12-07-2017

OOPEAA und die Suvela Chapel in Espoo

OOPEAA Office for Peripheral Architecture,

Mika Huisman, Marc Goodwin,

Espoo, Finnland,

Projekte

Im Stadtviertel Suvela in Espoo steht das Pfarrzentrum von OOPEAA Office for Peripheral Architecture für die Espoo Union Parish. Außer einer Kapelle umfasst die von OOPEAA gestaltete Anlage auch Räumlichkeiten für weitere Angebote für die Gemeinschaft von Suvela.



OOPEAA und die Suvela Chapel in Espoo
Die Suvela Chapel in Espoo, Finnland, ist ein Pfarrzentrum mit zahlreichen Aktivitäten. Herz der Anlage ist die Kapelle wozu sich eine Reihe von Räumen und Büros für begleitende Aktivitäten gesellen. Mit dem Bau des von Espoo Union Parish gewollten Projekts wurde das Büro OOPEAA Office for Peripheral Architecture beauftragt.
Die protestantischen Pfarrzentren sind nicht nur Anlagen aus Lehrräumen und Büros, in denen sich die mit der Religionsgemeinschaft verbundenen Tätigkeiten abspielen, sondern wo – wie üblich – auch Ereignisse für die gesamte Bürgergemeinde stattfinden. Der Entwurf für ein solches Zentrum muss von daher eine Reihe von verschiedenen Veranstaltungen beherbergen können, nicht nur religiösen, sondern auch kulturellen Charakters und für die Freizeit geeignet sein.
Suvela ist ein Stadtrandgebiet von Espoo mit anonymen Wohnhäusern in einem üppig begrünten Umfeld. Die Suvela Chapel wird so zu einem optischen Bezugspunkt in diesem eher undefinierten Panorama und wurde mit sehr flexiblen und frei nutzbaren Räumlichkeiten gestaltet, um für eine Gemeinschaft ansprechend zu wirken, die zu einem Drittel aus Ausländern besteht. Suvela ist nämlich eines der wohl multikulturellsten Gebiete in der Großstadtregion von Helsinki.
Das Klima und der Lichtmangel gerade in den Wintermonaten haben schon immer dazu geführt, weitläufige, ansprechende Architekturen zu bauen, wo man lange Zeit gemeinsam unter einem Dach verbringen kann. Während extern die Frontseiten eher hermetisch wirken, ist das Innere – egal ob Schulen, Bibliotheken oder Kirchen – hell und groß. Holz dominiert als Material der örtlichen Tradition und ist eng mit dem Konzept der Gastlichkeit und der Gemeinschaft verbunden. Dies alles findet man auch in der Suvela Chapel, deren Frontseiten mit Kupfer verkleidet sind und die klare, harte Profilen aufweist, die vorwiegend geschlossen sind und keine Öffnungen haben. Im Gegensatz dazu sind die Innenräume hell dank der verglasten Wände auf den Hof, der Holzverkleidungen auf dem Boden in warmen Farben als Deklination der Holztöne. Der Hof selbst, um den die Anlage arrangiert ist, wird als ein Innenraum erlebt, denn unter den stark geneigten Dächern haben die Glaswände Holzrahmen. Die Architektur geht von Kupferrot zum intensiven Gelb der Türen und Fenster hin zum hellen Gelb der lichtdurchfluteten Innenräume.
Außen fügt sich die Anlage ohne Trennungen oder deutliche Abgrenzungen – abgesehen von den Gebäudewänden selbst - in das städtische Umfeld ein: kein Zaun oder Mauer definiert den Dialog mit den Häusern und den Straßen. Alle Lehrräume sind auf einer einzigen Ebene angeordnet, auch die Kapelle selbst, die sich allerdings in die Höhe entwickelt und in ihrem Inneren eine räumliche Erfahrung schenkt, die ihrer primären Funktion entspricht, nämlich ein Ort des Glaubens zu sein. Ein Großteil des Tageslichts fällt von dem großen und hohen Fenster im Nordosten ein, während die mit lokalen Fichtenbrettern verkleideten schrägen Wände es verteilen und gleichzeitig abmildern. Es gibt nur wenige religiöse Zeichen in der Kirche, so dass es sich um ein flexibles Ambiente handelt, das sich jederzeit in einen Konferenz- oder Konzertsaal verwandeln kann.

Mara Corradi

Architects: OOPEAA Office for Peripheral Architecture
Location: Espoo, Finland
Client: Parish of Espoo
Commission: tender
Year: 2010 - 2016
Size 2.150 sqm
Architect in charge: Anssi Lassila
Project architect (construction phase): Iida Hedberg
Team: Juha Pakkala, Teemu Hirvilammi, Jussi-Pekka Vesala, Hanna-Kaarina Heikkilä, Anis Souissi, Miguel Silva
Structure in concrete, steel and wood
Exterior cladding in copper
Photos by
© Marc Goodwin, http://archmospheres.com
© Mika Huisman, https://www.decopic.com
Shortlisted for the 2016 Finlandia Prize in Architecture
Bronze in the American Architecture Prize 2016.
www.oopeaa.com

GALLERY


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