01-07-2004

Alberto Campo Baeza Hauptsitz der Caja General de Ahorros Granada, Spanien, 2001

Alberto Campo Baeza,

Granada, Spanien,

Buros, Banken,

Zement,

Im Jahr 1992 schrieb das Kreditinstitut Caja General de Ahorros einen Wettbewerb für den Bau seines neuen Hauptsitzes aus, der im südlichen Bereich der Altstadt von Granada entstehen sollte. Diese Stadt war in den letzten Jahren von einem ungeheuren Entwicklungsboom geprägt, der in kurzer Zeit zur Verdopplung der bebauten Fläche führte.



Alberto Campo Baeza
Hauptsitz der Caja General de Ahorros
Granada, Spanien, 2001 Die Oberlichter sind gen Süden gewandt, also nicht auf den Freiraum des Hofes gerichtet, so dass die Lichtstrahlen in Schrägrichtung projiziert werden und dadurch die Querachse betonen, um die die gesamte Komposition angeordnet ist. Jedes vierte der Rasterelemente ist geschlossen, um für schattige Bereiche zu sorgen. Diese Schattenzonen tragen dazu bei, die Wirkung des einfallenden Lichts zu verstärken, das - eingefangen von den Alabaster-Platten, mit denen die Innenmauern des nördlichen Blocks verkleidet sind - von der durchscheinenden Beschaffenheit des Materials verstärkt und auf die verglasten Flächen des größeren, südlichen Blocks geworfen wird.

Der Kontrast der verschiedenartigen Materialen Glas und Alabaster, die beide, wenn auch auf unterschiedliche Art, das Licht reflektieren und weiterleiten, ist beabsichtigt und kalkuliert, um dem Licht zu ermöglichen, einen festen Bestandteil der Architektur zu bilden. Derselbe Grund bot auch den Anlass zur Wahl von Travertin-Platten für den Boden des Hofes und die Verkleidung des Konferenzsaals, der fast ein Drittel desselben einnimmt: es handelt sich um ein Material, das Lichteffekte besonders gut zur Geltung bringt und im Verbund mit Alabaster und Glas dazu beiträgt, die Essenz des Ortes noch entscheidender und stärker hervortreten zu lassen. Mit seiner einfachen räumlichen Einteilung, die sich dem Besucher unmittelbar erschließt, findet der Hof im Licht seine wichtigste "Verkleidung" und wird zum majestätischen Zentrum des gesamten architektonischen Organismus erhoben.

Dank seiner monumentalen Säulen und der kostbaren schimmernden Materialien, die ihn ausschmücken, vermittelt er einen Eindruck gleich dem großen Atrium eines Tempels; bei Nacht nimmt er durch die künstliche Beleuchtung des Büroblocks das Aussehen einer großen Bühne an, auf der sich Bilder und Personen in der bedächtigen und verträumten Atmosphäre einer Vorführung bewegen, die fortwährend in Vorbereitung erscheint.

Rosy Strati

GALLERY


Il nostro sito web utilizza i cookie per assicurarti la migliore esperienza di navigazione.
Se desideri maggiori informazioni sui cookie e su come controllarne l’abilitazione con le impostazioni del browser accedi alla nostra
Cookie Policy

×