Eine Feinsteinzeug-Kollektion im Naturstein-Look für Fußböden und Verkleidungen, die das Industriedesign zu seiner höchsten Ausdrucksstufe bringt und wo Minimum gleichbedeutend mit Vollendung ist, eine gestalterische Synthese, die für die Architektur von Innen- und Außenräumen geschaffen wurde.
Weshalb braucht man einen Architekt oder einen Designer, um an keramische Oberflächen zu denken? Weshalb bedarf es einer solchen Spezialisierung? Die Antwort ist schnell gegeben: Nur derjenige, der weiß, welche Leistungen eine Verkleidung bieten muss, kann immer innovativere Lösungen finden.
Sich auf zwei Fronten bewegend - der technischen und der ästhetischen - gelingt es dem Gestalter von Feinsteinzeugmodulen, eine Synthese zu erstellen, die es versteht, beide Komponenten zu erfüllen und dabei eine einfache “Fliese” in eine intelligente und beeindruckende gestalterische Erfahrung umzuwandeln.
Eine Kollektion hat in diesen letzten Monaten besonders beeindruckt: Pillart von Eiffelgres, entworfen von Mauro Bellei. Bei einer quer übergreifenden Lesart des Projekts finden wir alle schöpferischen Komponenten, die einen verstehen lassen, wie viel Arbeit hinter der Gestaltung und der Industrialisierung eines Keramikmoduls steckt und man erkennt dabei die Etappen, die aus Pillart ein Beispiel der kompletten industriellen Gestaltung machen.
Die Lesart des Natursteins anhand eines industriellen Verfahrens, also dem des ganz durchgefärbten Feinsteinzeugs, unterstreicht eine stilistische Entscheidung des Schöpfers, der hier das Verfahren der Auswahl, des Verdichtens und des Brennens von Tonerden aussucht, um ein strapazierfähiges und dauerhaftes Produkt mit einem weichen und starken Aussehen, bunt und einfarbig zu erzielen- ein Kompendium zwischen den Extremen, das nur ein Gestalter erkennen und weitergeben kann.
Hier kommen jetzt zwei weitere grundlegende Aspekte der Gestaltung von Mauro Bellei ins Spiel: Die Verweise auf die Kunst und die minimalen Entscheidungen im Sinne der absoluten Abstraktion und Reduzierung. Anhand des ersten Aspekts verbindet er die Keramikflächen mit der Geschichte der Architektur und des Designs, um jedem Planer die Freiheit zu lassen, dieses Produkt in alle Wohnräume einzufügen und dabei deren Charakter zu stärken.
Mit dem zweiten Aspekt abstrahiert er die Gegenwart, um diese in ein industrielles Produkt umzuwandeln, wo das Minimum und die Einfachheit nicht gleichbedeutend für Leere stehen, sondern vielmehr der Ausdruck von Sinnhaftigkeit und Kultur sind, die sich in einen Gebrauchsgegenstand verwandeln.
So berichtet der Gestalter selbst: “... Meine Antwort hat sich nach der Idee eines Produkts strukturiert, das die geforderten Eigenschaften in sich trägt, zusammen mit seinem Doppel, allerdings im Negativ: Also nicht eine, sondern zwei getrennte Oberflächen, die aus der gleichen Matrix stammen ...”. Das Thema des Doppels materialisiert sich in diesem Fall in den kontinuierlichen Übergängen zu den Extremen, die Pillart aufweist: Dunkelheit und Licht, Farbe und Fehlen von Farbe, Form und Bild.
In der Tat interpretiert das Produkt Weiß und Schwarz nach zwei Grautönen, einem hellen und einem dunklen und betont dabei sowohl die Kapazität der Mimesis, die sich in einer Wohnumgebung ausdrücken kann, als auch die zeitgenössische konzeptionelle Ausdruckskraft des Fehlens von Absoluten. Neue Persönlichkeiten der Farben zum Wohnen, die sich den extremen Identitäten von Weiß und Schwarz annähern, aber diese nie erreichen, wie in einer ständigen Metamorphose der Materie.
Dies alles entfernt sich natürlich nicht von der Konkretheit des industriellen Produkts. So kehrt Mauro Bellei zum Alltag des Baupraxis zurück und erklärt: “... eine einfache Idee, die sich mit dem Industrieprozess verbindet: Auf der einen Seite anhand einer natürlichen Oberfläche für Innenräume, welche das farbliche Minimum eines Positivs und seines Negativs darstellt; auf der anderen Seite eine sehr raue Oberfläche für Außenanlagen ... ”.
Mit dieser gestalterischen Geste schließt er den Kreis eines Produkts, das in der Lage ist, von Synthese und Persönlichkeit zu reden und dabei in die keramischen Oberfläche die gesamte Gestaltungskultur steckt, die aus Geschichte und Modernität, aus Abstraktion und Konkretheit besteht, aber vor allem unter dem Einsatz der Materie für das, was sein will und nicht einfach nur zum Ausdruck simpler modischer Verzierungen.
Paolo Schianchi
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PILLART EIFFELGRES: Feinsteinzeug im Naturstein-Look für Fußböden und Verkleidungen
Weiße und schwarze Fliesen für Fußböden und Verkleidungen, Innen wie Außen, für Küchen, Bäder und Wohnzimmer, Wanddekorationen aus Feinsteinzeug im Steinlook.

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