19-01-2018

Altes Glas neu aufgelegt beim Bahnhof in Delft von Mecanoo

Mecanoo,

Stationen, Hafen, Urban Architecture, Öffentliche Gebäude, U-Bahn,

Metall, Zement, Glas,

Der neue Bahnhof von Delft nach dem Entwurf des Büros Mecanoo birgt viele Innovationen, die die niederländische Glastradition betreffen und ein überraschender Stadtplan, der auf die Träger der Zwischendecke gedruckt ist



Altes Glas neu aufgelegt beim Bahnhof in Delft von Mecanoo

In Delft wurde der neue Bahnhof von Mecanoo gebaut. Die Fassade des Bahnhofs belebt auf komplett moderne Art die berühmten Rundscheiben in den Fenstern der historischen Gebäude, die hier allerdings bezogen auf das normale Doppelglas höhere Energieleistungen bringen. Der Bahnhof von Delft musste aufgrund neuer Bedürfnisse umgestaltet werden wobei die zahlreichen Ansprüche an die verschiedenen Funktionen zu berücksichtigen waren. Die Planer von Mecanoo haben in diesem Fall ein kristallförmiges Gebäude mit einem trapezförmigen Grundriss und einer Facettierung des Baukörpers mit einer Verkleidung aus Glas und Stahl erfunden, wo sich glatte Fenster mit denen abwechseln, in denen die runden Glasscheiben eingesetzt sind, wie sie für die niederländische Tradition typisch sind. Diese wurden hier aber nicht nur als Dekoration oder historischer Verweis verwendet, sondern um die Energieleistungen der Fassade zu verbessern. Eine andere Neuheit ist, dass es hier kein begehbares Dach gibt, denn das Glas ist auf der gesamten Gebäudeoberfläche zu finden und verleiht ihm jene charakteristische Form, die bereits erwähnt wurde und nutzt zudem den Treibhauseffekt zum Heizen des gesamten Baukörpers. Die Anlagen sind so koordiniert, dass sie sich gegenseitig ausgleichen zwischen der Verwendung einer Wärmepumpe und dem Umlauf der warmen Luft, die bereits in die Räumlichkeiten eingespeist wird. Die Stahlstruktur sieht man nur im Inneren der Büros mit ihren verzweigten Balken, die den Raum durchqueren und somit die Arbeitsplätze kennzeichnen. Im Erdgeschoss erscheinen die weißen pilzförmigen Pfeiler mit Dekorationen an ihrem Fuß, die auf elegante Weise das Innere interpretieren. Doch die wichtigste Vision erscheint den Reisenden, wenn sie zum Bahnhof gelangen, nämlich der Stadtplan, der auf den unzähligen Lamellen der Zwischendecke aufgedruckt ist. Eine Folge von Streifen, die das Auge des Betrachters auf magische Weise im Geist zusammenfügt, wenn er den Blick erhebt und nach oben schaut, um diese optische Wunder zu sehen.

Fabrizio Orsini

Programme: Municipal offices with 16,500m² of offices around internal patios, a bicycle shed, an archive, a loading and unloading area and a public lobby of 2,250m²; the public lobby is visually and physically linked to the station hall of 2,450m² with retail facilities and food and beverage of 850m2; the total programme measures 28,320m²
Design: 2006-2010
Realization: 2012-2016, station hall and first phase of the municipal offices to be completed in 2015
Client: Ontwikkelingsbedrijf Spoorzone Delft BV, Delft, the Netherlands Structural Engineer ABT bv, Delft, the Netherlands Mechanical Engineer Deerns Raadgevende Ingenieurs B.V., Rijswijk,
Cost Consultant: Basalt bouwadvies bv, Nieuwegein,
Building Physics and Fire Safety Consultant: LBPSight, Nieuwegein,
Consultant Graphics Ceiling: Geerdes Ontwerpen, Huizen

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