22-06-2018

Glasgow School von Steven Holl und die vertikalen Lichtkanäle

Steven Holl,

Glasgow,

Schule, Institutionen, Kulturzentrum,

Glas, Metall,

Steven Holl's Glasgow School of Art fügt sich auf moderne Weise vor der historischen C.R. Mackintosh Schule ein und bietet spannende Lichtkanäle für die zukünftigen schottische Künstler.



Glasgow School von Steven Holl und die vertikalen Lichtkanäle
Steven Holl realisiert in Glasgow die neue Kunstschule vor der Architektur von Charles Rennie Mackintosh, indem er in deren Inneren vertikale Lichttunnel schafft, um direktes Licht zu transportieren und in diffuses Licht zu verwandeln.
Steven Holl's School of Art in Glasgow ist ein modernes Gebäude aus wassergrün emailliertem Glas mit regelmäßigen, gut geformten Volumen und einer Gesamtfläche von 11.250 Quadratmetern, die mit denen des berühmten Gebäudes von C.R. Mackintosh in einem provozierenden Dialog stehen. Eine Entscheidung, die jeden Planer in Schwierigkeiten gebracht hätte, wenn auch nur wegen der Hingabe, die einem in der Geschichte der Architektur so wichtigen Werk entgegengebracht wird. Steven Holl hingegen konnte die eleganten Gestaltungsentscheidungen des schottischen Architekten nachvollziehen, indem er sie mit Lösungen, die den funktionalen Bedürfnissen der Schule entsprechen, zeitgemäß interpretierte.
Deshalb wurde, wie im Fall der historischen Schule, beschlossen, die Laboratorien nach Norden zu verlegen, um das diffuse Tageslicht bezogen auf das aus dem Süden kommenden direkten Lichts zu nutzen. Bei dieser Gestaltungswahl ist die direkte Strahlung aus dem Süden dazu bestimmt, die Mensa, die Gemeinschaftsräume und die Ausstellungsräume zu beleuchten. Auf diese Weise können die Schüler im nördlichen Teil des Gebäudes ein Licht mit konstanter Intensität genießen und so die typischen Veränderungen des sich verändernden schottischen Himmels vermeiden. Das Projekt entwickelt sich auch entlang des Bestandsbaus, der sich mit seinen massiven Glasvolumina um fast 27 Meter erhebt und sich nach Süden hin zu einem Garten öffnet, der den Blick aus den Labors der vorgelagerten historischen Schule verschönert und so eine bis jetzt fehlende optische Schnittstelle errichtet.
Darüber hinaus nährt sich der Neubau aber auch von dem reflektierten und dann gestreuten Licht aus drei vertikalen Tunneln, die direkte Strahlung in das Gebäude leiten. Aus diesem Entwurf entstehen spannende Lichtspiele in den gegliederten Räumen und nicht nur in den suggestiven Bauansichten.
Die hier verwendete Technologie ist einfach, aber genial, und sie bringt die bemerkenswerte Studie des Lichts an der Basis des Projekts zum Vorschein.

Fabrizio Orsini  
client: The Glasgow School of Art – David Miller, Eleanor McAllister, Douglas Anderson, Heather Gemmell (project manager) Megan Green (project administrator), Ian Jones (decant project manager) Stuart Miller (assistant project manager) Mike Sharp (academic coordinator)
architect: Steven Holl Architects Steven Holl, Chris McVoy (design architects), Chris McVoy, Noah Yaffe (partners in charge), Dominik Sigg (project architect), Dimitra Tsachrelia (assistant project architect), Rychiee Espinosa, Scott Fredricks, JongSeo Lee, Jackie Luk, Fiorenza Matteoni, Ebbie Wisecarver (project team), Dominik Sigg, Peter Adams, Rychiee Espinosa (competition team)
associate architects: JM Architects Henry McKeown (design director) Craig Tait (project architect) Paul Twynam, Vicky Batters (architect) Ian Alexander (design director, competition stages)
project manager: Turner & Townsend
general contractor: Sir Robert McAlpine
engineer: Ove Arup & Partners
quantity surveyor: Turner & Townsend
cdm coordinator: Cyril Sweett
landscape architect: Michael Van Valkenburgh and Associates
planning: Turley Associates

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