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Bürogemeinschaft Schneider + Schumacher


Biografie

Das 1988 gegründete deutsche Architekturbüro Schneider + Schumacher hat seinen Hauptsitz in Frankfurt am Main und zwei weitere Büros in Wien und Tientsin.
Gründer sind Till Schneider (Koblenz, 1959) und Michael Schumacher (Krefeld, 1957), beide Absolventen der Fachrichtung Architektur an der Universität Kaiserslautern. Anschließend setzten sie ihr Studium fort und erwarben an der Städelschule in Frankfurt im Rahmen des von Sir Peter Cook geleiteten Kurses ein Postgraduiertendiplom.

Das Architekturbüro befasst sich vor allem mit großen Neubauten, Masterplänen, Modernisierungen und Renovierungen historischer Gebäude und kümmert sich um alle Phasen der Arbeiten, vom Entwurf bis zur Bauleitung, von der Generalplanung bis zum Detail.
Zu den erklärten Zielen des Architekturbüros gehört ein „ganzheitlicher Ansatz, der die Diskussion über Städte und ihre Architektur fördert (....) und lebenswerte Städte und Landschaften für die Zukunft plant“.
Die meisten Projekte von Schneider + Schumacher wurden in Deutschland und insbesondere in Frankfurt am Main durchgeführt.

Die erste Arbeit, mit der sie sich international durchsetzten war die Infobox am Leipziger Platz in Berlin (1995). Ein wichtiges, 2001 abgebautes temporäres Bauwerk, das die Bauarbeiten rund um den Potsdamer Platz dokumentieren sollte. Für Besucher konzipiert, konnte man in ihr den Fortschritt der Baustellen verfolgen und Modelle zukünftiger Gebäude betrachten.

Mit seiner eigentümlichen Quaderform (62,5×15×15×15 m) und der knallroten Farbe in der Zeit, als Berlin die größte Baustelle Europas war, hat dieses kleine Gebäude sein Image mit dem Wiederaufbau der Stadt verbunden. Der in 3 Monaten errichtete Pavillon auf Stelzen etwa acht Meter über dem Boden wurde mit rot lackierten Stahlblechen verkleidet. Der Innenraum umfasste drei Etagen mit Ausstellungs- und Konferenzräumen sowie einer Cafeteria. Das Flachdach diente auch als Aussichtsterrasse, während die Außentreppe zum Gebäude und zur Terrasse führte. Es war der erste Neubau im Bereich des Potsdamer Platzes nahe der ehemaligen Berliner Mauer.

In Frankfurt bildet im Rahmen einer Reihe von Maßnahmen, die das Architekturbüro seit Ende der 90er Jahre im Westhafen, dem ehemaligen Binnenhafen am rechten Mainufer, durchführte, nun der Westhafen-Tower das Wahrzeichen des neuen Stadtquartiers. Dazu gehört unter anderem der Verwaltungskomplex Westhafen-Tower, ein zylindrischer Wolkenkratzer, der einen der Haupteingänge in die Stadt markiert sowie das Bürogebäude Westhafen House, Bridge Building und Westhafen-Pier.

Letzterer hat Deutschland auf der 10. Biennale in Venedig 2006 repräsentiert und zeichnet sich durch seine Lage zwischen dem Fluss und einem bereits bestehenden Kohlekraftwerk aus. Die Entwurfsstrategie wurde durch die industrielle Umgebung bestimmt, da es notwendig war, den Zugang zur Versorgung mit Kohle auf dem Gelände aufrechtzuerhalten. Das Förderband für die Belieferung mit Kohle (geräuschgedämmt) „führt durch das Gebäude und bestimmt die Höhe des Sockels des Bürogebäudes. Im dreigeschossigen Sockelbau wurden ein Parkhaus und Geschäfte und Gastronomieflächen eingerichtet“. Die Fassade aus eloxiertem Aluminium mit ihrer charakteristischen vertikalen Zickzackform fällt ins Auge.

