14-05-2018

Zwei Ausstellungen: Junya Ishigami in Paris und Bruno Zevi in Rom

Bruno Zevi, Junya Ishigami,

Giovanni Emilio Galanello, Luc Boegly, Jean Baptiste Le Mercier,

Parigi, Roma,

Messen,

Messen,

Wir haben zwei verschiedene Architekturausstellungen ausgewählt: einen jungen Architekten und einen bedeutenden Intellektuellen, der mit seinem kritischen, bürgerlichen und politischen Engagement einen wesentlichen Beitrag zur internationalen Architektur des 20. Jahrhunderts geleistet hat.



Zwei Ausstellungen: Junya Ishigami in Paris und Bruno Zevi in Rom

Junya Ishigami. Freeing Architecture
30. März – 10. Juni 2018
In Paris zeigt die “Fondation Cartier pour l'art contemporain” bis zum 10. Juni die erste persönliche Ausstellung eines jungen und interessanten japanischen Architekten Junya Ishigami. Die Ausstellung mit dem Titel Freeing Architecture ist die erste, die die Fondation Cartier, welche zur Förderung der Gegenwartskunst in allen ihren Formen entstanden ist, der Architektur widmet.
Der japanische Archiekt Junya Ishigami, ausgezeichnet mit dem Goldenen Löwen auf der 12. Architekturbiennale von Venedig im Jahr 2010, die von Kazuyo Sejima kuratiert wurde, gehört einer jungen Generation japanischer Architekten an, die sich ab dem Jahr 2000 durchgesetzt haben und den das MoMA von New York kürzlich eine große Ausstellung gewidmet hat.

Die Landschaft spielt im Werk des japanischen Architekten eine vorrangige Rolle. Die Umgebung wird zum integrierenden Bestandteil aller seiner Projekte. Die wohl eindrucksvollsten Beispiele sind der Teich von Rizhao in China und das Umsetzen von über 300 Bäumen im Wald von Tochigi in Japan. Die als Architekturprojekt konzipierte Ausstellung besetzt das ikonenhafte Bauwerk von Jean Nouvel für die Fondation Cartier und den umliegenden Garten von Lothar Baumgarten. Die Besucher folgen einem geschwungenen Weg und entdecken in jedem Ausstellungsraum eine andere Landschaft und neue Perspektiven auf die Werke des Architekten, die nach “Wahlverwandschaften” gruppiert sind. Insgesamt werden etwa zwanzig Architekturen vorgestellt, die in Asien und Europa realisiert wurden. Dies geschieht mit Hilfe von Videos und Zeichnungen, die die verschiedenen Phasen des Entwurfs und der Konstruktion dokumentieren, vor allem aber mit großen Modellen. Es sind keine Modelle von Designstudien, sondern eigens für die Ausstellung geschaffene Objekte, die in den offenen, wandlosen Räumen der Fondation Cartier unterschiedliche Atmosphären schaffen: feierlich, traumhaft, verspielt oder ruhig.
Die Vielfalt der vorhandenen Werke: Schulen, Kirche, Museum, Haus, Park, Restaurant usw. zeigt den Reichtum und die Komplexität der Arbeit des japanischen Architekten Junya Ishigami. Werke, die in ihrer Einfachheit und Poesie wahre technische Herausforderungen und Reflexionen über die Rolle des Menschen in der Architektur verbergen.

www.fondationcartier.com
Bildnachweis: © junya.ishigami+associates, © Luc Boegly, © Giovanni Emilio Galanello, © Jean-Baptiste Le Mercier

Die Architekten von Zevi
Storia e controstoria dell’architettura italiana 1944-2000

(Geschichte und Gegengeschichte der italienischen Architektur 1944-2000) 25. April – 16. September 2018

In Rom widmet das
Maxxi
Bruno Zevi, anlässlich seines 100. Geburtstags eine Ausstellung. Der bedeutende italienische Architekturtheoretiker und Historiker hat mit seinem facettenreichen Werk und seinem kritischen, bürgerlichen und politischen Engagement einen wesentlichen Beitrag zur internationalen Architektur des 20. Jahrhunderts geleistet.

Mit Materialien aus dem Archiv der Architekturabteilung des Maxxi, der Bruno Zevi Foundation und anderen wichtigen italienischen und privaten Institutionen zeigt die Ausstellung eine große Sammlung von Publikationen und Audio- und Videodokumenten des berühmten Gelehrten sowie die Projekte von 38 Architekten, darunter Carlo Scarpa, Pier Luigi Nervi, Franco Albini, Maurizio Sacripanti, Piero Sartogo und Renzo Piano, die Bruno Zevi unterstützt und gefördert hat. Bruno Zevi selbst erzählt seine vielseitige Tätigkeit anhand von Tondokumenten oder geschriebener Worte. Die Ausstellung bildet in der Tat ein großes Büro mit Tischen und Bücherregalen nach, in dem die Anwesenheit des Gelehrten durch die berühmtesten Zitate und Fotografien an den Wänden und dann durch Videos, Bücher und Zeitschriften, die die verschiedenen Interessen erzählen, spürbar wird. Auf den Tischen sind Zeichnungen, Modelle und Bildmaterial zu den Projekten der 38 beteiligten Architekten verteilt.
Der Rundgang gliedert sich in drei Hauptebenen: die erste ist eine illustrierte Biographie des Gelehrten, die durch seine eigenen Worte und Handlungen rekonstruiert wurde, gefolgt von einer Auswahl von Projekten und Architekten, die von ihm veröffentlicht und kommentiert wurden, und schließlich der dritte Teil, der seine Arbeit als Architekturvermittler und Kurator von berühmten Ausstellungen wie die von 1964 über Michelangelo, mit Paolo Portoghesi in Rom und Brunelleschi Anti-Classical in Florenz betrifft.

www.maxxi.art
Bildnachweis: © Maxxi.
Bruno Zevi: Foto Elisabetta Catalano


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