11-03-2019

2019 Pritzker Architecture Prize für Arata Isozaki

Arata Isozaki,

Iwan Baan, Chen Hao, Hisao Suzuki, Yasuhiro Ishimoto, Alessandra Chemollo,

Chicago, USA, Paris,

Pritzker Architecture Prize,

Der Nobelpreis für Architektur, der Pritzker Preis für das Jahr 2019 und der 46. in der Geschichte des Preises, ging an den Architekten, Stadtplaner und Architekturtheoretiker Arata Isozaki. Die Ankündigung erfolgte am 5. März und die Preisverleihung findet im Mai 2019 in Paris statt. Arata Isozaki ist der achte japanische Architekt, der die Auszeichnung erhält.



2019 Pritzker Architecture Prize für Arata Isozaki

Die Verleihung des 46. Pritzker Architekturpreises findet im Mai in Paris im Palast von Versailles statt, aber die Bekanntgabe des Preisträgers erfolgte am 5. März: Es ist der Architekt Arata Isozaki,der achte japanischer Architekt, der die begehrteste und bedeutendste Auszeichnung der Welt für einen Architekten erhält, der als Nobelpreis für Architektur gilt.
Geboren 1931 auf Ōita, auf der Insel Kyushu in Japan, erinnerte Arata Isozaki daran, dass seine ersten Erfahrungen mit der Architektur mit dem "Vakuum der Architektur" gemacht wurden, mit der Zerstörung durch die Atombombe, die im August 1945 auf Hiroshima geworfen wurde. Der damals 14 Jahre alte Architekt sagte, dass die "gebaute Welt", die ihn umgab, nach dem Bombenangriff aus Hütten und Unterständen bestand. Ein Zustand, der ihn dazu veranlasste, darüber nachzudenken, wie die Menschen ihre Häuser und die Stadt wieder aufbauen könnten.

“Es ist klar, dass er eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Weltarchitektur ist, die ständig forscht und keine Angst hat, sich zu ändern und neue Ideen auszuprobieren”, so beginnt die Begründung der Jury des Pritzker Prize, die den beruflichen Werdegang des japanischen Architekten beleuchtet und dabei einige seiner wichtigsten Projekte nennt. Ein heterogenes Werk, das von traditionsverbundenen Werken bis hin zum Ausdruck des Hi-Tech reicht.
Nach seinem Hochschulabschluss in Architektur an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Tokyo im Jahr 1954, begann er, mit Kenzo Tange, dem Gewinner des Pritzker 2015 zu arbeiten und 1963 gründete er sein Büro Arata Isozaki & Associates. Mit einem Werdegang, den er mit vielen Architekten gemein hat, wurden Arata Isozakis erste Arbeiten in seiner Heimatstadt durchgeführt, wie z.B. die Präfekturbibliothek Ōita (1962 – 1966), bevor sie in andere Städte Japans und der Welt weiterzogen.

“Seine Architektur basiert auf einem tiefen Verständnis, nicht nur der Architektur, sondern auch der Philosophie, Geschichte, Theorie und Kultur” liest man in der Begründung. Die Juroren loben, er habe “Ost und West zusammengeführt, nicht durch Mimik oder als Collage, sondern durch das Aufzeigen neuer Wege”.
Ab den 1980er Jahren entwirft Arata Isozaki verschiedene Projekte im Ausland, darunter das Museum of Contemporary Art von Los Angeles (1981-1986) – sein erster internationaler Auftrag, den Palau Sant Jordi (1983-1990) in Barcelona – Spanien für die Olympischen Sommerspiele 1992, das Team Disney Building (1987-1990) in Florida, USA. Wichtige Bauten werden auch in China errichtet, die China Central Academy of Fine Arts in Peking (2008) oder beispielsweise das Shenzhen Cultural Center (2007). Bis hin zu den neuesten Werken wie das Qatar Convention Center (2011), Ark Nova (2013), das zusammen mit Anish Kapoor entworfen wurde und der elegante Allianz Tower in Mailand (2018), der zusammen mit Andrea Maffei gebaut wurde.

In seinen Projekten versteht Arata Isozaki die Notwendigkeit, dass Architektur sowohl global als auch lokal sein muss. Er entwickelt daher architektonische Lösungen, die global, interkulturell und interdisziplinär sind, aber immer eine tiefe Sensibilität für die spezifischen Bedürfnisse der Bezugsumgebung widerspiegeln, sowohl ökologisch als auch sozial. Ein Beispiel dafür ist das Projekt Ceramic Park Mino (1996-2002) in Japan , bei dem das Keramikmuseum dank der in die lokale Vegetation reichenden Außenterrassen zu einer Erweiterung der natürlichen Topographie wird. Oder der bereits erwähnte Palau Sant Jordi, der sich unterirdisch erstreckt, um das Profil des Grundrisses zu minimieren und den Hügel von Montjuïc nicht zu beeinträchtigen.
Die Juroren betonten auch, dass Arata Isozaki ein Beispiel für Großzügigkeit ist, indem er andere Architekten unterstützt und sie bei Wettbewerben oder durch gemeinsame Arbeiten fördert.”.

(Agnese Bifulco)

Images courtesy of The Hyatt Foundation - Pritzker Architecture Prize
Photo by Iwan Baan, Alessandra Chemollo, Chen Hao, Yasuhiro Ishimoto, Hisao Suzuki

www.pritzkerprize.com


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