26-01-2010

AH-Bräu Südtiroler Architektur

Gerd Bergmeister Architekten,

Juergen Eheim,

Bozen, Italien,

Gaststätten,

Holz, Glas,

Messen,

Entworfen von Gerd Bergmeister, setzt das neue Restaurant und Brauhaus AH-Bräu Sachsenklemme (Bozen) Kontraste und Verweise zwischen den Materialien ein, um die Funktionen miteinander zu verbinden und zu differenzieren und dabei mit dem Territorium zu verwurzeln, ohne dessen banale Imitation zu sein.



AH-Bräu Südtiroler Architektur

Das Restaurant und Brauhaus AH-Brau in der Nahe von Franzensfeste ist ein Volumen, das aus der Uberschneidung von funf unterschiedlich gro?en Baukorpern entstanden ist, die durch die Verwendung der Materialien markiert sind aus denen sie bestehen.Die Architektur versucht nicht, sich in der Landschaft zu behaupten, sondern scheint vielmehr verschwinden zu wollen, um ein ganzes aus den Innenraumen und der umliegenden Landschaft zu bilden.

Die funf Hauptkorper sind regelma?ige Parallelepipede, die sich schneiden und dadurch ein einheitliches Ambiente schaffen, in dem die verschiedenen Funktionen anhand der extra gewahlten Materialien zu erkennen sind, wie es auch von Au?en geschieht.
Der Eingang ist ein schwarz verputztes Volumen, welches das Gebaude durchquert und dabei den Raucherbereich umfasst und sich an die Stube anschlie?t. Die Verglasung der Tur verweist auf die gro?e Glaswand, die den Raucherbereich zum ruckwartigen Garten hin offnet. Die “Stube” ist ein Korper, der Innen wie Au?en mit Eiche verkleidet ist und kleine Fenster hat. Die Banke laufen an der Wand entlang, die Tische und Stuhle sind aus Holz. Die Stuhle sind im Sinne der typischen Sudtiroler Gaststube gehalten und sind die einzige Dekoration, die der Planer der Innenarchitektur zugesteht.Gegenuber der Stube, hinter dem Eingang, befindet sich die Theke und Braustube, die mit dem Eingang verschmilzt dank des einzigen Fu?bodenbelags, der aus einer Quarzitmischung besteht, sich aber in der Hohe unterscheidet: So in sich selbst geschlossen der Eingang ist, so sehr sucht sich die Stube die Blicke von Au?en, vor allem die der Reisenden, die auf der Stra?e vor dem Restaurant fahren. Eine gro?e, raumhohe Glaswand charakterisiert den Rest der Fassade bis zu der Ecke, an der der unverputzte Beton erscheint. An dieser Stelle fugt sich das vierte Volumen ein, das die Betonmauern einfuhrt, aber zum Holz zuruckkehrt mit einem Fu?bodenbelag aus Eichendielen. Da es sich um eine Brauerei handelt, ist nicht zu ubersehen angesichts der beiden gro?en Kupferkessel, die im Schaufenster gut zu sehen sind. Die Toiletten und Technikraume sowie das Magazin befinden sich im letzten Korper, der komplett mit goldfarbenen Paneelen aus Alucobond verkleidet ist. Die Details werden mit gro?er Sorgfalt behandelt: Vom Metallbau fur die Glaswande aus schwarzem Rohstahl, das mit Ol behandelt wurde hin zu den verschiedenen Holzsorten fur die Innenraume bei der Einrichtung und bei den Verkleidungen, um absolut dekorationsfreie Raume zu schmucken.

An der Stra?e zwischen Sterzing und Brixen gelegen, wird die Aufmerksamkeit des Reisenden nicht vom AH-Brau Restaurant Sachsenklemme erregt, sondern vielmehr von der beachtenswerten Herberge aus dem 19. Jahrhundert, die daneben steht, mit ihren wei?en und roten Fensterladen, die leicht mit einem Schloss verwechselt wird. Die Schonheit des Projekts von Gerd Bergmeister Architekten liegt genau hier: Es zwinkert der Sudtiroler Bautradition nicht zu und macht dieser auch keine schmeichelnde Hommage. Die Holztradition ist nicht als Erbe eingefugt, sondern vielmehr in ihren Deklinationen (Stuhle, Tische, Verkleidung und Fu?boden) als bindendes Element zwischen raumlich getrennten Momenten des Raumes. Der Respekt des Umfelds zeigt sich in der Linearitat der Formen, die bezogen auf die Landschaft zuruckstehen, wahrend diese durch die gro?en Glasflachen zum Teil des Projekts wird.
von Mara Corradi

Planung: Gerd Bergmeister Architekten (Gerd Bergmeister, Michaela Wolf)
Auftraggeber: Privat
Ort: Sachsenklemme, Franzensfeste (BZ)
Tragwerksplanung: Ruben Erlacher
Bruttonutzflache: 620 m2
Grundstucksflache: 6000 m2
Beginn der Bauarbeiten: Marz 2009
Ende der Bauarbeiten: Juli 2009
Einrichtung: Barth Innenausbau, Erlacher Innenausbau
Verkleidung aus Alucobond und Rahmen: Metall Ritten
Holzverkleidung: Stoffner Innenausbau
Fotografie: Jurgen Eheim


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