05-05-2015

Michelin et Associés BNU National- und Universitätsbibliothek Straßburg

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Das französische Büro Michelin et Associés hat die Renovierung der BNU Strasbourg – der National- und Universitätsbibliothek von Straßburg realisiert. Michelin et Associés hat den monumentalen Bau, der Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde und Sitz der Straßburger National- und Universitätsbibliothek ist, den neuen Funktionsanforderungen angepasst.



Michelin et Associés BNU National- und Universitätsbibliothek Straßburg

Ende 2014, nach 7 Jahren Bauzeit, wurden die Renovierungsarbeiten der BNU Strasbourg National- und Universitätsbibliothek durch Michelin et Associés abgeschlossen, die den Wettbewerb im Jahr 2006 gewonnen hatten. Der renovierte Sitz der National- und Universitätsbibliothek von Straßburg setzt sich mit den Schichtungen der Zeit auseinander und das Projekt von Michelin et Associés gewinnt die Kennzeichen des historischen Baudenkmals zurück, wobei es den neuen Funktionen angepasst wird.
Im Jahr 1871 gegründet, nutzte die National- und Universitätsbibliothek von Straßburg die Aufbaupolitik, die das Deutsche Reich nach dem deutsch-französischen Krieg und der Annexion des Elsass anwandte. 25 Jahre lang war Palais Rohan der Sitz der Bibliothek, bis dann 1895 das mächtige Gebäude im Stil des Historismus eingeweiht wurde, nach einem Entwurf von August Hartel und Skjold Neckelmann, an der Place de la République. Nach dem Wiederanschluss des Elsass an Frankreich wurden die Investitionen der Regierung fortgesetzt und im Jahr 1918 besaß die Bibliothek über 1.100.000 Schriften, womit sie die zweitgrößte von Frankreich ist. Die neue Anlage wurde im Krieg durch Bombenangriffe beschädigt und die Restaurierung im Jahr 1950 führte zu einer Innengestaltung, die deutlich von der ursprünglichen Idee abwich.

Der Eingriff von Michelin et Associés bei der National- und Universitätsbibliothek von Straßburg, die von den Franzosen als BNU bezeichnet wird, wertet den symmetrischen Grundriss der ursprünglichen Architektur und deren monumentale Fassaden auf. Das Projekt betont die Zentralität des Atriums und der Kuppel, die sich über dem Lichthof erhebt. Hier wird eine Wendeltreppe eingebaut, die vom ersten bis zum fünften Stock führt und dabei alle Etagen und die Lesesäle optisch verbindet. Die neue Treppe steht in einem proportionalen Dialog mit der historistischen Anlage, mit den Volumen und den großen symmetrischen Räumen der ursprünglichen Architektur – sie fügt sich in das zentrale Vakuum ein, ohne es allerdings tatsächlich zu “belegen”. Die Transparenz und das Gefühl der Leichtigkeit, die hieraus resultieren, ermöglichen es dem Betrachter, weiter sehen und somit die Ausdehnung des Atriums und die Entwicklung der Etagen wahrnehmen zu können. Ihre Struktur – Tochter der zeitgenössischen Stilsprache, die über Kontrast mit der Sprache des 19. Jahrhunderts kommuniziert – wird von Edelstahlseilen gehalten, die zwei umgekehrte Kegelstümpfe bilden, die in der Mitte vereint sind, knapp unterhalb der Kuppelbasis, und so das Licht von oben eindringen lassen. In der Schwere der Bedeutung und der Größe des historischen Bauwerks fügt sich die Treppe wie eine eigenständige und gewichtslose Architektur in den Raum ein, behält aber ein Bild der Größe, die aus ihrer Höhenentwicklung über 27 Meter und der ihrer Struktur innewohnenden Spannung resultiert.


Auch die vier Höfe an den Ecken des Atriums wurden intensiven Renovierungsarbeiten unterzogen. Die Höfe wurden unter Glasdächern geschützt und als großzügige Lesesäle eingerichtet. Die indirekte Tageslichtbeleuchtung, die gewählten Materialien, die Transparenz und die weißen Abstufungen der vertikalen Flächen isolieren den Innenraum von der ursprünglichen historischen Struktur.

Mara Corradi

Progetto: ANMA, Agence Nicolas Michelin et Associés (Nicolas Michelin, Michel Delplace, Cyril Trétout)
Project Manager: Valérie Dubois
Implementation Manager: Etienne Challet-Hayard
Project Leaders: Brice Chapon (competition), Anne Pestel (studies),
Jean-Jacques Chagnaud (work site)
Architect of Monuments de France : 2BDM / Christophe Bottineau
Committente: Ministero della Pubblica Istruzione
Luogo: Place de la République, Strasburgo (Francia)
Geneal engineering office: OTE
Economist: Michel Forgue
Acoustics: Peutz
Signage: LM COMMUNIQUER / LOCOMOTION
Stairs: GREISCH
Perspectives: Artefactory
Superficie utile al pubblico: 18800 mq
Concorso: 2006
Inizio Progetto: 2007
Fine lavori: 2014
Fotografie: © Vincent Fillon

www.anma.fr
www.bnu.fr


GALLERY


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