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Atelier Deshaus


Biografie

Das 2001 in Shanghai gegründete und in China tätige Architekturbüro Atelier Deshaus besteht derzeit aus den Partnern Liu Yichun und Chen Yifen, beide Absolventen der Fakultät für Architektur der Tongji-Universität.
Zunächst entwarfen die Architekten vor allem öffentliche Gebäude und Häuser, mit denen sie sich auf der internationalen Szene profiliert und zahlreiche Auszeichnungen wie die Business Weeks/Architectural Record China Awards, die WA Chinese Architecture Awards und die FAR EAST Architecture Awards erhalten haben.

Bein Ansatz des Architekturbüros ist der Ausgangspunkt „die Betrachtung des Selbst und der Umgebung (....) die kontinuierliche Suche nach einem neuen Verständnis von Vernunft (li), das seine Beziehung zur traditionellen Verbindung von Werk und Ethik (qing) nicht unterbricht“.

Die Kenntnis des Ortes und seiner Sedimentation im Gedächtnis ist ein weiteres Schlüsselelement ihres Gestaltungsprozesses. In den Projekten des Architekturbüros, von denen viele in Shanghai realisiert wurden, sind Vergangenheit und Geschichte der chinesischen Architektur mit der Gegenwart verbunden, auf der Suche nach einem besseren Verständnis der Sprache der Moderne.

Ausgehend von dieser ersten Vision und mit diesen Projektzielen, integriert Deshaus zahlreiche Elemente wie Landschaft, Menschlichkeit, Funktionalität, „bis Raum und Form strukturiert erscheinen“.
In den letzten Jahren sind mehrere Kunstmuseen entstanden: Zwischen 2014 und 2016 realisierte das Architekturbüro in Shanghai das Artron Arts Centre, das West Bund Art Centre, das Long Museum West Bund und das Modern Art Museum. Es folgen das aktuelle Taizhou Contemporary Art Museum in Taizhou und das Qintai Art Museum in Wuhan (2019).

Das Artron Shanghai Arts Center ist ein Sanierungsprojekt der Shanghai Towel 16th Factory, das „auf dem Prinzip der maximalen Reserve und der Nutzung des ursprünglichen Raumes basiert, die beim Komfort und der Wirtschaftlichkeit des Baus voll berücksichtigt ist“. Die Kombination aus der industriellen Raumgröße des ursprünglichen Gebäudes und der Atmosphäre des neuen Designs ist bemerkenswert. Im Inneren ist der Übergang von der Kläranlage zur ursprünglichen Handtuchfabrik (das „Dingyi-Gebäude“) der optische Mittelpunkt. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Künstler Dingyi entworfen, der Keramikfliesen mit einer etwas anderen Farbkombination herstellte, die als primäres Dekorationsmaterial verwendet wurden.

Das West Bund Art Centre ist auch ein Sanierungsprojekt einer Fabrik (der Shanghai Aircraft Manufactory). Am Ufer des Huangpu-Flusses auf dem Gelände einer ehemaligen Werft mit Kohleverladestation ist das Long Museum West Bund mehr oder weniger als Neubau entstanden.
Der neue Entwurf nutzte den Bestand und sah „schirmartige Auskragungen, freitragende Strukturen, die auf einer unabhängigen Wand ruhen, vor. Mit freiem Durchgang wurden die Trennwände in den bestehenden Unterbau eingesetzt und mit dem strengen, orthogonalen Raster der bestehenden Säule verbunden, wodurch der ehemalige Garagenraum in einen Galerieraum umgewandelt wurde.

Die Innenwände und Decken sind aus Sichtbeton: Mit ihrer mehrdeutigen geometrischen Abgrenzung schaffen sie „ein einzigartiges Raumerlebnis, das sowohl ein Gefühl des Schutzes als auch ein Gefühl der Freiheit bietet“. „Durch die großen Auskragungen, die das Museum in Kontinuität mit den bestehenden industriellen Strukturen bringen, entsteht ein Gefühl der Stärke oder Leichtigkeit, das nicht nur zeitlich, sondern auch räumlich ist“ (Domus).
Der Huaxin Wisdom Hub (2015), ebenfalls in Shanghai, ist ein Mehrzweckgebäude mit Ausstellungs- und Konferenzräumen.

Der Huaxin Wisdom Hub, „ein introvertiertes Gebäude“ befindet sich in einer kleinen, schmalen und sehr dichten besiedelten Gegend, umgeben von Straßen, Parkplätzen und Wolkenkratzern. Ein aufgehängter „Betonring“ markiert die Grenze des Bauwerks. Der Komplex ist in vier einzelne, kreisförmig angeordnete Segmente unterteilt. Innen- und Außenräume verschwimmen durch die hängende Wände.

Das Magazin Architecture Record wählte das Atelier Deshaus 2011 zu einem der 10 avantgardistischsten Architekturbüros. Seine Arbeiten wurden gewürdigt durch wichtige Ausstellungen auf der ganzen Welt und durch die Veröffentlichung in renommierten Zeitschriften wie A+U, Area, Lotus, Future, Mark, Wallpaper, Casabella und Büchern über aktuelle Designtrends in China wie „Positions: Portrait of a New Chinese Architects” (Actar, 2008), „The Phaidon Atlas of 21st Century World Architecture” (Phaidon 2008), „Architecture in China” (TASCHEN, 2007).
 
Atelier Deshaus: Berühmte Werke und Projekte
 
- Qintai Art Museum, Wuhan (Cina), 2019
- Taizhou Contemporary Art Museum, Taizhou, Zhejiang (Cina), 2019
- Golden Ridge Upper-cloister, Chengde (Cina), 2018
- House ATO, Pechino (Cina), 2018
- Renovation and Reuse of 80000 Silo Warehouse, Shanghai (Cina), 2017
- Tea House in Li Garden /  Shanghai (Cina), 2016
- Xinchang Village's Central Kindergarten in Tianquan county, Sichuan (Cina), 2016
- Footbridge on Rihui River, Shanghai (Cina), 2016
- Modern Art Museum, Shanghai (Cina), 2016
- The R&D and innovative port of AIAC, Shanghai (Cina), 2015
- Atelier Deshaus Office on West Bund, Shanghai (Cina), 2015
- Blossom Pavilion, Shanghai (Cina), 2015
- Hua Xin Wisdom Hub, Shanghai (Cina), 2015
- Shanghai Jiading Tao Li Yuan school, Shanghai (Cina), 2015
- Long Museum West Bund, Shanghai (Cina), 2014
- West Bund Art Centre, Shanghai (Cina), 2014
- Artron (Shanghai) Arts Centre, Shanghai (Cina), 2014
- Qingpu Youth Center, Shanghai (Cina), 2012
- Spiral Gallery, Shanghai (Cina), 2011
- Kindergarten of Jiading New Town, Shanghai (Cina), 2010
- Plot 6 of Jishan Base in Jiangsu Software Park, Jiangsu (Cina), 2008
- Office building for Qingpu Business Association, Shanghai (Cina), 2005
- Xiayu Kindergarten, Shanghai (Cina), 2005
- The Dongguan Institute of Technology, Dongguan (Cina), 2004
- Tri-house, Jiangsu (Cina), 2002
 
Offizielle Webseite
 
www.deshaus.com

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