24-05-2004

Das Auditorium der Stadt Rom, Renzo Piano

Renzo Piano,

Rom,

Halle, Öffentliche Gebäude,

Holz, Ziegel,

Sanierungs,

Das von Renzo Piano entworfene römische Auditorium ist eine wahre Stadt der Musik, die sich über ein 50.000 qm großes Gelände erstreckt, das zwischen den Parioli-Hügeln und dem Tiber in der Nähe des Olympischen Dorfes und des von Pier Luigi Nervi entworfenen Stadiums liegt.



Das Auditorium der Stadt Rom, Renzo Piano Die Innenräume aller drei Konzertsäle sind in Kirschholz verkleidet, einem Material, das hinsichtlich der naturgetreuen Klangwidergabe als eines der besten Werkstoffe gilt. Über spezifische Maßnahmen und mittels elektroakustischer Geräte kann die Raumakustik den verschiedenen Musik- bzw.
Aufführungsarten entsprechend modifiziert werden. Das Auditorium verfügt des weiteren über hochmoderne Video- und Audioanlagen zur Aufzeichnung der Konzerte und Veranstaltungen sowie über eine Lichtanlage, die den neusten Stand der Technologie darstellt.

Das Amphitheater, das den zentralen Mittelpunkt der Konzertsäle bildet, wird zu einem vierten Konzertsaal für Freilichtveranstaltungen, denen 3.000 Zuschauer beiwohnen können. Weitere Konzerte können im Foyer aufgeführt werden, welches so angelegt wurde, daß man zu allen Innenräumen radial Zugang hat.
Mit seinen Proberäumen, die in Aufnahmestudios verwandelt werden können, einer Multimedia-Bibliothek, einem Museum, in dem alte Musikinstrumente ausgestellt werden, seinen Verwaltungsräumen, Bars, Restaurants und Geschäften und seinem großen, in die Gesamtplanung einbezogenen Park wird das von Renzo Piano entworfene Auditorium nicht nur zum größten Musikzentrum Europas sondern darüber hinaus zu einem attraktiven Treffpunkt und somit zu einem wichtigen Element zur Neuqualifizierung des römischen Stadtbildes.
Während der Bauarbeiten wurden bei Erdaushebungen verschiedene archäologische Funde gemacht, die in das VI. Jahrhundert v.Chr. zurückführen, wie ein prachtvoller alter Landsitz, der sich über ein Gelände von insgesamt 2.500 qm ausdehnt, das über seine verschiedenen Erdschichten die Geschichte von acht Jahrhunderten dokumentiert.

Dieser wichtige Fund hat den Architekten veranlaßt, seine ursprüngliche Planung abzuändern und den zwischen den Achsen der drei Konzertsälen entstehenden Winkel zu verbreitern, um ein kleines archäologisches Museum zu schaffen, in dem die aus der Römerzeit stammenden Ruinen ausgestellt werden können, so daß der gesamte Ort zusätzlich aufwerten wird.
Die von Piano ausgewählten Baustoffe sind die der Geschichte Roms: der Travertin, mit dem die Stufen des Zuschauerraums, das Foyer und die Eingänge zu den Konzertsälen verkleidet sind; einfacher Ziegelstein, der durch seine lineare Ausrichtung zum charakteristischen Kennzeichen aller Hochbauten wird, sowie das zur Verschalung aller drei Konzertsäle eingesetzte Blei, das mit seinem sich verändernden Erscheinungsbild an barocke Kuppeln erinnert und dem futuristischen Bauwerk einen Hauch von Klassik verleiht.

Flores Zanchi

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