19-01-2007

Tadao Ando. Museum of Wood. Wald von Mikata-gun

Tadao Ando,

Pavillons, SPA, Landschaft, Kapelle, Museen,

Cemento, Legno,

Projekt: Holzmuseum
Ort: Wald von Mikata-gun, Kreis Hyogo, Japan
Planer: Tadao Ando Architect and Associates
Projektdatum: 1991-93.
Datum der Ausführung: 1993-94
Grundstücksfläche: 168.310 Quadratmeter
Gebäudefläche: 1950 Quadratmeter
Insgesamt bebaute Fläche: 2700 Quadratmeter
Ausstellungsräume: 1200 Quadratmeter
Baumaterialien: Stahlbeton, Zedernholz Hyogo



Tadao Ando. Museum of Wood. Wald von Mikata-gun

Abgeschieden und einsam mitten im Wald von Mikata-gun, im Kreis Hyogo gelegen, an einem Ort mit besonders schöner Natur, etwa 3 Autostunden von Osaka entfernt, wurde das Holzmuseum errichtet, um das Japanische Baumfest zu feiern, das sich seit 45 Jahren wiederholt und vom Kaiser in Folge der Zerstörungen eingerichtet wurde, die die japanischen Wälder während des 2. Weltkriegs erlitten hatte.
Das Museum ist also eine ausdrückliche Hommage an die umfassenden Wiederaufforstungsarbeiten, auf die Japan heute richtigerweise sehr stolz ist und die Tatsache, dass das Museum fast ganz aus Holz errichtet wurde, bezeugt die Verehrung der Bewohner dieses Landes gegenüber diesem Naturprodukt, das in der ältesten Bautradition den Grundstock der Architektur selbst gebildet hat.

Das Gebäude, in dem Tadao Ando die Erfahrung des vorhergehenden Pavillons für die Ausstellung von Sevilla verwertet hat und bei dem das gleiche Baumaterial und die gleichen Konstruktionssysteme benutzt werden, hat die Form eines Kegelstumpfs mit einem Durchmesser von 46 Metern und enthält in der Mitte einen runden, 22 Meter breiten Hohlraum.
Unten in diesem Hohlraum befindet sich ein Wasserbecken, über dem ein hängender Gehsteig aus Stahlbeton wie ein Schnitt den Weg verlängert, der von Außen in das Museum hinein führt und dieses ganz durchquert, um dann erneut in den Wald zu führen, hin zu einer Beobachtungsplattform und einem kleinen würfelförmigen dazugehörendem Pavillon in etwa 200 Meter Entfernung.
Der Ausstellungsraum im Ring um den zentralen Hof, ist komplett geschlossen und durch eine enge Reihe von 18 Metern hohen Holzpfeilern markiert, die in der komplexen dachtragenden Struktur enden, von der aus das Licht durch eine schmale durchgehende Luke fällt, die mit ihrer Klarheit den Halbschatten im Inneren unterstreicht.
Entlang eines Weges, der sich im Museum zwischen den Ausstellungen entwickelt, die der Kultur des Holzes und des Waldes gewidmet sind und außerhalb zwischen den natürlichen Elementen des Ortes und in dem Blick auf die umgebende Landschaft, erlebt der Besucher eine tiefgehende Erfahrung, die von hohem didaktischem Gehalt und von der emotionalen Teilnahme geprägt ist, da sie sich innerhalb und nicht außerhalb der Realität der behandelten Themen abspielt.
In diesem Sinne ist der Eindruck, den das Gebäude vermittelt, vielleicht der eines Tempels, eines Ortes der Meditation und der Versenkung, wo die "poetische" Konstruktion von Räumen und Beziehungen zwischen Gebäuden und Landschaft, zwischen Kunst und Natur, gemäß einem typischen Kompositionsmerkmal der Projekte von Ando, einen zeitlosen Wert gewinnt, der den heiligen Orten oder den "Ruinen" eigen ist, die sich in der natürlichen Umgebung befinden.
Werte und Sinn, die in anderen neueren Projekten auftauchen, auf sich dieses ausdrücklich bezieht, wie das Museum des Gräberwalds von Kumamoto, den Wassertempel von Awajishima, das Museum für Zeitgenössische Kunst von Naoshima und vor allem die außergewöhnliche Kapelle auf dem Wasser in Tomamu auf den Hochebenen von Hokkaido.

E-Mail: wood@maker.or.jp
Webseite: www.inaker.or.jp

Tel.: (0081) 796 96 13 88, Fax: (0081) 796 96 13 90


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