16-01-2013

Camps-Felip: Ferreries Kulturzentrum in Tortosa

Josep Camps · Olga Felip · Arquitecturia,

Pedro Pegenaute,

Spanien,

Metall, Glas,

Sanierungs, NextLandmark,

Unter den zahlreichen Projekten, die bei dem von Floornature organisierten internationalen Contest Next Landmark entdeckt und ausgezeichnet wurden, ist eine Nennung an die Sanierung des Markts von Ferreries gegangen, ein Stadtviertel von Tortosa in Katalonien, nach einem Entwurf der Architekten Josep Camps Povill und Olga Felip Ordis. Das alte Gebäude wurde restauriert und zu einem Kulturzentrum umfunktioniert, während ein neuer Baukörper als Verbindung mit dem davor liegenden Platz realisiert wurde.



Camps-Felip: Ferreries Kulturzentrum in Tortosa
Im Rahmen der zeitgenössischen Untersuchung zur urbanen Regenerierung haben Josep Camps Povill und Olga Felip Ordis die Architektur eines alten Markts in Tortosa, Katalonien, saniert. Diesem Beitrag wurde bei dem internationalen, von Floornature ausgerichteten Wettbewerb Next Landmark die Ehrennennung verliehen. Im Stadtteil Ferrieres, von dem das Werk seinen Namen hat, fügt sich die neue Anlage als Kulturzentrum in die Stadt ein und belebt den davor liegenden Platz Joan Monclús.
Die alten urbanen Orte, die den Bewohnern des Viertels bekannt und die Zeugen der Geschichte der Gemeinschaft sind, werden von der Zeit aufgebraucht und verwandeln sich in zerfallende Architekturen mit der geheimnisvollen Anziehungskraft des Gesichts eines alten Menschen. Der chirurgische Eingriff zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands ist nicht immer wirkungsvoll, denn hierbei wird der Schleier der Abnutzung entfernt, der die Zuordnung eines Datums und einer Zeit erschwert und der die Empathie zwischen dem menschlichen Blick und dem künstlich Geschaffenen verhindert.
Eine erfolgreiche Strategie der zeitgenössischen Architektur ist es, das Werk mit einer anderen Funktion zurückzugewinnen, wobei diese normalerweise dem sozialen Leben gewidmet ist, wie auch in diesem Fall, wo aus einem ehemaligen Markt ein Kulturzentrum wird. Der alte einschiffige Baukörper mit dem Giebel als Attraktion im städtischen Umfeld wurde restauriert: Auf den Oberflächen wurde eine Verkleidung mit vertikalen, weiß gestrichenen Holzdielen appliziert, die in einem solchen Abstand angebracht sind, dass sie ein gleichmäßiges Muster über den gesamten Raum schaffen, einschließlich der Überdachung. Die Architektur wird zum neutralen Ort, annulliert die Beziehung mit der Vergangenheit und bietet sich als Behältnis für neue Funktionen an. Diese Verkleidung reflektiert das Licht, das aus den hohen Fenstern einfällt, die sich an der Seite und auf der Front befinden. Dies geschieht nach einem vorhandenen Muster, so dass die Architektur von Außen ihr ursprüngliches Aussehen behält, das die Bürger gewohnt sind.


Während der alte Markt eine horizontale und eingeschossige Anlage ist, entwickelt sich das neue Gebäude im Kontrast dazu deutlich vertikal und überragt den Platz Joan Monclús um vier Stockwerke: Zwei einfache diagonale Eisenpfeiler tragen den monolitischen Block, der somit leichter wirkt und rücken ihn in den Vordergrund. Nicht nur die Struktur ist aus schwarzem Stahl, sondern auch die Fassaden, die ein Raster bilden, das als Brise-Soleil für die Wände dient, die ab dem ersten Stock aus Glas sind. Das Erdgeschoss wird hingegen von barrierefreiem Glas dominiert, das sich von dem Vorbestand zum neuen Bauwerk erstreckt: Ein Verbindungselement, das den Eingang markiert. Die Stahlarchitektur ist ein großen Tor auf das neue Kulturzentrum, dessen Büros und Diensträume es beherbergt: Gleichzeitig betont die kompositorische Wahl von Glas die Verbindung zwischen Innen und Außen, zwischen den kulturellen Aktivitäten des Zentrums und dem davor liegenden Platz als Sitz der Veranstaltungen der Gemeinschaft.

Mara Corradi

Entwurf: Josep Camps Povill + Olga Felip Ordis
Mitarbeiter: Mariel la Agudo, Aitor Horta, Jaume Farrés, Irene Solà
Bauträger: Tortosa Main Hall, GUMTSA
Ort: Joan Monclús Square, Tortosa (Katalonien, Spanien)
Tragwerksplanung: Prointec
Bruttonutzfläche: 943,31 m2
Grundstücksgröße: 2000 m2
Wettbewerb: 2007
Planungsbeginn: 2007
Ende der Bauarbeiten: 2010
Bauunternehmen: Grup TAUICESA
Tragwerk aus Metallpfeilern und Zementdecken
Innenwände aus weiß lackierten Holzdielen
Linoleumfußböden
Bildnachweis: © Estudio Pedro Pegenaute

www.josepcampsolgafelip.net


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