11-11-2005

Daniel Libeskind
Imperial War Museum-North, Manchester GB

Daniel Libeskind,

England,

Freie Zeit, Museen,

Stahl,

Kann Architektur für einen ethischen Wert stehen? Kann sie über ihre Formen und Räume die Sinnlosigkeit von Ereignissen, wie zum Beispiel von Kriegen, ausdrücken und den Sinn für den Frieden vermitteln?



Daniel Libeskind<br>Imperial War Museum-North, Manchester GB Das "Wasserfragment" dagegen wird durch eine große hervorstehende Platte über dem Manchester-Kanal verdeutlicht, die neben einer suggestiven Aussicht auf die Landschaft Platz für ein Kaffee, ein Restaurant und einen Raum für Aufführungen bietet.
Die Luft schließlich wird durch ein Fragment symbolisiert, das den Himmel wiederspiegelt und zum monumentalen Eingang des Gebäudes wird. In einem über fünfzig Meter hohen Block, der wie eine in der Erde steckende Klinge wirkt, wurden die didaktischen Räume sowie ein Observatorium mit Blick auf die Stadt untergebracht.
Die Innenräume des Kriegsmuseums wurden nach einem innovativen Ausstellungskonzept gestaltet und zeigen auf eine unmittelbare und deutliche Weise verschiedene Szenen der Kriege des zwanzigsten Jahrhunderts, von denen die Bewohner Nordenglands betroffen waren.
Über den Einsatz von Licht und Ton sowie von interaktiven Technologien und die Ausstellung von verschiedenen Exponaten und Fundstücken wie Flugzeugen, Granaten, Landkarten und Büchern will das Museum einen objektiven Blick auf die Geschichte vermitteln, die nicht auf eine abstrakte Weise sondern über persönliche Schicksale und den Schmerz der Menschen erzählt werden soll.
Das aus Stahl und Metallpaneelen bestehende Gebäude konnte in einer recht kurzen Zeit gebaut werden und zeichnet sich durch niedrige Instandhaltungskosten und eine besondere Beachtung der durch den Umweltschutz gegebenen Aufgabenstellungen aus.
Mit seiner großem Ausdruckkraft und durch die gelungene, harmonische Einfügung in das Landschaftsbild wird das Imperial War Museum zu einem Wahrzeichen der Stadt Manchester werden.
Durch die Komposition und die spezifische Konstellation von Formen, Funktionen und Beziehungen entsteht ein Gelände, das den zentralen Mittelpunkt der umliegenden Gebäude darstellen wird.
Das Lowry Centre, die Fussballplätze von Manchester United und der Manchester Ship Canal mit seinen Fähren werden sowohl für Besucher, die sich dem Gelände zu Fuß nähern, als auch für diejenigen, die im Wagen anreisen, durch eine neue Prospektive miteinander verbunden.
Das Imperial War Museum stellt sich abhängig zum jeweiligen Punkt der Betrachtung in jeweils unterschiedlichen Ansichten dar und bietet, von innen aus gesehen, neue Aussichten auf die Stadt. So entsteht ein Panorama, dessen Bestandteile das Museum und die durch das Museum erzählten Geschichten der Bevölkerung Nordengland sind.

Flores Zanchi

LINKS
http://www.daniel-libeskind.com
http://www.iwm.org.uk/north

GALLERY


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