14-03-2012

Aldrete: Unterkünfte auf der Ruta del Peregrino

Luis Aldrete,

© Francisco Perez,

Mexico,

Rifugio, Freie Zeit,

Ziegel,

Unter den Bauwerken, die von dem Tourismusamt, Secretaria de Turismo del Estado de Jalisco in Mexiko für den Pilgerweg der Jungfrau des Rosenkranzes gewollt wurden, folgen die in Estanzuela und Atenguillo von Luis Aldrete entworfenen Herbergen den Grundsätzen der Standardisierung. Sie sind aber je nach Standort unterschiedliche Werke und fügen sich in diesen dank der Lehmfarbe der Fertigblöcke natürlich ein.



Aldrete: Unterkünfte auf der Ruta del Peregrino
Im Jahr 2009 hat das Fremdenverkehrsministerium von Mexiko einigen mexikanischen und internationalen Architekten die Planung von Orten mit einem stark sinnbildhaften Charakter entlang des Pilgerwegs in der Region von Jalisco anvertraut. Zur Markierung des immerhin 117 Kilometer langen Weges, der von Ameca bis nach Talpa de Allende führt, wo die Kirche mit dem heiligen Schrein der Jungfrau des Rosenkranzes steht, wurden Bauwerke mit feierlicher Funktion realisiert, die dem spontanen Strom der Gläubigen anlässlich der Karwoche nun einen offiziellen Charakter verleihen. Unter den Werken beeindrucken die Aussichtspunkte, wie die von HHF und Elemental, die Kultorte, wie die von Dellekamp arquitectos, Periferica und Tatiana Bilbao, der Ort des Innehaltens von Ai Weiwei, dem in chinesischer Haft gefangengehaltenen Künstler, für den sich die Welt der internationalen Kultur in den letzten Monaten eingesetzt hat ? als Architekturen, die mit der Aufgabe realisiert wurden, einen Punkt des Pilgerweges durch die gebirgige Gegend von Jalisco zu markieren, die bis zu diesem Zeitpunkt ohne jeglichen Bezugspunkt oder Unterkunft war.
Unter diesen Projekten, die die Forschung vor Ort mit einem überraschenden Ausgang bezeugen, der in der Lage ist, den Ort für die Pilger zu markieren, sticht die von Luis Aldrete in zwei Ortschaften - Estanzuela und Atenguillo ? entworfene Herberge hervor. Während jeder der anderen Planer eine Architektur konzipiert hat, die gleichzeitig Landmarke ist, eingefügt in das Gebiet, um sowohl die optische als auch affektive Aufmerksamkeit der Pilger zu katalysieren, hat der mexikanische Architekt eine Überlegung über das Konzept der Unterkunft angestrengt, die dazu geführt hat, eine Synthese zwischen den Bedürfnissen des optischen Eindrucks auf der einen Seite und der Standardisierung der Bauelemente auf der anderen Seite anzustreben, um den Grundriss je nach Standort zu verändern, an dem die Unterkünfte errichtet werden.

Wenn man die Pilgerlager von Estanzuela und Atenguillo betrachtet, dann erkennt man die gemeinsame Struktur, die aus Fertigzementblöcken besteht, die auf einem Fundament aus Findlingen errichtet wurde. Dabei variiert der Grundriss und die Anordnung der offenen Vorhöfe, die einen direkten Zugang zur Unterkunft vermeiden, mit dem Zweck, die Pilger zu schützen. Die Fassade wird durch die Unterteilung in Niveaus belebt, was einer unterschiedlichen Dekorationslösung mit vollen Blöcken unten und Lochsteinen oben entspricht, die von markanten Bändern noch anders gestalteter Backsteine ergänzt werden: Der Überbau, der auch dazu dient, anhand der durchströmenden Luft und mit dem Licht das Ambiente gesund zu halten, erinnert an die Verwendung der gelochten Mauern der Heuschober neben den ländlichen Gebäuden aus der Zeit zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert in Italien, die heute als angeschlossene Räumlichkeiten des Hauptkörpers des Hauses zurückgewonnen werden. Der Verweis auf eine ländliche und bescheidene Architektur, die auf den Grundsätzen einer spontanen Nachhaltigkeit basiert, die aus einem Leben im Kontakt mit der Natur stammt, ist auch in der Farbwahl des Backsteins zu erkennen. Die Lehmfarbe erinnert an die Bauwerke aus gestampfter Erde annähert, die heute als Baustoff wiederentdeckt wird.


Mara Corradi

Entwurf: Luis Aldrete
Mitarbeiter: Magui Peredo, Cynthia Mojica
Bauträger: Secretaria de Turismo del Estado de Jalisco
Ort: Estanzuela e Atenguillo, Jalisco (Mexiko)
Bruttonutzfläche: 335,85 m2 (Estanzuela), 647.85 m2 (Atenguillo)
Planungsbeginn: 2009
Ende der Bauarbeiten: 2010
Struktur aus lehmfarbenen Fertigzementblöcken
Bildnachweis: © Francisco Perez

www.koz.fr
www.luisaldrete.com


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