27-04-2018

Baumstruktur für das Coeda House von Kengo Kuma

Kengo Kuma,

Japan,

Bar,

Holz, Glas,

Ein Haus von Kengo Kuma mit zentraler Holzstruktur und Glaswänden, blickt wie ein künstlicher Baum über das Meer. Die Fugen zwischen seinen Zweigen sind unsichtbar.



Baumstruktur für das Coeda House von Kengo Kuma
Das von Kengo Kuma entworfene Coeda-Haus am Pazifik hat eine zentrale Baumstruktur, die das Erscheinungsbild und die Sicht auf die Landschaft verbessert, vor allem aber die statische Leistung, die hier durch zahlreiche Erdbeben auf die Probe gestellt wird.
Die extreme Einfachheit des Projekts steht im Einklang mit der Essentialität der orientalischen Kultur, aber im Inneren überrascht sie mit einem unerwarteten formalen Reichtum bzw. mit einer Holzkonstruktion, die aus einem einzigen Sockel aus Stahlbeton aufsteigt, der mit der Fundamentplattform verbunden ist, die wiederum mit den umgedrehten Balken verbunden ist, die sich entlang des Umfangs befinden und auf denen schließlich die Fenster der Fassade ruhen. Der künstliche Baum, der das Dach stützt, erreicht und überschreitet den Umfang auf allen vier Seiten und entwickelt sich anhand heller Vierkanthölzer aus Zedernholz von 80x80mm, die durch Kohlefasernägel verbunden sind, ein Material, das bis zu siebenmal mehr Zugkraft als Stahl aushält. Eine technische Wahl, die es ermöglicht hat, etwa fünfeinhalb Meter Überhang zu erreichen, die die eigentlichen Protagonisten der strukturellen Leistung des Projekts sind.
Das Fundament ist außerdem mit einem Kleber zwischen Säule und Sockel versehen, der typischerweise für kleine Gebäude verwendet wird, deren Zweck es ist, die tellurischen Bewegungen an der Basis der Struktur zu zerstreuen, um die Elastizität des gesamten Gebäudes zu fördern und statische Beeinträchtigungen zu vermeiden.
Die zentrale Struktur, obwohl von beträchtlicher Größe für ein Haus, dessen Dach nicht mehr als 12,5 Meter Seitenlänge aufweist, ist so zerklüftet, dass das Volumen nicht auf den Innenraum wirkt, sondern im Gegenteil dazu das Ganze verbessert, da seine Komponenten nicht das Gefühl vermitteln, miteinander verbunden zu sein.
Die Glasfassaden, die ihren Umriss bilden, erscheinen daher als temporäre Barriere zwischen denjenigen, die die Landschaft und das Meer bewundern. Wer das Haus von außen betrachtet, wird von seiner Struktur verführt, die aber auch als schlichtes Möbelstück erscheinen könnte. 

Fabrizio Orsini


Architect: Kengo Kuma
Photos: Kawasumi und Kobayashi Kenji Photograph Office

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