Felix Nussbaum Haus, Osnabrück, Deutschland, 1994. Daniel Libeskind

27-06-2003
Zu Beginn der 80er hat sich die Aufmerksamkeit und planerische Suche von Daniel Libeskind auf die Kritik der konventionellen Architektur - Codes konzentriert - auf diese Zeit gehen seine Versuche einer neuen planerischen Sprache zurück, die frei von vorbestimmten Techniken und Plänen ist.

Die "Brücke" verbindet die ständig anderen Höhen der Elemente des Museumsweges und beherbergt zwei weitere und kleinere Ausstellungsräume: Das Ergebnis ist ein Ort, der zugleich transparent und labyrinthisch ist, in dem sich einfache Geometrien mit symbolischen Räumen abwechseln, wo das anfängliche Gefühl der Verirrung und das ursprünglich abstrakte Konzept des planerischen Ansatzes sich in der körperlichen Erfahrung des architektonischen Raums auflösen.

Wenn man von Außen nach Innen geht, unterliegt der experimentelle und rätselhafte Charakter dieses Werkes einer Metamorphose, die von der Ansammlung an Bedeutungsgehalten, an Gefühlen, an Erinnerungen erzeugt wird, sodass man sich die Frage hinsichtlich der möglichen Existenz einer "Sinnes" - Architektur stellt.

Floriana De Rosa

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http://www.daniel-libeskind.com/projects/pro.html?ID=4#more