13-03-2007

Bäckerei Princi. Claudio Silvestrin. Mailand. 2006

Claudio Silvestrin,

Mailand,

Geschaft,

Stein,

Kompositorische Strenge, eleganter Minimalismus, Wesentlichkeit der Farben und Materialien: Die Verkaufsstelle der Bäckereien Princi, die in Mailand in der Nähe des Doms realisiert wurde, ist von Claudio Silvestrin als ein Ambiente gestaltet worden, das nicht nur auf transparente Weise die Aktivitäten der Brotherstellung präsentiert, sondern auch die symbolischen Werte ausdrückt, die mit dem grundlegenden Nahrungsmittel unserer Ernährung verbunden sind.



Bäckerei Princi. Claudio Silvestrin. Mailand. 2006 Der Raum ist länger als breit und schaut mit zwei Schaufenstern auf die via Speronari, während das Innere nach einer Dreiteilung organisiert ist, in der die Ausstellung, der Verkauf und die Herstellung einander folgen, wobei diese ja sonst nicht im Blickpunkt steht. Brotherstellung, Backen und Verkauf vereinen sich also in einem einzigen Raum: Diese Lösung macht aus diesem Raum eine faszinierende Werkstatt-Ausstellungsort.
Aber was bei Betreten dieser besonderen Bäckerei erstaunt und den Besuch so angenehm macht, ist auch die Art. mit der der Raum konzipiert wurde: Bis in das kleinste Detail gepflegt und ausgesucht in den kompositorischen Wahlen, wie bei allen Arbeiten von Claudio Silvestrin.

Die Linearität zeichnet hier zusammen mit der geometrischen Abtastung einen Raum mit entschlossenen Zügen, bei dem Porphyr und Bronze die Hauptrolle spielen. Die Fußbodenplatten sind aus Porphyr, ebenso wie die Wände im Ausstellungsbereich und die Verkleidung der Wand neben der Kasse, wo die Fläche mit einer leichten Schräge nach unten geht. Parallelepipede aus naturbelassenem Porphyr dienen mit einer polierten Fläche als Ablagen, an denen man stehend einen kleinen Imbiss verzehren kann. Aus Bronze hingegen ist die 16 Meter lange Theke, die ebenfalls aus einem Stück ist und minimalistische Züge aufweist. Wenige, dafür aber bedeutende und stark symbolhaltige Episoden, die dieses Ambiente "markieren": Die niedrigen Parallelepipede mit ihrer rauen Texture für den Raum der Kasse, eine Reihe von Nischen in der anliegenden Wand, von denen in jeder eine Kerze mit eckigen Formen steht; ein Wasservorhang, der auf den Porphyrplatten einer der Wände entlang läuft.

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