Italienische Architektur in Übersee
In den siebzig Jahren des italienischen Expansionismus in Afrika (Eritrea, Somalia, Libyen, Äthiopien) und im Mittelmeerraum folgten die Kulturmodelle der in Italien stattfindenden Debatte, waren aber von dem Vorbestand und den örtlichen Kulturen beeinflusst, die die Architekten auf besondere Weise interessierten.
Die italienischen Ereignisse in den Gebieten Übersees zeigten sich – im Unterschied zu den anderen europäischen Ländern – vor allen in der Architektur und in der Stadtplanung während das politische Projekt Italiens zuerst den postliberalen, später den totalitären Tendenzen folgte. So drückte sich in den Überseegebieten die Architektur der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und des 20. Jahrhunderts mit mehr formaler Freiheit aus, die in Italien oft unbekannt war. Das Werk von Giuliano Gresleri und Pier Giorgio Massaretti, herausgegeben von Bononia University Press, wurde in Atlas-Form konzipiert, um mit einer strengen Zusammenfassung diese beeindruckende Erfahrung zu organisieren. Es wurden 5000 grundlegende Dokumente katalogisiert: Farbillustrationen und in Schwarz-Weiß, bibliografische, biografische Unterlagen und Dokumente aus Archiven, die Informationen sind nach Ländern unterteilt, wobei die Umgestaltung des Gebiets, der Landschaft, der Stadt und der Architekturen auch anhand der politischen Programme – in einer Zusammenfassung –betrachtet werden.
Der von den Autoren erklärte Versuch ist es "die Geschichte den Ländern und den Menschen wieder zurückzugeben, für die sie durch die Neuankömmlinge unterbrochen wurde".
(di Agnese Bifulco)
Titel: Architettura italiana d'oltremare– atlante iconografico
Autoren: Giuliano Gresleri und Pier GiorgioMassaretti
Herausgeber: Bononia University Press
Format: 24,5 x 28
ISBN: 978-88-7395-401-9
Bilder:
(1) Deckblatt Atlas
(2) Gouverneurspalais in Asmara, 1903
(3) Ehemalige FIAT-Werkstatt, heute Shell-Tankstelle, Eritrea
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