14-01-2022

Reception Building von NU architectuuratelier aus Beton und Holz

Nu Architectuur,

Stijn Bollaert,

Meise - Belgium,

Landschaft, Geschaft, Gewerbliche Gebäude,

Zement, Holz,

Der neue multifunktionale Eingang des botanischen Gartens in Meise, Belgien, beherbergt verschiedene logistische Anforderungen in einem Gebäude aus Beton und Holz.



Reception Building von NU architectuuratelier aus Beton und Holz
Der botanische Garten Plantentuin in Meise, Belgien, benötigte einen Empfangsbereich, den das Büro NU architectuuratelier aus Beton und Holz baute, wobei die Struktur auf originelle und effektive Weise interpretiert wurde.
Das Empfangsgebäude musste auf Wunsch des Kunden das Problem der Verwaltung des Eingangs lösen, da dieser bisher durch ein einfaches Tor gegeben war. Gleichzeitig mussten auch Räume mit touristischem Charakter geschaffen werden, wie z. B. eine Buchhandlung, ein Gartengeschäft, Büros und ein Haus für die Hausmeister.
Die Planer von NU architectuuratelier hatten deshalb beschlossen, alles in einem einzigen Volumen zu konzentrieren, das von außen durch zwei Loggien gekennzeichnet ist, von denen eine seitlich des großen rechteckigen Grundrisses verläuft, während die andere, im rechten Winkel zur vorherigen, am Ende der ersten beginnt. Ihre Struktur ist daher ungewöhnlich: Sie besteht aus einem langen Vordach, das auf 14 Pfeilern ruht, die durch einen durchgehenden Balken verbunden sind, von dem an jeder Verbindungsstelle freitragende Balken gleicher Höhe und gleichen Querschnitts ausgehen. Sie haben die Aufgabe, das Dach zu stützen, das aus Holzbalken besteht. Betrachtet man die Pylone von oben, so erhält man den Eindruck, dass jeder Pylon vier freitragende Balken trägt, die ein Kreuz bilden. Eine weitere Besonderheit dieser Balken besteht darin, dass sie nicht immer miteinander verbunden sind, um eine übermäßige strukturelle Steifigkeit zu vermeiden, die sich im Laufe der Zeit als schädlich hätte erweisen können.
Der Gesamteindruck ist interessant, auch wenn er weit von den beiden Gebäuden aus dem 18. Jahrhundert im Hintergrund entfernt ist, die Teil des Renovierungsprojekts sind. Denn die für das Projekt gewählte minimalistische Ausstrahlung steht in bewusstem Kontrast zu den Ziegeln und den steilen Dächern, die an den Giebeln von den für die traditionelle belgische Architektur typischen Häusern mit Staffelgiebeln eingerahmt werden. Überraschend ist auch, wie detailreich und dennoch leicht das Dach des neuen Bauwerks ist. Ein optischer Effekt, der besonders bei den sekundären Randbalken auffällt, die auf Metallpfeilern ruhen, die den Anschluss an die Balkendecke luftig gestalten.


Fabrizio Orsini




Client: Agentschap Plantentuin Meise
Location: Meise, Belgium
Dates: June 2016 - 2021
Status: finished
Typology: public garden, restauration, public function
Team/Engineer: Archipelago ar-te (architect – execution and sustainability), studiebureau R. Boydens (techniques), studiebureau Mouton cvba (stability) and Atelier Arne Deruyter (landscape design)
Realisation: Van Poppel, Formed, Hertsens
Team NU: Matteo Lampaert, Sarah Callewaert, Armand Eeckels
Competition team NU: Daniela Mikova, Michaela Markova, Marie Bemelmans
PHOTO: Stijn Bollaert