11-11-2002

Architektur als Poesie

Madrid,

Theatres, Academy, U-Bahn,

Messen,

Auch in der Architektur erzeugt eine präzise Sprache nicht nur Qualität, sondern auch Poesie. So könnte man das Werk von Wilhelm Holzbauer bezeichnen.



Architektur als Poesie Modelle und Fotografien seiner Projekte sind in der ehemaligen >Kirche von S. Mattia in Bologna zu sehen.
In der Ausstellung unter der Schirmherrschaft des Kanzlers und des Bundesaußenministers der österreichischen Republik sowie der Schirmherrschaft des Architektenverbands des Kreises Bologna und des Assessoramts für Urbanistik der Stadt Bologna, sind die Modelle des "Hubschrauberhauses" aus dem Jahr 1960, des "Opernhauses von Madrid" aus dem Jahr 1964 zu sehen, aber auch neuere Werke, wie das "Techgate" in Wien von 2001.
Die Ausstellung umfasst Fotografien und hintergrundbeleuchtete Gigantografien sowie Farbzeichnungen, und betont dabei die Projekte, die dem Architekten zu internationalem Ruhm gereicht haben aber auch von besonderem Interesse für das italienische Publikum sind.
1930 in Salzburg geboren, hat Holzbauer an der Akademie für Darstellende Kunst in Wien mit Professor Clemens Holzmeister, dem damals wichtigsten österreichischen Architekten, studiert.
Er wird berühmt, weil er in den 70er Jahren 46 der 52 U-Bahnhöfe von Wien geplant hat.

Er hat eine herausragende Kapazität bewiesen, die herkömmliche architektonische Arbeit und den Einsatz innovativer Elemente zu verbinden, so dass das Wiener U-Bahn-System bis heute ein weltweit gültiges und klares Modell ist.

Während der 21 Jahre Lehrtätigkeit als Leiter der "Meisterklasse für Architektur", hat Holzbauer nicht nur einen bestimmenden Einfluss auf die Schaffung und Realisierung der Arbeiten seiner Studenten gehabt, sondern gilt als der Architekt, der am stärksten das Gesicht Österreichs verändert und modernisiert hat.
Die Anzahl der Gebäude, die in einem Zeitraum von fast fünfzig Jahren ihre Entstehung den Projekten aus dem Büro von Holzbauer verdanken, ist beachtlich, sogar enorm, wenn man sie mit der in Österreich angewandten Praxis vergleicht.
Es handelt sich um Werke mit komplexen Strukturen, die aber immer einen originellen und kohärenten Stil haben - Nutzgebäude, Wohnungen und Theater, mit einer klar lesbaren architektonischen Linie, die auf das zurückzuführen ist, was man als "Holzbauer-Design" bezeichnen kann.
Ein Design, das die Kapazität widerspiegelt, die Bedürfnisse des Auftraggebers ausgehend von einem gewollt und wissentlich pragmatischen Ansatz umzusetzen.
Aber Holzbauer ist kein Vertreter irgendeiner Avantgarde.
Auch wenn er die technischen Neuheiten nicht vernachlässigt, lässt er sich nie auf Experimente bei der Wahl der Formen und Materialien ein. Er versteht es hingegen, große architektonische Gesten zu realisieren, die nie riskieren, als überholt zu gelten. Vielleicht werden seine Bauwerke unter dem Etikett "klassischer Rationalismus" in die Geschichte der Architektur eingehen.
Dessen ist sich Holzbauer bewusst, wenn er sagt: "Die Qualität der gewählten Materialien entspricht einem Prinzip, das ich in allen meinen Arbeiten verwirklicht sehen möchte: Materialien, die "mit Würde alt werden"".

Tom Luger

Wilhelm Holzbauer Architekt
Ehemalige Kirche von S. Mattia
Via S.Isaia 14 - Bologna
27. September - 27. Oktober 2002
http://www.holzbauer.com/

GALLERY


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