14-06-2017

COBE: Frederiksvej, ein Kindergarten, wie ihn Kinder wollen

COBE,

Kopenhagen, Dänemark,

Kindergärten,

Auf dem Grundstück eines alten und kleinen Kindergartens in Frederiksberg, Kopenhagen, hat COBE eine Anlage für 182 Kinder gestaltet, die von diesen selbst entworfen scheint. Der Kindergarten Frederiksvej von COBE besteht aus 11 miteinander kommunizierenden kleinen Häuschen und reflektiert über den Maßstab mit der städtischen Umgebung.



COBE: Frederiksvej, ein Kindergarten, wie ihn Kinder wollen
Wo einst ein kleiner Kindergarte für 30 Kinder stand, hat das dänische Büro COBE in Frederiksberg, einer der lebhaftesten Gegenden von Kopenhagen, den neuen Kindergarten Frederiksvej gestaltet. Es handelt sich um eine große Struktur, die bis zu 182 Kinder aufnehmen kann, sich zudem in das Umfeld integriert und dabei zu einem Wahrzeichen des Viertels geworden ist.
Mit dem Projekt für den Kindergarten Frederiksvej wollte COBE das historische Bild des Kindergartens als großem einheitlichen Komplex ablösen, der als Beispiel für die staatliche Erziehung steht und orientierte sich vielmehr an der Idee, die das Kind und seine Beziehung mit den anderen in der Sicherheit einer familiären Umgebung in den Mittelpunkt stellt. 
Das Gefühl der Entfremdung, der Distanz und der Kälte, welches die Kinder oft in solchen Vorschuleinrichtungen erleben, in denen so viele Kinder zu finden sind, sollte also durch das Gefühl der Zugehörigkeit und einen roten Faden ersetzt werden, der – auch nur für die Fantasie – einen sozialen Ort wie die Vorschule mit dem familiären Ort des Hauses verbindet.
Ausgehend vom Bild der Schule als eine Gruppe von Häusern, also einem Kern mit Unterschieden und Ähnlichkeiten, geht COBE zur archetypischen Idee des Hauses über, also zu derjenigen, die man eben im Vorschulalter anfängt zu malen. Der Kindergarten Frederiksvej ist eine Gruppe von Häuschen, die ein ideales Wohnviertel bilden, mit den Giebeldächern, eins neben dem anderen, und eine Reihe von Gärten drumherum. Bei dem Projekt ist die Idee vorhanden, einen im Maßstab gehaltenen Anschluss an das Wohngebiet aus Einfamilienhäusern mit Gärten und den großen Wohnblocks zu finden. 
Der neue Kindergarten bietet das destrukturierte Bild, wie es typisch für einen kleinen und im Laufe der Zeit gewachsenen urbanen Kontext ist, versteckt aber eine interne Verbindung zwischen den elf Baukörpern, dank derer sich die Aktivitäten einer Erziehungseinrichtung großen Ausmaßes abspielen. Auch die Höhen der einzelnen Volumen, von zwei bis drei Etagen, vermitteln mit den Höhen der angrenzenden Gebäude.
Diese Idee des Häuschen-Moduls vervielfacht sich und wird auch im Inneren wiederholt, wo jede Räumlichkeit wiederum Mikro-Räume aus Naturholz enthält: Hier befinden sich auch die Strukturen für Küche und Bad, eine Art “Service-Zelle”, dank der jeder Raum bzw. Klasse, selbständig wird.
Wenn man den Grundriss betrachtet, so erkennt man zwei Hauptelemente, die miteinander verbunden sind, d.h. zwei Lichthöfe mit drei Stockwerken, um die herum sich die Häuserzellen organisieren. Drei um den ersten Lichthof, drei um den zweiten. Diese Lichthöfe verbinden die Räumlichkeiten in der Horizontalen und in der Vertikalen, genau wie Plätze, auf die – auf mehreren Ebenen – die Aufenthaltsräume der Kinder schauen. Die Idee ist, dass diese Orte – die als Durchgang aber auch als Ort des Zusammenseins fungieren – informelle Treffen zwischen Eltern und Lehrern beherbergen und die freie Entspannung der Kinder fördern. Ein Rundweg in jedem Stockwerk ermöglicht es den Kindern, den Raum zu erkunden und ein leichtes Metallgitter schützt sie, wenn sie hinausschauen.
Dank der großen Oberlichter in jedem Häuschen fällt viel Tageslicht ein und die Lichthöfe verteilen das Licht dann in den einzelnen Etagen, ohne dass das Metallgitter dabei ein Hindernis ist.
Die Stilisierung des Haus-Archetyps hat dazu geführt, dass die Regenrinnen versteckt und die Fenster und Türen bündig realisiert wurden, allerdings nicht zur Verwendung von lebhaften Farben, die hier in der Fassade durch Weiß und Schwarz ersetzt werden. Anstatt die Rolle der Häuschen farblich zu betonen, haben die Architekten Frontseiten aus Holzdielen bevorzugt um die optische Wirkung der einzelnen Baukörper zu mindern. Die mehr am Rand stehenden Häuschen haben Fassaden mit distanzierten Holzleisten, was die Belüftung der Räumlichkeiten fördert, die von den Kindern als überdachte “Gärten” genutzt werden können.

, Mara Corradi

Architects: COBE
Collaborators: Preben Skaarup Landskab, Søren Jensen, Learning Spaces, Brdr. Thybo, Caverion, Juul & Nielsen 
Team: Dan Stubbergaard, Rune Boserup, Eik Bjerregaard, Kato Hiroshi, Greta Tiedje, Jens Wagner, Claes Nilsson, Christian Sander, Davide Pontoni, Agnieszka Krasuska, Agnieszka Szczepanska
Location: Frederiksberg, Denmark
Client: City of Frederiksberg
Landscape architects: Peter Skaarup Landskab
Engineers: Søren Jensen
Contractor: Brdr. Thybo, Caverion and Juul & Nielsen
Program: Kindergarden for 182 children, age 0-6  
Area: 1.700 sqm
1st prize in competition 2011
Completion 2015
Structure in steel
Facades in steel and wood

ArchDaily Building of the Year Award 2017

Photographs: © Rasmus Hjortshøj – COAST, Adam Mørk

http://cobe.dk

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