ist als fluider, adimensionaler Raum ohne Koordinaten konzipiert, in dem die beiden durchgehenden Bänder konkave und konvexe Formen bilden, die außer der Cafeteria und einem Multimedia-Saal ein Museum beherbergen werden, das anhand der Ausstellung von Modellen, Prototypen und Filmen, die Entwicklung der wissenschaftlichen Forschung unter der Führung der Italienischen Raumfahrtagentur darstellt. Die Verbindungen zwischen den verschiedenen Teilen der Struktur sind extrem fließend.
Die Cafeteria ist sowohl mit den Büros als auch mit der Halle direkt verbunden und auf die gleiche Weise kann der Multimedia-Saal sowohl vom Museum als auch der Halle erreicht werden, mit der Möglichkeit, dort Konferenzen und Präsentationen abzuhalten.

Die Hülle, die die Darbietung der vertikalen Bewegungsflüsse der Personen gestattet und vor allem die freie und kurvige Form des Ausstellungsbereichs, ist ein durchscheinender Filter in Grüntönen. In der Fassade trohnt ein immenser Flüssigkeitskristallbildschirm, die Realisierung dessen, was dem von Fuksas bezüglich der interaktiven Mauer ausgedrückten Ideals sehr nahe kommt:
…eine durchsichtige Mauer, die komplett matt oder komplett dunkel werden kann, wobei in diesem Feld kein Lichtblitz mehr durscheint. Diese Mauer funktioniert mit Flüssigkeitskristallen und verändert sich bei Durchgang der Energie. Sie kann Bilder erzeugen, wenn sie von einem Rechner angesteuert wird.

Theoretisch kann man auch einen Ort haben, der zu unterschiedlichen Zeiten vollkommen vom Licht durchdrungen wird, weil die Umgebung drumherum durchsichtig ist. Kurz darauf kann er sich schon im Halbschatten befinden, weil er von Mattheit umgeben wird; es kann aber auch totale Dunkelheit herrschen, denn die Barriere lässt nichts durchdringen. Das alles nicht etwa, weil es draußen Nacht, Tag, Nachmittag ist oder weil draußen die Sonne scheint oder es regnet, sondern weil der Mensch entscheidet, was geschieht.

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