03-12-2014

a21studĩo entwirft The Nest, ein Haus für einen Journalisten in Ho Chi Minh City

a21studio,

Hiroyuki Oki,

Ho Chi Minh City,

Ville, Housing,

Stahl,

Das junge vietnamesische Architekturbüro hat The Nest entworfen: das Haus für einen Journalisten im Stadtviertel Bình Thạnh von Ho Chi Minh. Komplett aus Metall gebaut, wurde The Nest von a21studio mit einer sehr leichten Struktur aus Pfeilern und Trägern konzipiert, die von einem Gitter umhüllt wird, das als Grenze und Unterlage für die üppige Vegetation dient.



a21studĩo entwirft The Nest, ein Haus für einen Journalisten in Ho Chi Minh City

A21studio, von jungen vietnamesische Architekten im Jahr 2009 gegründet, hat The Nest realisiert, ein Haus im Herzen von Bình Thạnh, einem Stadtviertel im Umbruch der Großstadt Ho Chi Minh City. Als Wohnort für einen Journalisten gedacht, der auf dem Sektor der Architektur arbeitet, hat The Nest ein Tragwerk komplett aus Metall: Träger und Pfeiler bilden ein leichtes Skelett, auf dem Paneele und Fenster und Türen als Ausfachung angebracht sind, was an gewisse spontane und temporäre Bauten aus aller Welt und von keinem bestimmten Ort erinnert. Ein Gitter umhüllt das Haus vom Unterbau bis zum Dach – eine metallene Hülle, die sich vom eigentlichen gebauten Volumen unterscheidet und dabei die Grundlage für das Wachstum der Vegetation bildet.

Die stilistische Vielfalt, die die Fassaden der Architekturen von Bình Thạnh mit ihrer ausgeprägten vertikalen Entwicklung und der Vielzahl der Stile bei der Gestaltung der Ausfachungen in Holz und Glas kennzeichnet, ist das Element, das zuerst den Bauherrn und dann die Architekten beeindruckt hat. A21studio hat diese Ausdruckskraft ohne jegliche Planung, die einfach aus funktionalen Bedürfnissen entsteht, in eine gestalterische, historische und kulturelle Grundlage umgewandelt und dabei versucht, auf den Fassaden von The Nest den Vielklang der Zeichen und Formen nachzuempfinden, um die neue Architektur in den Bestand zu integrieren.

Das Gitter wird also auch zum Filter und zum Mittel des Dialogs mit dem Umfeld. Auf diesem Gitter entwickelt sich die Vegetation und schafft somit ausreichenden Schutz der Privatsphäre, begünstigt die natürliche Belüftung und wird aber auch zu einem Ausdruckssystem.

Das Grün als Element des Wohlbefindens im Haus ist ein Thema, das die Architektur in Vietnam vor Kurzem entdeckt hat und dabei mit einer Stilsprache experimentiert, die sich den spezifischen Gegebenheiten des tropischen Klimas anpasst und dabei die Besonderheiten der lokalen Tradition summiert. Die Präsenz der Vegetation im Inneren des Hauses ist eine bewusste Entscheidung, die sich der massiven Nutzung des Bodens entgegenstellt, unter der die zeitgenössischen Riesenstädte leiden. Das hier vorgeschlagene Modell lässt sich ideell nachvollziehen.

Das Gitter bildet eine Grenze zwischen dem Haus (dem Nest) und der Außenwelt, aber aufgrund seiner Transparenz definiert es keine physische Grenze, sondern lässt den Blick auf ferne Horizonte frei.

Hinter dem Eingang, der in den Metallkäfig eingearbeitet ist, weist das Haus einen freien Grundriss auf. Der Tagesbereich ist in den Garten im Erdgeschoss integriert, der Nachtbereich befindet sich im Obergeschoss und ist mit einer seitlich angebrachten Metalltreppe verbunden.


Mit dieser Wahl des Layout bilden Küche und Wohnzimmer einen einzigen großen Raum, der nur teilweise überdacht ist und der sich ohne Mauern oder Trennelemente auf der rückseitigen Front erstreckt. Die Fußbodengestaltung mit bunten, recycelten Keramikfliesen, der in seiner Breite diese Verbindung betont, ist ein regelrechtes Manifest der Ausdruckskraft. Hier bilden die ebenfalls recycelten Möbel Inseln der Ruhe ohne bestimmte räumliche Bindung und dienen dazu, die funktionalen Schranken zwischen Innen und Außen aufzuheben.

 

Mara Corradi

Entwurf: a21studĩo
Bauträger: Tho Dinh Tran
Ort: Bình Thạnh district, Ho Chi Minh City (Vietnam)
Bruttonutzfläche: 100 m2
Planungsbeginn:
Ende der Bauarbeiten: 2013
Metalltreppe
Fassaden aus Metalltafeln und Metallgitter
Metalltragwerk
Fußböden aus recycelter Keramik und Holz
Recycelte Einrichtungsgegenstände
Bildnachweis: © Hiroyuki Oki


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