08-04-2016

Reiulf Ramstad Arkitekter (RRA): Kimen Cultural Centre Stjørdal

Arne Wang, Søren Harder Jensen, Wenzel Prokosch, RRA,

Fabbriche, Landscaping, Bibliotheken, Cinema, SPA, Bar, Paesaggio,

Cemento, Vetro, Legno,

Landscaping,

Nach dem Zuschlag bei einer öffentlichen Ausschreibung im Jahr 2010 realisierte Reiulf Ramstad Arkitekter (RRA) das Bauprojekt für das Kimen Cultural Centre im mittelnorwegischen Stjørdal. RRA entwirft einen technologischen Behälter aus Zement, Stahl und Glas, überragt von einem Dach, dessen Design sich an den traditionellen Satteldächern der Gegend inspiriert.



Reiulf Ramstad Arkitekter (RRA): Kimen Cultural Centre Stjørdal

Am 21. August 2015 wurde in der norwegischen Stadt Stjørdal das von Reiulf Ramstad Arkitekter (RRA) entworfene Kimen Cultural Centre eröffnet. Der Einweihung wohnte auch Haakon, Kronprinz von Norwegen und zweitgeborener Sohn von König Harald V von Norwegen, bei.
Das Areal war eine Freifläche von rund 20.000 Quadratmetern an der Kreuzung der beiden breiten Straßen Ole Vigs Gate, die zum Bahnhof führt, und der Stokkanvegen. Den zentralen Stadtteil kennzeichnen Industrie- und Gewerbeniederlassungen, die zu den im Grünen liegenden Einfamilienhäusern aus Holz und mit Satteldächern in einem gewissen Kontrast stehen. Eben dieser Kontrast scheint die Architekten von Reiulf Ramstad Arkitekter (RRA) inspiriert zu haben. Im Jahr 2010 wurde das Architekturbüro zur Teilnahme an der Ausschreibung für die Planung eines Kulturzentrums für Stjørdal eingeladen und es erhielt gemeinsam mit Lusparken Architects, JSTA Architects und Shcønherr Landscaping den Zuschlag. Nach dem architektonischen Plan der Stadtverwaltung Stjørdal und der Stjørdal Kulturutvikling AS sollte das Projekt in einem einzigen, repräsentativen Gebäudekomplex bestehen, der mehrere Konzertsäle, eine Bibliothek, eine Kirche, ein Kino sowie die Säle der Culture and Music School von Stjørdal beherbergt. Im Hinblick auf die voraussichtliche Stadterweiterung, die Nähe des Flughafens Trondheim-Værnes und die zahlreichen Bahnanbindungen in den Norden und Süden des Landes sowie nach Schweden stellt das Kimen Cultural Centre einen bedeutenden Kulturknotenpunkt dar, nicht nur für die rund 20.000 Einwohner der Stadt, sondern auch für die gesamte mittelnorwegische Region Værnes.


Diese Ambition im Zeichen der Modernität spiegelt der Baustil gelungen wider. Das Objekt hat eine Struktur aus Zement, schwarz lackiertem Metall und Glasfassaden, teilweise unterbrochen von Metallgitterelementen, die die Optik abdunkeln und in den oberen zwei Etagen Lichtschutz bieten. Im Erdgeschoss hingegen generieren die deckenhohen Glasfronten jenen visuellen Dialog zwischen den Außen- und Innenbereichen, zwischen öffentlichem und halböffentlichem Raum, zwischen Stadt und Gebäude, wie er weltweit bei vielen zeitgenössischen Museen und Kulturbauten zu beobachten ist. Die Transparenz baut, vor allem kognitive, Barrieren zwischen dem Bildungsangebot und der Öffentlichkeit ab, die in der Vergangenheit dazu führten, dass reine Vergnügungsorte Kultureinrichtungen wie dieser vorgezogen wurden.
Die Innenbereiche locken mit zahlreichen attraktiven Elementen: Große Kugelleuchten skizzieren einen imaginären Rundgang für Kinder und Erwachsene, die Treppen können genutzt werden, um sich zu setzen und in einer zwanglosen Umgebung zu lesen oder zu plaudern, die monumentale Wendeltreppe mit beleuchteter grüner Gummibeschichtung ist eine echte Sehenswürdigkeit, während die Wandverkleidungen aus Tannenholz hingegen eine gewisse Häuslichkeit vermitteln und den High-tech-Charakter des Gebäudes harmonisch abrunden.


Letztgenanntes Element ist ein weiterer Aspekt der Recherche von Reiulf Ramstad Arkitekter, nicht zuletzt basierend auf ihrer Analyse des landschaftlichen Umfelds. Zur Krönung eines Projekts wie diesem, bei dem in vielerlei Hinsicht (baulich, anlagentechnisch usw.) die technologische Avantgarde im Mittelpunkt steht, hat die Überdachung hingegen die stilisierte Form des Satteldachs der für die Gegend typischen Holzhäuser. Und über all dem erheben sich noch immer die Dächer von Stjørdal.

Mara Corradi

Architects: Reiulf Ramstad Arkitekter (RRA) with Lusparken Architects, JSTA Architects and Shcønherr Landscaping
Client: Stjørdal Municipality and Stjørdal Kulturutvikling AS
Location: Stjørdal, Sør-Trøndelag (Norway)
Structural design: Rambøll
Gross useable floor space: 17.500 m²
Competition: 2010
Start of work: 2010
Completion of work: 2015
Structure in concrete and steel
Facades in lacquered expanded metal and glass
Indoor surfaces: wall in concrete and spruce panels
Steel columns
Steel staircaise
Outdoor surfaces: lacquered expanded metal 
Floors: concrete and rubber
Photographs: Arne Wang, Søren Harder Jensen, Wenzel Prokosch, RRA

http://www.reiulframstadarchitects.com


GALLERY


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