Maggie's Centre, Richard Rogers (Rogers Stirk Harbour + Partners), London, 2008

11-06-2009
Maggie's Centre sind Pflegeheime für Krebskranke; es gibt sie über ganz Großbritannien verteilt. Ihre Gründerin ist die Architektin Maggie Keswick Jencks. Als sie an Krebs erkrankt war, wollte sie ihre gewohnte Umgebung nicht verlassen, um sich den nötigen Behandlungen zu unterziehen. Diese Erfahrung brachte sie auf die Idee, komfortable, menschengerechte Pflegeanstalten für Patienten und ihre Angehörigen zu planen.

Nach den Worten von Ivan Harbour vom Architekturbüro RSH+P "handelt es sich um ein "open house", das von seiner Umgebung geschützt wird, damit seine Gäste einen angenehmen Zufluchtsort, eine Oase der Inspiration finden können ".
In Rogers Projekt wird durch Recycling des Regenwassers und die Verwendung von Holz aus erneuerbaren Quellen auch das Umweltproblem berücksichtigt.
Außerdem sorgen die Innengärten und Grünterrassen, auf die sämtliche Räume Zugang haben, für eine natürliche Belüftung des Gebäudes; die Glasfassaden sind beschattet und der ganze Bau ist mit einer starken Isolierung versehen, damit die Raumwärme nicht verloren geht.
Die Außentemperatur wird konstant gemessen, damit man die Heizung kontrollieren kann, so dass deren Effizienz maximiert und unnötiger Wärmeverlust möglichst gering gehalten wird. Das Haus wurde so geplant, dass das natürliche Licht optimal ausgenutzt wird; die Effizienz des künstlichen Lichts wird über einzelne Schalter überwacht, während eine „Sonnenuhr“ die Außenbeleuchtung steuert.
Das Zentrum ist mit einem Brennwertkessel sowie einer Bodenheizung ausgerüstet.
Die Möbel von Alvar Aalto und die Teppiche von Paola Lenti wurden gewählt, um zur entspannten, familiären Atmosphäre beizutragen, die in allen Aspekten des Projekts im Vordergrund steht.
Das Maggie Centre von London wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem RIBA Award, dem Civic Trust Award im Jahr 2009 und dem Judges' Special Award for Primary Care Design (National Building Better Health Care Award), dem FX Award Public Space category sowie dem Hammersmith Society Environment Award 2008.

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