09-10-2013

Ala Architects: Kilden Performing Arts Centre in Norwegen

ALA Architects,

Tuomas Uusiheimo,

Norwegen,

Theatres, Halle, Kulturzentrum,

Glas, Metall, Holz,

In Kristiansand, Norwegen, hat das finnische Büro Ala Architects ein Kunstzentrum gestaltet, zu dem auch ein großer Konzert- und ein Theatersaal gehören. Die Geschichte des Projekts geht auf die 80erJahre zurück und hat zum Bau einer Landmarke von hohem symbolischen Gehalt geführt. Das Kilden zeigt nämlich eine bildhauerische Form, an der Grenze zwischen Kunst und Architektur. Es steht am städtischen Meeresufer; das Design und die benutzten Materialien sind aus der lokalen Geschichte abgeleitet.



Ala Architects: Kilden Performing Arts Centre in Norwegen
Eine eng mit dem Gebiet verbundene Architektur: Das Kilden Performing Arts Centre von Kristiansand im Süden Norwegens entsteht als ein Ort der Kultur, mit dem die Bürger sich sofort identifiziert und zu einem der urbanen Wahrzeichen erkoren haben. Von den finnischen Architekten Ala Architects gestaltet, ist das Zentrum das Ergebnis eines Wettbewerbs, der 2004 ausgelobt wurde. Hier hat sich die Idee konkretisiert, das Opernhaus und die Theater in einer einzigen, repräsentativen und mitteilsamen Architektur an der Meerespromenade zu vereinen und ein Kulturzentrum zu errichten. Ala Architects hat es verstanden, den Stolz einer Stadt zu interpretieren, die schon seit den 80er Jahren den Wunsch nach einem großen Kunstzentrum verspürte. Das Kilden ist in der Tat ein sehr leicht erkennbares Bauwerk, das auch aus der Ferne den Willkommensgruß auf der Uferpromenade von Kilden entbietet. Die drei inneren Frontseiten, die mit dunklen Metallplatten verkleidet sind, werden von geometrischen Modulen beschrieben, die sich von der Industriearchitektur inspirieren lassen und welche die Aufmerksamkeit auf die Hauptfassade lenken: Diese wird von einer großen Glaswand markiert, die von einem Vordach gekrönt ist, das sich durch seine überraschende Wellenform auszeichnet und in seinem Herzen die Räumlichkeiten und technischen Anlagen verbirgt, die für die Säle notwendig sind.

Auf das Meer blickend, enthält diese verglaste Frontseite die gesamte Lebendigkeit, die Prärogative des Hafens von Kristiansand ist, so wie auch des örtlichen Fischmarktes, und der die Leute aus der Gegend anlockt. Die große Oberfläche aus Eichenholzplatten hingegen bildet eine Folge von Wellen, die das Werk an die Grenze zwischen Skulptur und Architektur rückt. Dies stimmt auch mit den funktionalen Absichten des Gebäudes überein, in dem verschiedene Räume für unterschiedliche Formen der Kunst versammelt sind: Es ist Sitz des Agder Regional Theatre, des Kristiansand Symphonieorchesters und der Opera Sør (der regionalen Operngesellschaft) und kann verschiedene Kulturereignisse beherbergen. Der Grundriss des Erdgeschosses, der Zwischenetage und des ersten Stocks ist so ausgelegt, dass die Technikräume von den beiden große und dem kleineren, mittleren Saal, gemeinsam genutzt werden, was die Effizienz des Gebäudes optimiert.
Die Entscheidung für Eichenholz als Baumaterial für das Dach hat verschiedene Gründe und interpretiert die Tradition des Holzbaus, welche in Skandinavien als Zeichen der Identität noch tief verwurzelt ist. Die gebogenen Leisten bilden eine Welle, die das Bauwerk wie eine Krone veredelt. Sie gehen auf den blühenden Eichenholzhandel zurück, der im 17. Jahrhundert in diesem Hafen stattfand. Heute werden die Hölzer mit numerisch gesteuerten Maschinen bearbeitet, weshalb das Material der von den Architekten gewollten harmonischen Form folgen kann: Hier kann man an eine Hommage an das Meer oder auch an die ideale Darstellung eines Bühnenvorhangs denken, der sich auf die Bühne der Künste öffnet. Jede Interpretation ist zulässig, wenn die Architektur ein Gefühl anhand einer Erfindung realisiert. Hier handelt es sich um eine Erfindung, die auch auf die Akustik ausgerichtet ist, die hier zum integrierenden Bestandteil des architektonischen Entwurfs wird.


Mara Corradi

Entwurf: ALA Architects in Zusammenarbeit mit SMS Arkitekter
Mitarbeiter: Juho Grönholm, Antti Nousjoki, Janne Teräsvirta, Samuli Woolston with Niklas Mahlberg, Pekka Sivula, Pauliina Rossi, Julia Hertell, Pauliina Skyttä, Sami Mikonheimo, Jani Koivula,Auvo Lindroos, Aleksi Niemeläinen, Erling Sommerfeldt, Tomi Henttinen, Harri Ahokas, Anniina Koskela, Erik Sandsmark, Wenche Aabel, Jan Tørres B.Grønningsæter, Eirin Zachariassen, Hanne Alnes.
Bauträger: Teater og Konserthus for Sørlandet IKS
Ort: Kristiansand (Norwegen)
Tragwerksplanung: WSP Multiconsult AS
Beleuchtung: Julle Oksanen
Akustik: Arup Acoustics, Brekke Strand Acoustics
Bruttonutzfläche: 24600 Quadratmeter (Concert hall 1200 seats, Theatre-/Opera hall 750 seats,
multipurpose hall and small theatre hall, offices, workshops, rehearsal spaces, car park
400 cars.
Wettbewerb: 2004
Planungsbeginn: 2005
Ende der Bauarbeiten: 2011
Hauptfassade aus Glas und lokalem Eichenholz
Seitliche Fassaden aus Metallplatten
Bildnachweis: © Tuomas Uusheimo, Kjartan Bjelland

www.ala.fi
www.kilden.com


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