Sowohl von den Büros als auch von der großzügigen Terrasse, zwischen den einzelnen Gebäuden, bietet sich ein hervorragender Blick über den Fluss. Das Gesamtbild des Gebäudes erinnert an „ein technisches Objekt, das wie der Faltenbalg einer alten Kamera aussieht, der sich natürlich an die Form des Heizkraftwerks anpasst“.

Wichtig und bekannt ist die Erweiterung des Städel Museums in Frankfurt (2008-2012). Es ist das älteste Museum Deutschlands in einem von Oskar Sommer (1840-1894) entworfenen und 1815 von dem Frankfurter Bankier, von dem es seinen Namen hat, gegründeten Neorenaissance-Gebäudes. Durch die Positionierung des Neubaus unterhalb des Städel-Gartens, wurde die vorhandene Ausstellungsfläche von 4.000 m² nahezu verdoppelt. Seine 195 kreisrunden Oberlichter entwickelten Augen für die Kunst sind von außen begehbar und versorgen den Ausstellungsraum mit Tageslicht. Erwähnenswert sind auch die ökologische Nachhaltigkeit und der minimale Energieverbrauch des Gebäudes sowie die Position einiger seiner Innenräume (Verwaltungsgebäude, Metzler-Saal, Bibliothek), die Aufteilung, Funktionalität und Zugang zum Gebäude verbessert haben.

Zu den wichtigsten Projekten in Frankfurt am Main gehören auch die schonende Sanierung des ehemaligen US-Generalkonsulats in der Siesmayerstraße (2007), die Sanierung des historischen Instituto Cervantes (2008) und des SilverTower / Silberturm (2011), dem ehemaligen Hauptsitz der Dresdner Bank.

Das Architekturbüro hat zahlreiche renommierte Auszeichnungen erhalten. Zu den jüngsten zählen der American Architecture Prize 2016 (Bereih „Cultural Architecture“) für den Ausbau des Städel Museums, der International Architecture Award 2017 für die Campusbrücke Mainz, und die International Design Awards 2018 für den Frankfurter Pavillon.
 
Schneider + Schumacher: Berühmte Werke und Projekte
 
- International Accelerator Center FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research), Darmstadt (Germania), 2022 (previsto)
- Shenzhen Qianahi Justice Centre, Shenzhen (Cina), 2020 (previsto)
- Riqualificazione della banchina nel porto doganale di Magonza (Germania), 2019 - in corso
- Allianz Campus, Berlino (Germania), 2019 - in corso
- Frankfurt Station Hotel, Francoforte sul Meno (Germania), 2018
- Frankfurt Pavilion, Francoforte sul Meno (Germania), 2018
- Centro studi e conferenze MBS, Mannheim (Germania), 2017
- Riprogettazione degli spazi esterni del complesso di uffici “Die Welle” ("The Wave"), Francoforte sul Meno (Germania), 2016
- Campus Bridge Mainz, (Germania), 2015
- Ölhafen Bridge, Raunheim (Germania), 2013
- Chiesa sull’autostrada A45, Wilnsdorf (Germania), 2013
- Ampliamento del Museo Städel, Francoforte sul Meno (Germania), 2012
- Ristrutturazione della SilverTower / Silberturm, Francoforte sul Meno (Germania), 2011
- Ristrutturazione dell'Instituto Cervantes, Francoforte sul Meno (Germania), 2008
- Edificio per uffici Siesmayerstraße (ex consolato americano), Francoforte sul Meno (Germania), 2007
- Westhafen Marina, Francoforte sul Meno (Germania), 2006
- Westhafen Pier, Francoforte sul Meno (Germania), 2004
- Westhafen Tower, Francoforte sul Meno (Germania), 2003
- Westhafen Bridge Building, Francoforte sul Meno (Germania), 2003
- Westhafen House, Francoforte sul Meno (Germania), 2003
- Edificio dirigenziale BRAUN, Kronberg im Taunus (Germania), 2000
- Infobox, Leipziger Platz, Berlino (Germania), 1994 (smantellato 2001)
 
Offizielle Webseite
 
www.schneider-schumacher.com

Verwandte Artikel: schneider+schumacher


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