24-04-2013

Besucherzentrum für Höhlenmalereien “Roca dels Moros”

Prudenci Espanol Pons, José Ángel Hidalgo Arellano,

Spanien,

Landschaft, Architektur und Kultur, Exhibition Center,

gleichzeitig,

Zement,

NextLandmark,

Unter den Finalisten der ersten Ausgabe des von Floornature organisierten internationalen Architekturwettbewerbs “Next Landmark”, haben die Architekten Prudenci Espanol Pons und José Ángel Hidalgo Arellano das Projekt für das Besucherzentrum für Höhlenmalereien “Roca dels Moros”, in El Cogul. Katalonien, eingereicht. Bei diesem Werk, das zum Teil unterirdisch ausgeführt ist, haben Struktur und Material nur eine minimale Auswirkung auf die Landschaft.



Besucherzentrum für Höhlenmalereien “Roca dels Moros”
Die Architekten Prudenci Espanol Pons und José Ángel Hidalgo Arellano interpretieren hier den Ausdruck Landmarke im Sinne der Gegenwart und haben ihr Werk bei der ersten Ausgabe des internationalen, von Floornature organisierten Architekturwettbewerbs “Next Landmark&rdquo präsentiert. Die integrierte Form und die unterirdische Entwicklung des Projekts für das Besucherzentrum der prähistorischen Stätte von Roca dels Moros in Katalonien, werden von dem Wunsch motiviert, die Auswirkungen auf das geschützte natürliche Umfeld, das in seinem Inneren die wertvollen Höhlenmalereien mit Figuren in roter und schwarzer Farbe versteckt, möglichst gering zu halten.
Die Malereien von El Cogul wurden zu Beginn des letzten Jahrhunderts entdeckt und gehören zu den wichtigsten Funden von Höhlenmalereien auf der iberischen Halbinsel. Heute können sie anhand der Rückgewinnung eines alten Weges wieder besucht werden, der zu den Grotten führt, in denen menschliche Figuren und Tiere an die Wände gemalt sind. Zu dem alten Weg, der saniert und mit einem Fußbodenbelag versehen wurde, gelangt man heute nach dem Betreten einer unterirdischen Struktur, die von außen fast unsichtbar ist und welche den Höhenunterschied zwischen dem Eingangspunkt und dem vorgeschichtlichen Fundort überwindet.
Das Profil der Hochebene wird nicht verändert und die Architektur tritt auch nicht deutlich auf dem Terrain hervor, wie man es von einer Landmarke erwarten würde. Die Besonderheit der “stillen” Projekte wie diesem ist es, das sie funktional sind, ohne zu sehr auf ihre Anwesenheit hinzuweisen. Hier beginnt das Werk mit der Aufwertung des historischen und natürlichen Umfelds und so haben die Planer die Hauptrolle des architektonischen Zeichens dem Schutz der Umgebung untergeordnet.
Das Bauwerk des Zentrums mit den Ausstellungsräumen und den Büros zur Verwaltung der Besichtigungen, ist teilweise in den Hügel eingegraben. Von hier aus beginnt der unterirdische zementierte Weg, der zu den Grotten der Mauren führt. Die Architektur und deren Weg wurden wie eine Art Initiation konzipiert, wo der allmähliche Abstieg in die Tiefe von Schnitten in der Überdachung unterbrochen wird, welche das Licht filtern und die Außenwelt noch sehen lassen, sodass der Besucher nie ganz die Wahrnehmung des Raums und der Zeit verliert, in dem und der er sich befindet.
Indem der alte Zugangsweg zur Grotte benutzt wird, hat der Aushub für die Realisierung des neuen Wegs keine weiteren Eingriffe in der Landschaft verursacht, sondern einfach den ursprünglichen Streckenverlauf wieder hergestellt.


Der für das Tragwerk, die Überdachung und den Fußboden auf der gesamten Eingriffsfläche benutzte Beton, wurde nach der Anbringung mit einer Farbe auf der Grundlage von Eisensulfit angestrichen, um dem Material eine rote Farbe zu verleihen, die dieses den Farbtönen der Erde annähert, in der es sich versteckt. Bei Sonnenbestrahlung neigt dieser Anstrich dazu, im Laufe der Zeit dunkler zu werden und somit zu altern.
Das begrünte Dach rundet die Integration zwischen Natur und Bebauung ab.

Mara Corradi

Entwurf: Prudenci Espanol Pons, José Ángel Hidalgo Arellano
Mitarbeiter: Josep Justo Parellada, Rafael Seguí, Javier Margarit Boscà, Carlos Rodrigo Baños, Álvaro Clua Uceda
Bauträger: El Cogul, council / Generalitat de Catalunya
Ort: Camí del Cogul a l’Albagès, El Cogul, Lleida, Catalogna (Spanien)
Tragwerksplanung: Institut Tecnològic de Lleida, Prudenci Español Novau, Núria Español Pons
Bruttonutzfläche: 500 Quadratmeter (building), 850 Quadratmeter (itineraries to the cave)
Grundstücksgröße: 17.000 Quadratmeter
Wettbewerb: 2006
Planungsbeginn: 2008
Ende der Bauarbeiten: 2010
Bauunternehmen: Catalana Aragonesa de Construcciones SA, CACSA
Betondach
Tragwerk aus Stahlbeton
Betonfußboden
Bildnachweis: © José Ángel Hidalgo Arellano, Prudenci Español Pons

cogul.rupestre.org/es


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